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Definition von Arbeitszeit

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  • Definition von Arbeitszeit

    Hallo ihr lieben,

    vielleicht könnt ihr mir ja helfen.
    Und zwar benötige ich eine sehr genaue Definition, was Arbeitszeit eigentlich ist bzw, welche "Tätigkeiten" gleich Arbeitszeit sind.
    Im genauen hätte ich gerne gewusst, ob ein Urlaubstag ein Arbeitstag ist, oder ob er bezahlte Freizeit darstellt.

    Die Antwort darauf benötige ich nämlich für ein praktisches Beispiel:

    Werkstudent A arbeitet während der Vorlesungszeit weniger als 20h in einer bestimmten Woche. (tatsächlich ausgeführte Arbeitszeit)
    Allerdings nimmt der Werkstudent in der gleichen Woche Urlaub an Tagen, an denen er ansonsten regulär arbeiten würde.
    Das Ergebnis der Berechnung, wie viele Stunden dieser Urlaub wert wäre, hat ergeben, das der Werkstudent inklusive Urlaub auf über 20h für diese Woche kommen würde.
    Kann der Werkstudent seinen Urlaub wie geplant nehmen, ohne das Werkstudentenprevileg zu verlieren?

    Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen, da es im Netz bestenfalls schwammige und zweideutige Antworten auf diese Frage gibt.

    Grüße,
    Andre L.

  • #2
    Urlaub wird nicht in Stunden umgerechnet.

    E.D.

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    • #3
      Zitat von E.D. Beitrag anzeigen
      Urlaub wird nicht in Stunden umgerechnet.

      E.D.
      In meinem Unternehmen wird allerdings genau das getan.
      Urlaubszeit ist eine eigene Payroll, in welche die Zeit eingetragen wird.

      Vereinfachtes Beispiel: arbeitet eine Person immer Vollzeit 40h 5 Tage/Woche, dann wird für jeden Urlaubstag 8h eingetragen, welche dann zur Berechnung des Gehaltes verwendet werden.

      Gibt es irgendwo eine gesetzliche Grundlage, welche eindeutig macht, das Urlaubszeit =/= Arbeitszeit ist?

      Kommentar


      • #4
        Ex falso quodlibet - wenn man von einer falschen Voraussetzung ausgeht, kann man beliebige Schlussfolgerungen ziehen.

        Dass Urlaub in Tagen zu bemessen ist ergibt sich aus dem Bundesurlaubsgesetz, wie hoch das Urlaubsentgelt ist ebenfalls und zwar aus: § 11 BUrlG - Urlaubsentgelt - dejure.org

        E.D.

        Kommentar


        • #5
          Zitat von E.D. Beitrag anzeigen
          Dass Urlaub in Tagen zu bemessen ist ergibt sich aus dem Bundesurlaubsgesetz, wie hoch das Urlaubsentgelt ist ebenfalls und zwar aus: § 11 BUrlG - Urlaubsentgelt - dejure.org
          arbeitet eine Person immer Vollzeit 40h 5 Tage/Woche, dann wird für jeden Urlaubstag 8h eingetragen, welche dann zur Berechnung des Gehaltes verwendet werden.
          Hallo,

          so widersprüchlich ist das doch nicht. Das eine ist das Gesetz, das andere die praktische Handhabung. Natürlich ist ein Urlaubstag immer ein ganzer Tag, also von 0 bis 24 Uhr. In der Zeiterfassung bzw. dem Gehaltsprogramm sind für Arbeitstage jedoch Zeitwerte hinterlegt, die beim Urlaub entsprechend zu ändern sind.

          Wenn also jemand mit unterschiedlich langen Arbeitsschichten Urlaub nimmt, kann das resultierende Urlaubsentgelt je nach Schichtlänge an verschiedenen Tagen unterschiedlich hoch ausfallen.

          Im Ausgangsbeispiel:
          Werkstudent A arbeitet während der Vorlesungszeit weniger als 20h in einer bestimmten Woche. (tatsächlich ausgeführte Arbeitszeit)
          Allerdings nimmt der Werkstudent in der gleichen Woche Urlaub an Tagen, an denen er ansonsten regulär arbeiten würde.
          Das Ergebnis der Berechnung, wie viele Stunden dieser Urlaub wert wäre, hat ergeben, das der Werkstudent inklusive Urlaub auf über 20h für diese Woche kommen würde.
          An den Urlaubstagen wird der Zeitsaldo auf "Null" gesetzt und die Stunden als Urlaubsentgelt gezahlt, die planmäßig an diesem Tag zu arbeiten gewesen wären. In Summe kann sich dadurch eigentlich kein höherer Stundenwert ergeben als ohne Urlaub.

