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  • Angebot annehmen? Fristlose vs Aufhebungsvertrag

    Guten Tag,

    ich hätte auf Grund von mehrfachen "nicht erscheinen am Arbeitsplatz" (3G Regel) wohl demnächst meine Abmahnungen/fristlose Kündigung erhalten. Nun rief mein Personalchef an und schlug mir vor, eventuell eine Kündigung im "gemeinsamen Interesse" zu unterzeichnen. Klang für mich wie ein Aufhebungsvertrag. Habe auf jeden Fall noch nichts zugesagt. Arbeitsverhältnis würde dann zum Jahresende hin beendet werden und etwaige Plusstunden/Urlaub (beides nicht mehr vorhanden, so nur die Aussage) noch bis dahin aufgerechnet werden. Hab den Teil nicht so Recht verstanden, was da mein Vorteil ist. Habe ja nicht vor zu klagen, aber der Beigeschmack des AH-Vertrages gefällt mir trotzdem nicht so Recht.

    Hätte der Vorteile bezüglich der Sperrfrist beim ALG? Warum bietet mir der AG das an, welche Vorteile hat er denn dadurch, er wäre ja mit der fristlosen auch voll im Recht
    Zuletzt geändert von VivaLaLiberty; 29.11.2021, 12:53.

  • #2
    Der Vorteil für den AG ist. dass er kein Risiko eingeht, dass du doch noch auf die Idee kommst gegen die Kündigung zu klagen (obwohl du gegenüber ihm vielleicht sagst, für dich wäre die fristlose Kü. OK).

    Beim Arbeitslosengeld hab ich aber sehr große Bedenken, wobei alles mit Corona natürlich Neuland ist.
    Aber mein Gedanke: Du willst nicht an 3 G teilnehmen, das bedeutet im Grunde du kannst in keiner Firma arbeiten. D.h. du bist nicht vermittelbar, d.h. die Vorraussetzung für ALG 1 und sogar 2 fehlt komplett. Du bekänst im Worst Case überhaupt nichts, auch nicht nach der Sperrfrist.

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    • #3
      Zitat von VivaLaLiberty Beitrag anzeigen
      ... Hab den Teil nicht so Recht verstanden, was da mein Vorteil ist.
      Hallo,

      lasse dir das von deinem Arbeitgeber schriftlich vorlegen und bitte um ein paar Tage Bedenkzeit. Dann kannst du den Inhalt in Ruhe überprüfen (lassen).

      Gruß,
      werner

      Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
      Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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      • #4
        Danke für eure Antworten. Ja, der Aufhebungsvertrag hätte keine Vorteile für mich gebracht.

        Habe jetzt direkt nach 3 Fehltagen die außerordentliche Kündigung bekommen, keine Abmahnung, nichts. Drin steht nur als Begründung: "aus wichtigem Grund" und verweisen darauf, dass ich mich AL melden muss. Ist ja soweit rechtens alles richtig oder muss erst der Weg über die Abmahnung gegengen werden?

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        • #5
          Wie jetzt? Drei neuerliche Fehltage? Oder handelt es sich noch um die Tage, die du vor deiner ersten Anfrage Ende November gefehlt hattest?

          Natürlich musst du dich arbeitslos melden, sofern du dir die entsprechenden Leistungen sichern willst. Dort wirst du jedoch erst einmal eine Sperrfrist bekommen.

          Der nächste Weg (nach der Arbeitsagentur) sollte dann gleich zur Rechtsberatung (Gewerkschaft, Anwaltskanzlei) gehen oder direkt zum Arbeitsgericht, um gegen die erhaltene Kündigung zu klagen.
          Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
          Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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          • #6
            Seit 25.11. habe ich Fehltage bis zur Kündigung am 07.12.(war am selben Tag im Briefkasten). Morgen rufe ich beim Amt an. Macht denn eine Klage hier Sinn? Worauf genau soll ich mich denn berufen? ..oder ist das mehr so eine Standardprozedur dass man fristlose immer einklagt?

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            • #7
              Zitat von VivaLaLiberty Beitrag anzeigen
              Seit 25.11. habe ich Fehltage bis zur Kündigung am 07.12.(war am selben Tag im Briefkasten).
              Ich hatte dich ursprünglich so verstanden, dass es nur um drei einzelne Fehltage geht.

