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Krankheitsbedingte Kündigung zu erwarten! Wie verhalten?

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  • Krankheitsbedingte Kündigung zu erwarten! Wie verhalten?

    Hallo zusammen!

    Ich bin seid dem Februar 17 Angestellter, in einem Unternehmen mit ca. 300 Angestellten tätig.
    Bin leider seid 16 Monaten arbeitsunfähig, stehe die ganze Zeit im Kontakt mit Vorgesetzten & Personalabteilung.
    Beiderseits wurde sich darauf geeinigt auf ein BEM Gespräch vorerst zu verzichten solange eine genaue Diagnose aussteht.
    Nach unzähligen Arztbesuchen, Untersuchungen und Operationen bin ich leider noch immer am Anfang und ohne handfeste Diagnose.
    Somit kann ich nicht abschätzen ab wann ich meiner Tätigkeit im Unternehmen wieder nachkommen kann.
    Nun wurde mir vom Betriebsrat mitgeteilt ,dass ein nicht teilnehmen am BEM Gespräch die Krankheitsbedingte Kündigung mit sich zieht.
    Da die Aussteuerung bald ansteht und ich zeitnah eine Reha wahrnehmen kann ( letzte Hoffnung bezogen auf den Gesundheitszustand) tun sich folgende Fragen auf.
    Sollte ich die Kündigung hinnehmen unabhängig davon ob der Verbleib im Unternehmen von mir von Interesse ist?
    Wie stehe meine Chancen auf ein bestmögliches Arbeitszeugnis und die verbleibenden zu vergütenden Urlaubstage?
    Besteht eine realistische Chance auf eine Abfindung mit oder ohne Teilnahme an einem BEM Gespräch?
    Ist davon auszugehen, dass der AG mir nach der Austeuerung kündigt um eventuell nach Teilnahme am BEM Gespräch meine Verhandlungsposition zu stärken?
    Habe auch um Juristischen rat gebeten jedoch habe ich noch nichts Handfestes um die beste Entscheidung zu treffen.
    Wenn Interesse besteht das Arbeitsverhältnis aufrecht zu erhalten sollte ich ein BEM Gespräch wahrnehmen etc... jedoch weiß ich nicht was auf mich zukommt beim Verbleib im Unternehmen sowie beim Verlust des Arbeitsplatzes. Klar muss ich mich arbeitssuchend melden und klar besteht vielleicht auch die Möglichkeit mich zu versetzen wenn nötig.
    Doch um das Ganze zusammen zu fassen wird der Komplette Vorfall einen bitteren Beigeschmack mit sich bringen bezogen auf das Arbeitsverhältnis. Somit ist ein ausscheiden aus dem Unternehmen aus meiner Sicht nicht optimal aber Ok vorausgesetzt ich bekomme ein gutes Arbeitszeugnis und meine Urlaubstage werden vergütet. Um meinen Gesundheitszustand nicht unnötig weiter zu belasten, wäre es natürlich super, zu einer außergerichtlichen Einigung zu kommen, jedoch weiß ich nicht wie ich mich in meinem Fall zu verhalten habe, um erwähntes zu erreichen. Vielleicht kann mir hier ja jemand weiterhelfen.

    Vielen Dank im Voraus

    MfG


  • #2
    Das sind viele Gedanken, was verständlich ist.

    Um das mal einzuordnen: Eine Abfindung kann man in meinen Augen vergessen, wieso sollte der AG eine zahlen er hat nichts davon. Es zahlt für dich ja auch schon lange nichts mehr.

    Das hat aber auch den Vorteil, dass der Druck für den AG dir zu kündigen nicht groß ist. Dazu hat auch er eine Prozessrisiko, wenn er dir kündigt. Also ich vermute der AG wird zeitnah einfach nichts machen und abwarten.

    Wurde denn mit der Personalabteilung abgesprochen aktuell kein BEM Gespräch zu machen? Falls ja verstehe ich nicht, wieso dir dann daraus Nachteile erwachsen sollten? Hat der BR denn da konkrete Hinweise aus der Personalabteilung oder ist das nur allgem. so, dass bei abgesagten BEM Gesprächen die Kündigung droht?

