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Arbeitszeugnis und Zwischenzeugnis (kein Entziffern des Inhaltes)

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  • Arbeitszeugnis und Zwischenzeugnis (kein Entziffern des Inhaltes)

    Folgende Annahme
    AN war 9 1/2 Jahre im Unternehmen tätig, hat Zwischenzeugnise erhalten welche die Benotung 1-2 hatte.
    Der AN war gut 1 Jahr nichts Arbeitsfähig und war krank geschrieben. AN kündigt während der Krankmeldung.
    Erhält nach Kündigung, ein Endzeugnis welche die Note 3-4 widerspiegelt.

    Der AN wurde gebeten seine Tätigkeitsfelder selber zu schreiben und dies hat er auch getan.


    Nun die Fragen

    1. Spiegelt das Endzeugnis nur einen gewissen kurzen Zeitraum wieder oder die komplette Zeit im Unternehmen?

    2. Kann sich das Zeugnis so verschlechtern?

    3. Der AG hat die Tätigkeitsfelder verallgemeinert, so daß wichtige Felder nicht aufgeführt werden.
    Kann man darauf bestehen das diese explizit aufgeführt werden?

    4. Welche Möglichkeiten hat der AN um gegen das Endzeugnis vor zu gehen?



  • #2
    Guten Tag,

    das Endzeugnis spiegelt die gesamte Zeit im Unternehmen wieder. Anders ist es nur, wenn -- beispielsweise bei Ärzten in der Weiterbildung -- das Endzeugnis explizit Bezug auf ein anderes Zeugnis nimmt ("die in der Inneren zurückgelegte Weiterbildungszeit wurde bereits mit Zeugnis vom ... bescheinigt").

    Und grundsätzlich kann sich ein Zeugnis gegenüber einem Zwischenzeugnis auch verschlechtern. Wenn man in der Zeit dazwischen gar nicht gearbeitet hat, fällt freilich die Argumentation schwerer, aber es kann beispielsweise sein, dass erst dem Vertreter ganz viele Fehler aufgefallen sind, von denen man beim ersten Zwischenzeugnis nichts wusste. Dann wäre das eine logische Erklärung.

    Ebenso grundsätzlich muss das Zeugnis in einem gewissen Grad vollständig sein. Bestimmte relevante Themenfelder wegzulassen, ist also eher nicht möglich. Dass ein Arbeitgeber Themen grundsätzlich zusammenfasst und die Wichtigkeit einzelner Themen anders bewertet, ist aber möglich.

    Und wenn Sie mit dem Zeugnis nicht einverstanden sind, gibt es drei Eskalationsstufen: (1) Mit dem Arbeitgeber reden, (2) einen Anwalt beauftragen, der mit dem Arbeitgeber redet und (3) eine Korrektur des Zeugnisses einklagen. Wobei ich bei letzterem darauf hinweise, dass das 3-er-Zeugnis die Regel ist und alles bessere von Ihnen gerichtsfest bewiesen werden muss. Sie sind also nachweispflichtig, dass sie überdurchschnittlich gut sind.

    Freundliche Grüße
    FNS

    Kommentar


    • #3
      1. Natürlich die komplette Zeit

      2. Praktisch nein. Gut, wenn einer klaut, dann bekommt er kein gutes Zeugnis mehr, aber ich denke, solche Szenarien kann man ausschließen. Der AG hätte hier eine sehr hohe Beweislast, wieso die Noten so stark abgesunken sind, das können die AG meistens nicht.

      3. Jein, das kommt ganz auf den Einzelfall an, aber grundsätzlich muss natürliches alles drin stehen, aber auch nicht zu detailliert.

      4. Klage beim Arbeitsgericht, vorher versuchen das Gespräch zu suchen, evtl. auch vorher den Anwalt was schreiben lassen, evtl. sogar schon mit einer Vorlage, die der AG nur noch unterzeichnen müsste.


      Kommentar


      • #4
        Zitat von FNS Beitrag anzeigen
        Sie sind also nachweispflichtig, dass sie überdurchschnittlich gut sind.

        Freundliche Grüße
        FNS
        Wobei das 1-2 Zwischenzeugnis natürlich ein solcher Beweis ist.

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