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Betriebsbedingte Kündigung - einige Frage zum weiteren Ablauf

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  • #16
    Zitat von Chains Beitrag anzeigen
    So würde ich es nun formulieren...
    Das klingt doch soweit sehr gut und umgänglich. Auf einen Zeilenabstand 1,5 hast du allerdings keinen Anspruch - es sei denn, die Arbeitszeugnisse deiner Firma wären immer mit 1,5 und ein anderer Abstand würde im allgemeinen Ansehen bekanntermaßen als Abwertung gelten.

    Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
    Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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    • #17
      Hier der Entwurf des Zwischenzeugnisses.

      Ich freue mich wenn ihr es euch mal durchlest.

      https://justpaste.it/7f5bb

      Ist alles okay ? Habe ich was vergessen ?

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      • #18
        Das Zeugnis ist ne 1+

        Die einzige Kritik die man geben kann ist, dass es fast schon zu gut ist.

        Das liest sich als ob der AG gezwungen wurde ein sehr gutes Zeugnis zu geben, inbesondere dass in jedem Satz "stets" steht. Das liest sich holprig.

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        • #19
          Zitat von matthias Beitrag anzeigen
          Das liest sich als ob der AG gezwungen wurde ein sehr gutes Zeugnis zu geben,
          Ein Zwang zu einem "sehr guten" Zeugnis ist eher ungewöhnlich - daher würde ich als unvoreingenommener Leser vermutlich nicht auf eine solche Idee kommen.

          inbesondere dass in jedem Satz "stets" steht. Das liest sich holprig.
          In der Tat - das eine oder andere "stets" lässt sich durch "immer", "jederzeit" oder andere Wörter ersetzen.

          Den Wunsch am Schluss auf eine "noch lange währende ... Zusammenarbeit" würde ich - mit Blick durch die Arbeitgeberbrille - nicht unterschreiben, wenn das Ende des Arbeitsverhältnisses bereits feststeht. Auch mit der Vereinbarung eines sehr guten Zeugnisses empfinde ich das als unangemessen. Wenn der AG das so unterzeichnet, ist es natürlich gut. Aber zwingen kannst du ihn dazu nicht.

          Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
          Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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          • #20
            Der Arbeitgeber rückt die gewünschten Dokumente, also Zeugnisse und Dokumente für die Arbeitsagentur nicht raus. Es sind schon ca. 2 Wochen, nach meiner Bitte, um die Dokumente zu bekommen, vergangen. Die Sekretärin behauptet, dass sie noch keine Post vom Arbeitsgericht bekommen hat.

            1) Ist das ein Trick oder was haben die vor ?

            Das was nach der Widerrufsfrist (die nur der AN im Gütetermin bekommen hat) beschlossen wurde ist doch nun verpflichtend: AG muss Zeugnisse aushändigen und Abfindung zahlen.
            1.2 ) Das der Brief "verschwunden" ist tut nichts zur Sache, oder ?

            2) Wann kann der AN mit der Abfindung rechnen; mit dem letzten Monatsgehalt ?


            Da war ich dann vielleicht zu gutgläubig. Vielleicht hätte ich nach dem Gütetermin - so wie oben beschrieben - doch die Dokumente bis zum Ablauf der Widerrufsfrist verlangen sollen. Denn einen Kammertermin wollten die auf keinen Fall haben.

            3) Meint ihr das die Abfindung zu hoch ist und deswegen ist der AG verärgert ? Mein Vorschlag war 3 Gehälter. Daraufhin haben die sich (nach Bitte um Erlaubnis beim Richter) nochmals draußen beraten, kamen dann rein und meinten, dass sie den Vorschlag akzeptieren können.

            Bei einer Beschäftigungszeit von 4 Jahren, sind 3 Gehälter doch okay. Die Gier des Menschen führt dazu, dass man immer mehr möchte, aber man muss seine Gier unter Kontrolle haben und nach vorne schauen.
            Zuletzt geändert von Chains; 04.12.2021, 15:26.

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            • #21
              Zitat von Chains Beitrag anzeigen
              Die Sekretärin behauptet, dass sie noch keine Post vom Arbeitsgericht bekommen hat.
              Wann hast du selbst die Post mit der Ausfertigung des Vergleichs bekommen?

              1) Ist das ein Trick oder was haben die vor ?
              Wenn die Sekretärin tatsächlich noch nichts bekommen hat, geht sie natürlich auf Nummer Sicher. Sie wird nichts auf Zuruf tun, sondern erst, wenn ihr die Unterlagen vorliegen.