    Eine Kündigung wenn sie jetzt in den nächsten Wochen oder Monaten käme, würde ich allerdings nicht hinnehmen.

    Auf der anderen Seite muss man für sich aber auch ehrlich klar machen was man will. Ob man sich überhaupt vorstellen kann, auch im Bezug auf den körperlichen Zustand, ob man da überhaupt noch arbeiten kann. Auch mal schauen was könnte man anderes machen. Evtl. mal den BR fragen ob es solche anderen Stellen gibt.

    Bei den Urlaubstagen hast du den entsprechenden Anspruch, das ist in meinen Augen nicht Teil einer Verhandlungsmasse.

    Fazit: Ich würde jetzt erstmal Diagnose und Reha abwarten und dann kann man doch etwas klarer sehen was überhaupt geht.

    Kannst du evtl. einen Antrag auf Schwerbehinderung stellen?

    Kommentar


    • #3
      Erstmal, Danke für die schnelle Antwort!
      Sorry, bin wohl etwas aufgedreht, durch meine gesamt Situation.
      Also, solange keine ausreichende Diagnose vorhanden ist, bin ich mit der Personalabteilung und dem BR so verblieben, dass es erst Sinn macht ein BEM Gespräch zu führen nachdem man weiß wie es Gesundheitlich aussieht.
      Allerdings, hat sich die Meinung der Personalabteilung in der Zwischenzeit geändert, denn diese hat den BR damit beauftragt mir mitzuteilen, dass BEM Gespräch wahr zu nehmen ansonsten würde man mir eine krankheitsbedingte Kündigung aussprechen. Also war mein Gedankengang, BEM mitnehmen um eventuelle Ansprüche (Arbeitszeugnis,mögliche Abfindung, Urlaubstage etc.) Oder Kündigung akzeptieren und mich nach der Reha etc. neu orientieren.
      Warum würdest du die Kündigung nicht akzeptieren? Und welche Möglichkeiten bleiben mir Kündigungsschutzklage zum einen um auf Wiedereinstellung zu klagen? Alternativ?
      Ob ich in der Firma, meine alte oder eine andere Tätigkeit ausüben kann, weiß ich jetzt nicht. Denn die Reha ist für mich richtungsweisend bezogen auf meine gesundheitliche Zukunft. Der BR hatte mir gesagt, dass es mit Sicherheit eine Möglichkeit gibt, mich zu versetzen. Jedoch kann ich Stand jetzt, einfach keine verlässliche Zusage, bezogen auf meine Arbeitskraft machen.
      Wenigstens sind die Urlaubstage soweit gesichert, dass heißt im schlimmsten Fall habe ich Anspruch auf ein angemessenes Arbeitszeugnis und auf den Resturlaub, verstehe ich das richtig? Ich denke der Antrag auf Schwerbehinderung kann frühestens nach der Reha gestellt werden. Aber da muss ich mich mit meiner Krankenkasse auseinandersetzten um genaueres zu erfahren.

      Kommentar


      • #4
        Hallo,

        dass mit der bevorstehenden Reha eine Abklärung des Krankheitsbildes und der künftigen Einsatzmöglichkeiten verbunden ist, wäre doch eine Prognose, die du deinem Arbeitgeber im Rahmen des BEM positiv mitteilen könntest. In diesem Sinne würde ich das BEM-Angebot annehmen, dort hoffnungsvoll auf die bevorstehende Reha verweisen und dem AG dadurch die drohende krankheitsbedingte Kündigung entsprechend erschweren.

        Wenn du aus einer erfolgreich verlaufenden Reha zurückkehrst und im Betrieb wieder eingegliedert werden kannst (auf der alten oder einer neuen Stelle), ist alles gut geworden. Das ist eine Option, die du nicht vorschnell aus der Hand geben solltest.

        Gruß,
        werner
        Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
        Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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