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    Unser Abteilungsleiter ist seit ca. einem 3/4 Jahr arbeitsunfähig. Um sichtbar zu machen, dass es aufgrund dessen in der Abteilung personelle Engpässe gibt, hat sein Vertreter nun auf der Website unter Team beim Namen des Abtl.-Leiters "z.Zt. erkrankt" hinzugefügt. Es hanldet sich hier um das WWW, nicht um ein Intranet o.*. Auch gab es dazu keine Rücksprache bzw. Einwilligung des Erkrankten. Ist eine solche Veröffentlichung arbeitsrechtlich zulässig?
    Zuletzt geändert von forumadmin; 29.07.2021, 10:24. Grund: Titel geändert

  • #2
    Zitat von Friedel.24 Beitrag anzeigen
    Ist eine solche Veröffentlichung arbeitsrechtlich zulässig?
    Hallo,

    das ist nur mittelbar eine arbeitsrechtliche, sondern vielmehr eine datenschutzrechtliche Frage. Die Antwort liegt auf der Hand und lautet höchstwahrscheinlich "Nein".

    Bei einer Information der Öffentlichkeit über die krankheitsbedingte Abwesenheit ist zunächst zu klären, ob es besondere Rechtfertigungstatbeständ e für diese Information gibt. Das wären in erster Linie gesetzliche Gründe (fallen mir dazu keine ein) oder vielleicht auch ein besonderes öffentliches Interesse. Da es sich jedoch lediglich um den Abteilungsleiter irgend einer Firma und nicht um die Bundeskanzlerin handelt, wäre dieses öffentliche Interesse ebenfalls zu verneinen.

    Kurzum: Was der Stellvertreter da macht, scheint ein eklatanter Datenschutzverstoß zu sein.

    Hat er diese Änderung selbstständig eingetragen? Kann auf eure Website jede*r schreiben, was er*sie will? Oder hat er sich dazu mit der Öffentlichkeitsarbeit oder der Geschäftsführung abgesprochen und die haben das abgenickt?

    Wenn dein AL-Vertreter einsichtig ist, sollte er das ganz schnell und dezent wieder ändern.

    Ganz unabhängig von der Datenschutzfrage: Was ist das denn für einen Außenwirkung, wenn eine Firma im eigenen Internetauftritt bekannt gibt, dass sie nicht leistungsfähig ist? "Lieber Kunde, gebe uns bitte keinen Auftrag" ...

    Gruß,
    werner

    Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
    Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

    Kommentar


    • #3
      Vielen Dank. Das war eine sehr eindeutige und sehr hilfreiche Antwort. Damit sind meine Bedenken und Argumente mehr als untermauert.

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