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Homeoffice von Spanien aus

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  • Homeoffice von Spanien aus

    Liebe Arbeitsrechtler,

    nachdem ich die Beiträge zu Homeoffice durchgelesen habe, stellen sich mir noch zusätzliche Fragen zu dem Fall meiner Freundin:

    Sie kommt aus Spanien, hat einen deutschen Arbeitsvertrag mit einem deutschen Arbeitgeber, um für diesen am spanischen Markt zu arbeiten.
    Es handelt sich hierbei nicht um steuerrechtliche Probleme, sie bleibt weiterhin in Deutschland gemeldet, versichert und zahlt die entsprechenden Rentenbeiträge.

    In dem Arbeitsvertrag gibt es keine vertraglich geregelten Homeoffice-Klauseln, lediglich "Verpflichtung zur Informierung und Befolgung sämtlicher Richtlinien des Arbeitgebers".

    Sie leistet von dort ihre gesamte Arbeitszeit im Homeoffice. Jetzt soll sie zurückkommen ohne zum Büro zurückkehren zu müssen (ohne Präsenzarbeit), weil der Arbeitgeber es so will (keine anderweitigen Gründe werden genannt). Dementsprechend soll sie die gesamte Arbeit, die sie jetzt von Spanien aus leistet von Deutschland aus leisten.
    Ist sie als Arbeitnehmerin dazu verpflichtet dem Folge zu leisten, da sie ja die gleiche Arbeit von Spanien oder von Deutschland aus erledigt?
    Könnte daraus ein Kündigungsgrund resultieren?
    Wäre das einloggen per VPN in Deutschland ausreichend?

    Extrafrage:
    Bei saisonaler Depression könnte Homeoffice aus Spanien verschrieben werden?

    Vielen Dank für euere Hilfe

    Liebe Grüße
    tulo42

  • #2
    Hallo,

    was steht als Arbeitsort im Arbeitsvertrag? Gibt es eine Betriebsversammlung oder irgendwelche firmeninternen Regeln zum Homeoffice?

    Deine Freundin hat in Deutschland weiterhin einen Wohnsitz angemeldet? Mit welcher Begründung wird sie zurück beordert? Soll sie dauerhaft nach Deutschland kommen oder nur für eine gewisse Zeit?

    Ich habe die leise Vermutung, dass tatsächlich ein steuer- oder sozialversicherungsrechtl iches Problem dahinter steckt. Denn eine in Deutschland versicherte Tätigkeit muss zu mehr als 50 Prozent in Deutschland geleistet werden.

    Gruß,
    werner
    Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
    Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

    Kommentar


    • #3
      Zitat von werner h. Beitrag anzeigen
      Hallo,

      was steht als Arbeitsort im Arbeitsvertrag? Gibt es eine Betriebsversammlung oder irgendwelche firmeninternen Regeln zum Homeoffice?

      Deine Freundin hat in Deutschland weiterhin einen Wohnsitz angemeldet? Mit welcher Begründung wird sie zurück beordert? Soll sie dauerhaft nach Deutschland kommen oder nur für eine gewisse Zeit?

      Ich habe die leise Vermutung, dass tatsächlich ein steuer- oder sozialversicherungsrechtl iches Problem dahinter steckt. Denn eine in Deutschland versicherte Tätigkeit muss zu mehr als 50 Prozent in Deutschland geleistet werden.

      Gruß,
      werner

      Vielen Dank für die schnelle Antwort.

      Sie will weit mehr als 50% der Arbeit hier in Deutschland leisten. D.h. sie möchte lediglich ein paar Wochen länger in Spanien bleiben, um ein paar familäre Angelegenheiten klären zu können.

      Die firmeninternen Regeln haben sich durch die Pandemie sehr oft geändert, derzeit besagt die offizielle Variante, dass nur 10 Arbeitstage im Jahr internationales Homeoffice möglich sein soll. (Diese Reglung bestand vor der Omikron-Welle als 1-2 Präsenztage im Büro als Pflicht galten)

      Ja, ihr Wohnsitz ist und bleibt in Deutschland.
      Es dreht sich derzeit vor allem gerade um ihren Wunsch ihren Aufenthalt in Spanien um ein paar Wochen zu verlängern, nicht um nach Spanien zu ziehen, dort zu wohnen oder konstant von dort zu arbeiten, lediglich um ein paar Wochen bzw. Moante dort zu bleiben. Dann will sie wieder herkommen und weiterarbeiten, ohne die bestehenden Umstände verändern zu wollen.

      LG
      tulo42

      Kommentar


      • #4
        Die derzeit gültige Regelung in § 28b Abs. 4 IfSG lautet:

        Der Arbeitgeber hat den Beschäftigten im Fall von Büroarbeit oder vergleichbaren Tätigkeiten anzubieten, diese Tätigkeiten in deren Wohnung auszuführen, wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen.
        Wenn sie weiterhin nur in Deutschland gemeldet ist, kann der Arbeitgeber davon ausgehen, dass sie in Spanien nicht "in ihrer Wohnung" ist, zumindest die oben zitierte Regelung wäre dann keine Grundlage für einen Anspruch.

        E.D.

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