              Morgen rufe ich beim Amt an.
              Du bist verpflichtet, dich "unverzüglich" arbeitslos und arbeitssuchend zu melden. Unverzüglich bedeutet "ohne schuldhaftes Verzögern". Also nicht morgen, sondern eigentlich schon gestern bzw. spätestens heute.

              Allerdings ist die Frage, ob du dem Arbeitsmarkt überhaupt zur Verfügung stehst. Du weigerst du dich generell, die 3-G-Regel auf dich anzuwenden. Also weder genesen noch geimpft, aber auch keine Bereitschaft zum Testen. Somit bist du in der derzeitigen Situation in Deutschland nicht vermittelbar. Meines Erachtens müsste das nicht nur die übliche Sperrfrist aufgrund der fristlosen Kündigung nach sich ziehen, sondern dich während der Geltungsdauer der 3-G-Pflicht ganz vom ALG-I-Bezug ausschließen. Aber das ist nur eine Vermutung, wirklich wissen weiß ich es nicht. Im Beitrag von matthias (29. November 2021) hat dieser sich bereits ebenso geäußert.

              Macht denn eine Klage hier Sinn? Worauf genau soll ich mich denn berufen? ..oder ist das mehr so eine Standardprozedur dass man fristlose immer einklagt?
              Du selbst hattest die Frage gestellt, ob nicht vorher hätte abgemahnt werden müssen. Diese Frage kann das Arbeitsgericht entscheiden. Im Nachhinein betrachtet, wäre der Aufhebungsvertrag für dich vielleicht doch besser gewesen, wenn dieser entweder eine gewisse Frist enthalten hätte oder eine Abfindungszahlung. Im Gütetermin könnte es die Gelegenheit geben, möglicherweise noch eine solche Vereinbarung abzuschließen.

              Wenn mir als AG von einer*einem Arbeitnehmer*in allerdings gesagt wird, dass er*sie sich auch in Zukunft nicht an die Vorgaben halten wird, neige ich zu der Ansicht, dass sich eine Abmahnung dann erübrigt.
              Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
              Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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              • #8
                Bei der Anzahl von Fehltagen könnte eine Abmahnung entbehrlich sein.
                Es kommt ggf. auch auf die Aussagen von Arbeitnehmer und Arbeitgeber an. Wenn der Arbeitgeber angekündigt hat seine zentrale vertragliche Pflicht (zur Arbeit zu kommen) nicht mehr erfüllen zu wollen braucht es m.E. keine Abmahnung. Zumal der Arbeitgeber schon zum Ausdruck gebracht hat, dass es nicht akzeptabel ist und er keine Zukunft für das Arbeitsverhältnis sieht.

                Kommentar


                • #9
                  Zitat von LarsT Beitrag anzeigen
                  Bei der Anzahl von Fehltagen könnte eine Abmahnung entbehrlich sein.
                  Es kommt ggf. auch auf die Aussagen von Arbeitnehmer und Arbeitgeber an. Wenn der Arbeitgeber angekündigt hat seine zentrale vertragliche Pflicht (zur Arbeit zu kommen) nicht mehr erfüllen zu wollen braucht es m.E. keine Abmahnung. Zumal der Arbeitgeber schon zum Ausdruck gebracht hat, dass es nicht akzeptabel ist und er keine Zukunft für das Arbeitsverhältnis sieht.
                  Ja, das trifft die Situation auch so ziemlich genau. Ja habe das meinem AG auch so erklärt warum/wieso ich nicht mehr erscheine und das sich das, solang die Regel besteht, erstmal nicht ändert.

                  Abfindungen etc hätte es in dem Aufhebungsvertrag auch nicht gegeben.

                  Zur Sperre zwecks 3G: Ja das kann durchaus passieren, werde ich wohl nur abwarten können.

                  Vielen Dank auf jeden Fall schonmal!

                  Kommentar


                  • #10
                    Zitat von VivaLaLiberty Beitrag anzeigen



                    Zur Sperre zwecks 3G: Ja das kann durchaus passieren, werde ich wohl nur abwarten können.

                    Vielen Dank auf jeden Fall schonmal!

                    Hey,
                    Es ist sehr wahrscheinlich, das du aufgrund nichtvermittelbar kein ALG ! erhältst. Ob ein Anspruch auf ALG II besteht, hängt vom persönlichen Umfeld ab. Sollte es keinen Anspruch auf ALG II gegben, hast du ein Problem mit der Krankenversicherung.. Du musst dich nämlich selber versichern
                    VG
                    Gast_SBV

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