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Kündigung befristeter Arbeitsvertrag

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    Hallo zusammen,

    es geht um folgendes:

    Mein Mann und ich, beide in derselben Firma angestellt (GmbH
    ) mit weniger als 10 Mitarbeitern. Weitere Standorte in diversen anderen Ländern und Hauptsitz in Frankreich. Insgesamt hat die Firma ca. 200 Mitarbeiter. Der deutsche Standort ist finanziell dem Hauptsitz in Frankreich unterstellt. Mir ist schon öfter von Lieferanten herangetragen worden, dass die GmbH in diversen Auskunftdateien als insolvent gemeldet wurde. Dies wurde jedoch vom Leiter der Finanzabteilung in Frankreich verneint, mit der Begründung das die aktuellen Zahlen noch nicht übermittelt worden sind. Erwähnt werden muss auch dass die Lieferanten, Gehälter etc. aus Frankreich von einem deutschen Bankkonto bezahlt werden.


    Mein Mann wurde dieses Jahr am 08.02. als Sachbearbeiter im Einkauf eingestellt. Vorerst befristet bis November. Mein Mann hatte im März die Möglichkeit einen anderen Vertrag in einer anderen Firma zu unterschreiben. Befristet bis Mai 22. Daraufhin hat unser jetziger Arbeitgeber seinen Vertrag bis Mai 22 verlängert, um ihn auf Grund der anfallenden und ansteigenden Arbeit zu halten. Dies ist doch ein Täuschungsversuch oder? In seinem Vertrag ist keine Klausel zu besonderen Kündigungsfristen enthalten. Ausschließlich das die deutschen Kündigungsfristen gelten.
    Mein Vertrag besteht seit 02/2015 und ist unbefristet. Ich habe erst als Einkäufer angefangen und später als Team Manager gearbeitet.


    Wir haben jetzt beide zu Ende Februar die Kündigung erhalten, da alle Firmenaktivitäten an eine Partnerfirma derselben Gruppe übergeben werden sollen. Der Vertrag des größten Kunden läuft auf jeden Fall noch bis August 22 und der Kunde besteht darauf, dass unser Arbeitgeber den Vertrag erfüllt. Arbeit ist auf jeden Fall da. Der Geschäftsführer teilte mit, dass kein Grund für eine Kündigung genannt werden muss, da wir als Kleinbetrieb gelten und daher unter Einhaltung der Fristen problemlos eine Kündigung ausgesprochen werden kann.

    Greift dann das Kündigungsschutzgesetz oder gilt die GmbH tatsächlich als Kleinbetrieb?

    Welche Möglichkeiten haben wir? Sind die Kündigungen wirksam? Speziell für meinen Mann da sein Vertrag ohnehin nur bis Mai befristet ist. Wir sind der Meinung, dass die Kündigung unwirksam ist.


    Wir benötigen eine vorab Meinung, um zu entscheiden, ob ein Vorsprechen bei einem Anwalt für Arbeitsrecht Sinn macht.

    Vielen Dank

    Zuletzt geändert von forumadmin; 02.12.2021, 15:58. Grund: Links entfernt

  • #2
    Zitat von Karlchen1211 Beitrag anzeigen
    Mein Mann und ich, beide in derselben Firma angestellt (GmbH) mit weniger als 10 Mitarbeitern. Weitere Standorte in diversen anderen Ländern und Hauptsitz in Frankreich. Insgesamt hat die Firma ca. 200 Mitarbeiter. Der deutsche Standort ist finanziell dem Hauptsitz in Frankreich unterstellt.
    Hallo,

    in Deutschland seid ihr also der einzige Standort? Der Arbeitsvertrag lautet auf die deutsche GmbH und wurde von einem*einer GmbH-Vertretungsberechtigten (Geschäftsführung) unterzeichnet?

    Daraufhin hat unser jetziger Arbeitgeber seinen Vertrag bis Mai 22 verlängert, ... In seinem Vertrag ist keine Klausel zu besonderen Kündigungsfristen enthalten. Ausschließlich das die deutschen Kündigungsfristen gelten
    Eine vertragliche Vereinbarung über die Geltung von Kündigungsfristen wird in der Regel so ausgelegt, dass das Arbeitsverhältnis trotz Befristung schon vorab ordnungsgemäß gekündigt werden kann.

    Der Vertrag des größten Kunden läuft auf jeden Fall noch bis August 22 und der Kunde besteht darauf, dass unser Arbeitgeber den Vertrag erfüllt. Arbeit ist auf jeden Fall da.
    Dein Arbeitgeber - bzw. der Mutterkonzern - darf durchaus eine betriebliche Entscheidung in dem Sinne treffen, dass bestehende Aufträge z.B. von anderen Unternehmensteilen erledigt werden. Wenn das dem Auftraggeber nicht passt, muss er sich dazu mit dem Auftragnehmer auseinandersetzen - aber die betroffenen Beschäftigten können das nicht als Argument für sich selbst verwenden.

    Der Geschäftsführer teilte mit, dass kein Grund für eine Kündigung genannt werden muss, da wir als Kleinbetrieb gelten und daher unter Einhaltung der Fristen problemlos eine Kündigung ausgesprochen werden kann.
    Damit hat er meines Erachtens recht.

    Greift dann das Kündigungsschutzgesetz oder gilt die GmbH tatsächlich als Kleinbetrieb?
    Mangels einer ausreichenden Anzahl von Beschäftigten ist die GmbH ein Kleinbetrieb ohne Kündigungsschutz.

    Wir benötigen eine vorab Meinung, um zu entscheiden, ob ein Vorsprechen bei einem Anwalt für Arbeitsrecht Sinn macht.
    Für eine anwaltliche Erstberatung werden meines Wissens um die 180 Euro fällig. Das könnte dir bzw. deinem Mann die Frage wert sein, ob der Job noch eine gewisse Zeit zu retten ist.

    Gruß,
    werner
    Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
    Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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