          Gruß,
          werner


          Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
          Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

          Kommentar


          • #6
            Zitat von werner h. Beitrag anzeigen


            Hallo,

            so widersprüchlich ist das doch nicht. Das eine ist das Gesetz, das andere die praktische Handhabung. Natürlich ist ein Urlaubstag immer ein ganzer Tag, also von 0 bis 24 Uhr. In der Zeiterfassung bzw. dem Gehaltsprogramm sind für Arbeitstage jedoch Zeitwerte hinterlegt, die beim Urlaub entsprechend zu ändern sind.

            Wenn also jemand mit unterschiedlich langen Arbeitsschichten Urlaub nimmt, kann das resultierende Urlaubsentgelt je nach Schichtlänge an verschiedenen Tagen unterschiedlich hoch ausfallen.

            Im Ausgangsbeispiel:

            An den Urlaubstagen wird der Zeitsaldo auf "Null" gesetzt und die Stunden als Urlaubsentgelt gezahlt, die planmäßig an diesem Tag zu arbeiten gewesen wären. In Summe kann sich dadurch eigentlich kein höherer Stundenwert ergeben als ohne Urlaub.

            Gruß,
            werner

            Bei uns wird das Urlaubsentgeld mittels der durchschnittlich gearbeiteten Zeit berechnet.
            Wenn eine Person also 50% der Zeit 4h pro Tag und 50% der Zeit 8hpro Tag arbeitet, dann wird jeder Tag mit (4h * 50% + 8h * 50%) = 6h
            bewertet.
            Durch diesen Fall kommt der Werkstudent, wenn er seinen Urlaub nimmt, auf über 20h, wenn man Urlaub mit Arbeitszeit gleichsetzt.
            Ich denke es ist ein problem der typendefinition -> wenn arbeitszeit ein apfel ist, ist urlaub dann auch ein apfel oder eine birne?

            Stand jetzt wäre es nämlich so, das durch die 20h Regelung bei Werkstudenten der Wert eines Urlaubstages (negativ) beeinflusst wird, da nicht die volle Höhe des Wertes eines Tages zur Berechnung des Urlaubsentgeltes angesetzt werden können, sondern nur soviel bis die 20h voll sind.
            Effektiv bekommt der Werkstudent weniger ausgezahlt, als er bekommen müsste.

            Kann ich das mit dem Saldo so verstehen,
            dass wenn der Werkstudent sagen wir 10h in dieser Woche gearbeitet hat, dann 2 Tage Urlaub nimmt, welche in der Berechnung des Urlaubsentgeld jeweils mit 8h bewertet werden, zur Berechnung des Gesamtbetrags aus Gehalt + Urlaubsentgeld, sowohl die Arbeitszeit als auch die Urlaubszeit herangezogen werden.
            Die Prüfung, ob die 20h Regel für Werkstudenten eingehalten wurden, allerdings nur die 10h anguckt?

            Sozusagen 26h bezahlt, 10h gearbeitet?

            Kommentar


            • #7
              Zitat von Andre L. Beitrag anzeigen
              Bei uns wird das Urlaubsentgeld mittels der durchschnittlich gearbeiteten Zeit berechnet.
              Wenn eine Person also 50% der Zeit 4h pro Tag und 50% der Zeit 8hpro Tag arbeitet, dann wird jeder Tag mit (4h * 50% + 8h * 50%) = 6h
              bewertet.
              Das ist - ausgehend von festgelegten Arbeitszeiten pro Arbeitstag - falsch.

              Es ist jeder Tag einzeln zu betrachten. Bei einer kompletten Woche Urlaub spielt das am Ende keine Rolle, bei einzelnen Urlaubstagen aber sehr wohl. Sonst könnte sich beispielsweise durch Urlaubstage am Vier-Stunden-Tag (in deinem Beispiel) ein Minussaldo ergeben, der trotz Urlaub nachzuarbeiten wäre.

              dass wenn der Werkstudent sagen wir 10h in dieser Woche gearbeitet hat, dann 2 Tage Urlaub nimmt,
              Das verstehe ich nun so, dass dein Werkstudent also pro Woche eine Stundenzahl erbringen muss, aber weder die Zahl der Arbeitstage noch die Stundenzahl pro Tag geregelt ist? Du hast also die Freiheit, ob du beispielsweise von Montag bis Freitag jeweils vier Stunden arbeitest oder am Montag und Dienstag jeweils zehn Stunden und dann fertig bist?

              Wenn dem so wäre, könnten wir uns jede weitere Diskussion sparen - weil die ergebnislos verlaufen würde. Der Urlaubsanspruch, also die Zahl der verfügbaren Urlaubstage, ist immer an die im voraus festgelegte Zahl der Arbeitstage gekoppelt.Jede andere Vorgehensweise ist ein Notbehelf ohne Grundlage.
              Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
              Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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              • #8
                Für den SV-Status sind die 20 Stunden ohnehin mit einigen Ausnahmen anzuwenden, siehe:
                Werkstudenten.pdf (vdek.com)
                S. 14 ff.

                E.D.

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