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AG stellt unbezahlt frei

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  • AG stellt unbezahlt frei

    Hallo zusammen,
    ich brauche mal etwas Rat.
    ich habe bei meinem Arbeitgeber zum 30.6 gekündigt.
    jetzt bin ich krank und habe dementsprechend eine Krankmeldung vom Arzt erhalten. Gerade klingelt mein Telefon und der Chef sagte mir ich werde absofort unbezahlt freigestellt.
    kann dieser das einfach so machen ?
    viele Grüße

  • #2
    Nein. Aber er vermutet wohl Betrug hinter der Arbeitsunfähigkeitsmeldun g. Aber grundsätzlich wird man die Bezahlung vor Gericht wohl durchsetzen können.

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    • #3
      Zitat von LarsT Beitrag anzeigen
      Nein. Aber er vermutet wohl Betrug hinter der Arbeitsunfähigkeitsmeldun g.
      Das geht aber so einfach nicht über Vermutungen. Wenn müsste er den medizinischen Dienst der Krankenkasse beauftragen die AU zu prüfen.

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      • #4
        Das macht die Krankenkasse dem Arbeitgeber ziemlich schnell klar, wenn man nun Krankengeld beantragt. Der Anspruch darauf besteht auch schon in den ersten 6 Wochen, nur ruht er dann üblicher Weise weil das tatsächlich gezahlte Gehalt höher ist. Wenn aber keines gezahlt wird, muss die Krankenkasse früher leisten und holt es sich vom Arbeitgeber zurück (dann muss man nur noch die Differenz einklagen) - oder macht ihm eben klar, dass er zahlen muss.

        E.D.

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        • #5
          Zitat von E.D. Beitrag anzeigen
          Wenn aber keines gezahlt wird, muss die Krankenkasse früher leisten und holt es sich vom Arbeitgeber zurück (dann muss man nur noch die Differenz einklagen) - oder macht ihm eben klar, dass er zahlen muss.
          Hallo,

          zuerst wird die Krankenkasse versuchen, den Ball an den*die Arbeitnehmer*in zurückzuspielen. Sie wird "Andyfn123" mitteilen, dass der AG zahlungspflichtig ist - und ohne schriftliche Mitteilung sowieso kein Krankengeld gezahlt wird.

          Andyfn123 : Bist du sicher, dass dein AG "unbezahlt" gesagt hat und nicht "unwiderruflich"? Wurde eine schriftlich Mitteilung darüber angekündigt? Handelt es sich um ein großes Unternehmen (mit - unterstellt - geregelten Strukturen) oder um einen Kleinbetrieb (mit - unterstellt - hemdsärmeliger Struktur)? Gibt es einen Betriebsrat?

          Gruß,
          werner
          Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
          Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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          • #6
            Hallo Werner,
            ich bin Filialleiter bei Rewe, also eigentlich große Unternehmen allerdings bei einem selbstständigen Kaufmann, Struktur daher eher wie bei kleinen Betrieben, ohne Betriebsrat.
            ich hab das nur telefonisch mitgeteilt bekommen, nichts schriftlich. Auf Nachfrage was das Gehalt angeht, hieß es dass ich die geleistete Stunden bekomme, heißt quasi bis letzten Samstag.

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            • #7
              Bis zur Gehaltsabrechnung am Monatsende wird man ohnehin noch warten müssen, aber da sollte dann ersichtlich sein, bis wann gezahlt wurde. Wichtig ist, dass die AU innerhalb von einer Woche ab Beginn der Krankenkasse gemeldet wird.

              E.D.

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              • #8
                Zitat von E.D. Beitrag anzeigen
                Bis zur Gehaltsabrechnung am Monatsende wird man ohnehin noch warten müssen, aber da sollte dann ersichtlich sein, bis wann gezahlt wurde.
                Genau. Und dann kannst du direkt eine Zahlungsklage beim Arbeitsgericht einreichen. Das geht - falls du in dieser Hinsicht nicht abgesichert bist - auch ohne anwaltlichen Beistand. Du musst dem Gericht mit deiner Klageschrift genau mitteilen, für welchen Zeitraum du welchen Gehaltsanspruch (brutto) hast. Dazu gibt es sogar Formulare, die beim Arbeitsgericht erhältlich sind oder im Internet heruntergeladen werden können.

                jetzt bin ich krank und habe dementsprechend eine Krankmeldung vom Arzt erhalten.
                Bist du bis zum 30. Juni krankgeschrieben? Oder kürzer? Hast du noch Resturlaub, der zu nehmen - und möglicherweise auch schon bewilligt - ist?

                Wichtig: Wenn da noch Tage übrig bleiben, die zu arbeiten sind, bietest du deinem AG ausdrücklich deine Arbeitskraft an. Es reicht dann nicht aus, mit Verweis auf die (angebliche) telefonische Freistellung einfach zuhause zu bleiben. Im Streitfall könnte die Aussage deines Chefs sonst in die Richtung gehen, dass er dich doch gar nicht freigestellt hat, das hättest du vermutlich falsch verstanden.

                Das Anbieten der Arbeitskraft geschieht auf eine möglichst beweisbare Art und Weise. Also nicht telefonisch, und auch nicht im Vier-Augen-Gespräch. Eventuell per Mail, um eine schriftliche Antwort des Chefs zu erhalten. Oder spätestens durch persönliches Erscheinen am Arbeitsplatz am ersten Tag nach der Erkrankung zum regulären Arbeitsbeginn, um von ihm - unter Zeugen - wieder fortgeschickt zu werden.
                Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
                Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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                • #9
                  Guten Morgen zusammen,
                  Danke für eure Antworten!
                  heute ist der 30 (gemäß Uhrzeit muss man fair sein der 29.) und
                  wie schon zu erwarten habe ich keinen Lohn bekommen. Nicht einmal für die Tage vor meiner Freistellung .
                  ich wurde in WhatsApp jetzt bei allen möglichen Kanälen geblockt.
                  Mein direkter Vorgesetzter in der Filiale hat mit in WhatsApp (Zitat: abgerechnet wird am Ende“) genau damit gedroht.
                  Am Tag meiner telefonischer Freistellung ist der Assistent der gf zu mir nach Hause gefahren und hat alle Schlüssel sowie jegliche Arbeitskleidung abgeholt.
                  nachweislich (per WhatsApp Screen Shot und Anrufe - unterdrückt kommt es durch - bei angezeigter Nummer nicht) habe ich mehrmals auf eine schriftliche, von ihnen erteilte Freistellung gebeten, bis heute kam nix.
                  Ich war gestern aufgrund keiner Antwort in der Filiale und hab dem zuständigen Mitarbeiter darum gebeten Stellung zu nehmen, dieser hat auf den Chef verwiesen, nachts Bekam ich dann die Antwort dass ich ja endlich meine Arbeit angeboten hätte und sie mir heute und eben den 30. bezahlt freistellen würden .

                  wie soll ich vorgehen ?

                  Kommentar


                  • #10
                    Zitat von Andyfn123 Beitrag anzeigen
                    wie soll ich vorgehen ?
                    Zum Arbeitsgericht, Zahlungsklage erheben.

                    Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
                    Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

                    Kommentar


                    • #11
                      Du hast doch die Krankmeldung eingereicht, bzw. könntest sie noch nachweisen.
                      Dann muss man seine Arbeitskraft nicht anbieten, man ist ja krank.

                      Lohnklage geht auch ohne Anwalt, denn den musst du selber bezahlen, auch wenn du gewinnst.
                      Da solltest du dich mal erkundigen wie das geht:
                      https://www.hensche.de/Rechtsanwalt_...Lohnklage.html

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