Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Verhaltensbedingte Kündigung Kündigungsschutzklage gewonnen ALG1 Rückwirkend, Lohn Nachzahlung Zuviel genommener urlaub

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Verhaltensbedingte Kündigung Kündigungsschutzklage gewonnen ALG1 Rückwirkend, Lohn Nachzahlung Zuviel genommener urlaub

    Hallo zusammen,

    nachdem ich nun meine Kündigungsschutzklage gewonnen habe und die Verhaltensbedingte Kündigung zu einer Betriebsbedingten Kündigung umgewandelt wird stellen sich mir nun einige Fragen.

    Ich wurde nun statt zum 15.7, zum 15.8 gekündigt.
    Die ALG 1 Sperre läuft ab dem 15.7 bis zum 15.10.2021 aufgrund der ehemaligen Verhaltensbedingten Kündigung.
    Jetzt würde mich interessieren ob ich mein ALG1 nachgezahlt bekomme da die Kündigung ja nicht rechtens war und jetzt eine Betriebsbedingte Kündigung geworden ist, falls ja für wieviele Monate ?

    Der AG muss mir nun meinen Lohn vom 15.7 bis zum 15.8 zzgl einer Abfindung zahlen, wird dies auf mein ALG 1 angerechnet?

    Zudem hatte mir der AG in der ehemaligen Abrechnung für den Monat Juli Zuviel genommene Urlaubstage abgezogen vom Lohn, das müsste ich ja nun auch zurückbekommen da ich ja theoretisch 1 Monat länger im Arbeitsverhältnis war, richtig?
    Bei 30 Tagen pro Jahr, habe ich 20 genommen bis zum 15.7 wovon aber 4 zu viel waren und vom Lohn abgezogen wurden, somit müssten mir ja nun durch die Verlängerung der Kündigungsfrist 2,5 Tage wieder gutgeschrieben werden richtig ?

    Meine letzte Frage wäre zu wann die Auszahlung beider Beträge (Lohn & Abfindung) fällig ist wenn im Verfahren kein genaues Datum genannt wurde.
    Und werden Lohn und Abfindung separat überwiesen ?

    Danke im voraus für die Antworten
    Mit freundlichen Grüßen

  • #2
    Warst du anwaltlich vertreten?

    Diese Fragen hätte ich zumindest versucht ins Urteil rein zu bekommen. Sich das hinterher zu fragen ist halt immer so ne Sache.

    Also:

    Urlaub: Steht im Vertrag denn irgendwas drin, dass bei Ausscheiden / Kündigung in dem Jahr der Urlaub nur anteiligt gewährt wird? Falls nicht stehen dir die kompletten 30 Tage zu, (nur wie gesagt das hätte man dann vor Gericht schon thematisieren können und ins Urteil reinschreiben, sonst muss man jetzt im Zweifel nochmal klagen).

    Das Gehalt und Urlaubsvergütung ist fällig (gewesen) am 15.8.. Klar damals war das nicht klar aber damit ist das Geld im Grunde unmittelbar fällig, zumindest wenn das Urteil rechtskräftig ist.

    Abfindung, wieder so ne Sache. Das hätte man ins Urteil reinschreiben können, z.b. "unmittelbar" oder zum 1.10. oder was weiß ich.

    https://www.haufe.de/personal/haufe-..._HI568171.html

    Da steht auch die Abfindung wäre wohl wenn nichts anderes vereinbart ist bei Ausscheiden fällig. Also im Grunde auch jetzt direkt.

    Arbeitslosengeld: Wie hoch ist denn die Abfindung, in Bezug zu den Arbeitsjahren. Also z.b. 1/2 Gehalt pro Jahr oder 1 oder 2 Gehälter pro Jahr Betriebszugehörigkeit?

    Ob Lohn und Abfindung separat überwiesen werden weiß ich nicht und auch nicht ob es dazu überhaupt gesetzliche Vorgaben gibt.

    Kommentar


    • #3
      Es gibt für die Zeit natürlich nicht AlG 1 und Gehalt gleichzeitig. Eigentlich wird die Gehaltsnachzahlung gekürzt und ein Teil an die Bundesagentur gezahlt. Da aber wegen Sperrzeit gar kein AlG 1 gezahlt wurde, ist auch keines zu erstatten (für diese Zeit).

      Es klingt sehr danach, als wurde nicht die Klage per Urteil gewonnen, sondern ein Vergleich geschlossen. Dann wäre es zumindest oft üblich, dass damit alle Fragen erledigt sind und keine sonstigen Ansprüche mehr bestehen - muss man eben nachsehen im Text.

      E.D.

      Kommentar


      • #4
        Ja es wurde tatsächlich ein Vergleich geschlossen, indem wie bereits erwähnt eine Abrechnungskorrektur und somit vermutlich eine Lohnnachzahlung für den Zeitraum vom 15.07 bis zu, 15.08.2021 sowie eine Abfindung vereinbart wurden.