              1.2 ) Das der Brief "verschwunden" ist tut nichts zur Sache, oder ?
              Wie gesagt: Wenn er nichts in der Hand hat, kann er auch nichts tun. Es sei denn, die Zustellung ist nachweisbar erfolgt.

              2) Wann kann der AN mit der Abfindung rechnen; mit dem letzten Monatsgehalt ?
              Die Abfindung ist mit Beendigung des Arbeitsverhältnisses fällig (also spätestens am Austrittstag), sofern nichts anderes vereinbart wurde.

              Da war ich dann vielleicht zu gutgläubig. Vielleicht hätte ich nach dem Gütetermin - so wie oben beschrieben - doch die Dokumente bis zum Ablauf der Widerrufsfrist verlangen sollen.
              Warum hätte sich der AG darauf einlassen sollen? Dann hätte er im Falle eines Widerrufs alle Möglichkeiten aus der Hand gegeben.

              3) Meint ihr das die Abfindung zu hoch ist und deswegen ist der AG verärgert ?
              Er hat sich im Vergleich darauf eingelassen. Nur das zählt. Ob er sich darüber ärgert oder nicht, spielt keine Rolle.

              Bei einer Beschäftigungszeit von 4 Jahren, sind 3 Gehälter doch okay.
              Laut der "Faustformel" (halbes Gehalt pro Beschäftigungsjahr) hätten sich zwei Monatsgehälter ergeben. Aber das variiert je nach Prozessrisiko in die eine oder andere Richtung. In deinem Fall hatte dein AG offensichtlich das sehr viel höhere Risiko, weshalb er sich auf die drei Gehälter eingelassen hat. Für dich ist das ein schönes Ergebnis.
              Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
              Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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              • #22
                Besten Dank werner h

                Deine Antworten sind einfach klasse!

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                • #23
                  Nun noch eine Frage zum ALG1-Antrag.

                  Nach Vergleich muss der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer eine Abfindung zahlen.

                  Bei dem Antrag des ALG1 kommt folgendes

                  Erhalten Sie noch Zahlungen von ehemaligen Arbeitgebern für Zeiten nach Ihrem Ausscheiden (z. B. Urlaubsabgeltung oder Entlassungsentschädigung) oder erheben Sie solche Ansprüche (siehe Merkblatt 1 Abschnitt 7.2 PDF)?

                  Entlassungsentschädigung ist u.A. auch Abfindung.

                  Nur diese bekommt der AN doch noch innerhalb der Beschäftigungszeit mit dem letzten Gehalt zusammen. Also ist das trotzdem so zu verstehen, dass es für die Zeit nach dem Ausscheiden ist ? Im Vergleich steht "für den Verlust des Arbeitsplatzes zahlt Beklagte dem Kläger eine Abfindung in Höhe von x gemäß §§9,10KSchG"

                  Die Abfindung dürfte doch normalerweise nicht mit dem ALG1 verrechnet werden, da keine Verkürzung der Beschäftigungszeit stattgefunden hat bzw. die Kündigungsfrist nach Arbeitsvertrag eingehalten wurde.

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                  • #24
                    Zitat von Chains Beitrag anzeigen
                    Erhalten Sie noch Zahlungen von ehemaligen Arbeitgebern für Zeiten nach Ihrem Ausscheiden (z. B. Urlaubsabgeltung oder Entlassungsentschädigung) oder erheben Sie solche Ansprüche (siehe Merkblatt 1 Abschnitt 7.2 PDF)?
                    Hast du den Abschnitt 7.2 des Merkblatts gelesen? Dort steht:

                    "Auch wenn Sie eine Entlassungsentschädigung (Abfindung, Entschädigung oder ähnliche Leistung) er­halten, ruht Ihr Leistungsanspruch für eine bestimmte Zeit, wenn Sie unkündbar waren oder die arbeitgeber­seitige Kündigungsfrist nicht eingehalten worden ist; Einzelheiten hierzu enthält das Merkblatt 17."

                    Du warst, soweit ich das aus dem bisherigen Verlauf entnehmen konnte, weder unkündbar noch wurde die Kündigungsfrist nicht eingehalten. Also ist alles in Ordnung, die Abfindung wird nicht angerechnet.

                    Im Vergleich steht "für den Verlust des Arbeitsplatzes zahlt Beklagte dem Kläger eine Abfindung in Höhe von x gemäß §§9,10KSchG"
                    Das ist die entscheidende Klausel. Du bekommst die Abfindung für den Verlust des Arbeitsplatzes und nicht zur Abgeltung von Urlaubsansprüchen oder zum Ausgleich für verkürzte Kündigungsfristen.
                    Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
                    Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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