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Mail-Datenexport von Arbeitsmails?

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  • Mail-Datenexport von Arbeitsmails?

    Hypothetischer Fall:

    Eine Bekannte scheidet aus dem Unternehmen aus. Über ihre Mailadresse hat sie intern wie extern über Jahre kommuniziert, der Mailaccount wird vom Unternehmen zentral administriert.

    Im Tran hat sie einen Datenexport über all ihre Mails gestartet. Das ist auch im Account einsehbar. Kurz danach hat sie aber Angst bekommen, ob sie das überhaupt darf (Datenschutz etc.), und die Daten nicht heruntergeladen.

    Wie bewertet ihr das: Besteht hierin schon eine strafbare Handlung?

    LG

  • #2
    Zitat von Alice_im_Wunderland Beitrag anzeigen
    Hypothetischer Fall:

    Eine Bekannte scheidet aus dem Unternehmen aus. Über ihre Mailadresse hat sie intern wie extern über Jahre kommuniziert, der Mailaccount wird vom Unternehmen zentral administriert.

    Im Tran hat sie einen Datenexport über all ihre Mails gestartet. Das ist auch im Account einsehbar. Kurz danach hat sie aber Angst bekommen, ob sie das überhaupt darf (Datenschutz etc.), und die Daten nicht heruntergeladen.

    Wie bewertet ihr das: Besteht hierin schon eine strafbare Handlung?
    Hallo,

    wohin hat sie diese hypothetischen Daten denn exportiert? Auf ein anderes Mailkonto innerhalb der Firma, um z.B. den zurückbleibenden Kolleg*innen die Einsicht in Arbeitsunterlagen zu gewähren? Oder auf eine externe Adresse, um beispielsweise privat bzw. beim künftigen Arbeitgeber Zugriff zu haben?

    Gruß,
    werner
    Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
    Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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    • #3
      Hallo!

      Das scheint offen zu sein. Aktuell ist es so dass die Sicherungskopie nicht heruntergeladen wurde. Sie ist nur vom Mailprovider angefertigt worden und liegt 7 Tage zum Download bereit.

      ​​​​​​LG

      Kommentar


      • #4
        Die hypothetische Mail mit dem Downloadlink ging an die Arbeitsadresse der Mitarbeiterin, nicht an eine private Adresse.

        Kommentar


        • #5
          Es gibt ziemlich viele Straf- und Bußgeldvorschriften in Zusammenhang mit Datenschutz, und strafbar könnte auch schon der Versuch sein. Das wird auch davon abhängen, um welche Inhalte es geht (z.B. personenbezogene Daten, Berufsgeheimnis, Betriebsgeheimnisse usw.). Aber das hier ist ein Forum für Arbeitsrecht, nicht für Strafrecht.

          Arbeitsrechtlich wäre eine Abmahnung naheliegend, je nach Schwere des Falles eine verhaltensbedingte ordentliche oder außerordentliche Kündigung. Letzteres dann, wenn dem Arbeitgeber nicht mehr zumutbar ist, die Angestellte weiter zu beschäftigen, wobei auch die Pflichten des Arbeitgebers gegenüber Dritten (z.B. Kunden und Kollegen) zu beachten sind und die Frage, ob ein Einsatz ohne Zugang zu geschützten Daten möglich wäre. Ebenso ist relevant, ob die Mitarbeiterin ausreichend belehrt wurde vorher.

          E.D.






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          • #6
            Zitat von Alice_im_Wunderland Beitrag anzeigen
            Eine Bekannte scheidet aus dem Unternehmen aus. ... Im Tran hat sie einen Datenexport über all ihre Mails gestartet.
            Da kann der AG froh sein, dass er eine solche Trantüte ohne weitere Anstrengung los wird. Aber ehrlich: "Im Tran" ist das nicht geschehen. Wer die Ahnung hat, wie man einen solchen Datenexport anstößt (da wären viele überfordert, wenn ihnen das aufgetragen wäre), tut das nicht unüberlegt.

            Zitat von Alice_im_Wunderland Beitrag anzeigen
            Das scheint offen zu sein. Aktuell ist es so dass die Sicherungskopie nicht heruntergeladen wurde. Sie ist nur vom Mailprovider angefertigt worden und liegt 7 Tage zum Download bereit.
            Vor der Einleitung weiterer Maßnahmen wäre meiner Meinung nach erst eine Sachverhaltsaufklärung nötig. Wie E.D. bereits gesagt hat, können wir uns hier im Forum allenfalls auf die arbeitsrechtlichen Aspekte beziehen.

            Zitat von Alice_im_Wunderland Beitrag anzeigen
            Die hypothetische Mail mit dem Downloadlink ging an die Arbeitsadresse der Mitarbeiterin, nicht an eine private Adresse.
            Das scheint ein Indiz dafür zu sein, dass keine private/außerbetriebliche Verwendung vorgesehen war. Wenn deine Bekannte ruhigen Gewissens sagt, dass sie lediglich die Inhalte für den Betrieb sichern wollte, bevor der Account gelöscht wird, kann ihr vermutlich niemand das Gegenteil beweisen.
            Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
            Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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