        Das es kein ALG 1 und Lohn gleichzeitig gibt, ist mit klar. Was ist aber mit der Zeit nach dem 15.08.2021? Wird dann bis heute das ALG 1 rückwirkend bezahlt?

        Und die Abfindung ist ein 0,5 Monatsgehalt.

        Klar hätte man das alles beim Gericht erfragen können, jedoch war ich da so aufgebracht und nervös das ich nur noch froh war dort wieder raus zu sein.

        Kommentar


        • #5
          Zitat von eggrr Beitrag anzeigen

          Das es kein ALG 1 und Lohn gleichzeitig gibt, ist mit klar. Was ist aber mit der Zeit nach dem 15.08.2021? Wird dann bis heute das ALG 1 rückwirkend bezahlt?

          Und die Abfindung ist ein 0,5 Monatsgehalt.
          Dann ist die Abfindung in meinen Augen nicht schädlich und führt zu keiner Sperre mehr. Also bekommst du das ALG 1 meiner Meinung nach nachgezahlt.

          Zitat von eggrr Beitrag anzeigen

          Klar hätte man das alles beim Gericht erfragen können, jedoch war ich da so aufgebracht und nervös das ich nur noch froh war dort wieder raus zu sein.
          Auch deshalb hat man z.b. einen Anwalt oder ist von der Gewerkschaft vertreten, die sind nämlich unemotional.
          Und solche Dinge nicht zu klären kann zu viel Geldverlust führen oder zu neuem Ärger mit neuem Prozess.
          Habt ihr die Zeugnisfrage z.b. geklärt, bzw. hast du schon ein ensprechend gutes Zeugnis?

          Überleg dir für die Zukunft in die Gewerkschaft einzutreten oder einen Rechtschutzversicherung abzuschließen.

          Kommentar


          • #6
            Die Richterin meinte sinngemäß, dass man mir ein gutes Endzeugnis ausstellen solle, eine Kündigung zum 15.8.2021 die Betriebsbedingt ist und eine korrigierte Lohnabrechnung von 15.07 bis zum 15.08 sowie die Abfindung zahlen solle.

            Ich denke ich gedulde mich nun bis Ende nächster Woche und schicke dann eine Zahlungsaufforderung mit einer Frist von 2 Wochen an meinen AG, oder sollte man sowas lieber lassen?

            Kommentar


            • #7
              Zitat von eggrr Beitrag anzeigen
              Die Richterin meinte sinngemäß, dass man mir ein gutes Endzeugnis ausstellen solle, eine Kündigung zum 15.8.2021 die Betriebsbedingt ist und eine korrigierte Lohnabrechnung von 15.07 bis zum 15.08 sowie die Abfindung zahlen solle.

              Ich denke ich gedulde mich nun bis Ende nächster Woche und schicke dann eine Zahlungsaufforderung mit einer Frist von 2 Wochen an meinen AG, oder sollte man sowas lieber lassen?
              Hallo,

              die Richterin hat den Vergleichstext sicherlich wörtlich vorgelesen und sowohl du als auch dein Arbeitgeber haben bestätigt, dass sie damit einverstanden sind.

              Der Text wird beiden Seiten demnächst schriftlich zugehen. Erst danach wird die Zahlung fällig.

              Die Arbeitsbescheinigung, die dein AG für die Arbeitsagentur ausgestellt hat, muss entweder von ihm berichtigt werden, oder du legst dort den schriftlichen Vergleich vor. Vorher wird die Sperrfrist nicht aufgehoben.

              Gruß,
              werner
              Zuletzt geändert von werner h.; 02.10.2021, 22:31.
              Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
              Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

              Kommentar


              • #8
                Die Arbeitsagentur ist allerdings nicht verpflichtet, der Angabe aus dem Vergleich zu folgen, denn das ist eine rein zivilrechtliche Vereinbarung, die Dritte nicht bindet. Darauf weist die Bundesagentur in den fachlichen Weisungen 159.1.1.1 (1) auch ausdrücklich hin. Sollten also aus dem bisherigen Verfahren weiterhin Umstände bekannt sein, die auf einen Sperrzeitgrund hinweisen, kann die Arbeitsagentur weiter ermitteln.

                E.D.

                Kommentar


                • #9
                  Zitat von werner h. Beitrag anzeigen

                  Der Text wird beiden Seiten demnächst schriftlich zugehen. Erst danach wird die Zahlung fällig.
                  Das heißt unterm Strich, ich kann dem AG noch keine Zahlungsfrist zukommen lassen? Sondern erst nachdem das Protokoll vom Gericht angekommen ist?

                  Kommentar

                  Ad Widget rechts

                  Einklappen

                  Google

                  Einklappen
                  Lädt...
                  X