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Anspruch auf Arbeitszeugnis nach Kündigung, Wiedereinstellung mit neuem Vertrag/anderer Arbeit?

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  • Anspruch auf Arbeitszeugnis nach Kündigung, Wiedereinstellung mit neuem Vertrag/anderer Arbeit?

    Guten Tag, mir wurde meine Arbeitsstelle gekündigt, ich bekam aber im selben Unternehmen einen neuen Arbeitsvertrag (nur 5% Umfang, völlig andere Aufgaben). Mein AG sagt, da ich noch im Unternehmen tätig bin, habe ich keinen Anspruch auf ein Arbeitszeugnis der ehemaligen Stelle, sondern nur auf ein Zwischenzeugnis. Stimmt das?

  • #2
    Zitat von Anhora-59 Beitrag anzeigen
    Guten Tag, mir wurde meine Arbeitsstelle gekündigt, ich bekam aber im selben Unternehmen einen neuen Arbeitsvertrag (nur 5% Umfang, völlig andere Aufgaben). Mein AG sagt, da ich noch im Unternehmen tätig bin, habe ich keinen Anspruch auf ein Arbeitszeugnis der ehemaligen Stelle, sondern nur auf ein Zwischenzeugnis. Stimmt das?
    Hallo,

    das stimmt tatsächlich. Ein "Zeugnis" gibt es beim endgültigen Ausscheiden, während bei einer internen Veränderung nur ein "Zwischenzeugnis" ausgestellt wird. Dabei gehe ich davon aus, dass die Weiterbeschäftigung übergangslos erfolgt ist. Sofern zwischen Ende der vorherigen Stelle und Aufnahme der neuen Tätigkeit eine Unterbrechung (sei es auch nur ein Tag) lag, hättest du den Zeugnisanspruch.

    Macht es für dich denn einen Unterschied? Ich sehe keinen.

    Gruß,
    werner
    Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
    Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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    • #3
      Hallo Werner, herzlichen Dank für die rasche Rückmeldung! Ja, es ging übergangslos in die neue Beschäftigung über. Ich habe das Arbeitszeugnis auch schon erhalten, allerdings fehlt im Schlusssatz, dass mir betriebsbedingt gekündigt wurde. Es steht nur da: "... hat das Unternehmen zum ... verlassen". Als ich es reklamierte, kam der Hinweis, ich hätte eh nur Anspruch auf ein Zwischenzeugnis. So kam meine Frage zustande.
      Ein Zwischenzeugnis habe ich aber nicht bekommen und wenn, müsste doch auch hier der Zusatz stehen, warum ich von 70% auf 5% reduziert wurde, oder?
      Grüße Anette

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      • #4
        Zitat von Anhora-59 Beitrag anzeigen
        Es steht nur da: "... hat das Unternehmen zum ... verlassen".
        Das ist falsch. Du hast es ja nicht verlassen. Ein Zeugnis muss wahrheitsgemäß erstellt werden.

        müsste doch auch hier der Zusatz stehen, warum ich von 70% auf 5% reduziert wurde, oder?
        Dass eine Reduzierung auf 5 % erfolgt ist, sollte dort stehen. Beim "warum" kommt es ein Stück weit auf die Gründe an. Waren es z.B. betriebliche Umstände, wäre das zu erwähnen. Allerdings nicht bei einer Reduzierung wegen Schlechtleistung.

        Als ich es reklamierte, kam der Hinweis, ich hätte eh nur Anspruch auf ein Zwischenzeugnis.
        Dann soll sich dein Arbeitgeber bitte auch die Mühe machen, ein solches ordnungsgemäß auszustellen.
        Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
        Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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        • #5
          Zitat von werner h. Beitrag anzeigen
          Das ist falsch. Du hast es ja nicht verlassen. Ein Zeugnis muss wahrheitsgemäß erstellt werden.


          Dass eine Reduzierung auf 5 % erfolgt ist, sollte dort stehen. Beim "warum" kommt es ein Stück weit auf die Gründe an. Waren es z.B. betriebliche Umstände, wäre das zu erwähnen. Allerdings nicht bei einer Reduzierung wegen Schlechtleistung.
          Mir wurde aus betrieblichen Gründen (corona-bedingt) gekündigt und ich bat darum, wenigstens für die zusätzlich zum ALG erlaubten 165 EUR weiterhin arbeiten zu dürfen. Das wurde mir gewährt.
          Ganz herzlichen Dank für deine Antworten, es hat mir wirklich geholfen. Ich werde mit meinem AG nochmals ins Gespräch gehen.
          Beste Grüße Anette

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          • #6
            Zitat von Anhora-59 Beitrag anzeigen
            Ich habe das Arbeitszeugnis auch schon erhalten, allerdings fehlt im Schlusssatz, dass mir betriebsbedingt gekündigt wurde. Es steht nur da: "... hat das Unternehmen zum ... verlassen". Als ich es reklamierte, kam der Hinweis, ich hätte eh nur Anspruch auf ein Zwischenzeugnis.
            Wie auch immer - am Ende muss es richtig sein. Ein Endzeugnis wird nicht dadurch besser, dass auf ein Zwischenzeugnis verwiesen wird, das es nicht gibt. Also muss dein AG entweder das "Zeugnis" inhaltlich nachbessern, obwohl es eigentlich zu dem Zeitpunkt kein Zeugnis geben sollte, oder er muss ein Zwischenzeugnis erstellen. Einfach rausreden funktioniert so nicht.

            Ein gutes Zeugnis (als Endzeugnis) muss natürlich auch die Bedauerns- und Wunschklausel enthalten.
            Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
            Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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            • #7
              Zitat von werner h. Beitrag anzeigen
              Ein gutes Zeugnis (als Endzeugnis) muss natürlich auch die Bedauerns- und Wunschklausel enthalten.
              Das Bedauern fehlt auch. Ich versteh das nicht, das Arbeitsverhältnis war hervorragend, wie mir in 5 Jahren immer wieder bestätigt wurde. Warum es jetzt mit dem Arbeitszeugnis so ungut wird, kann ich nicht nachvollziehen. Ist natürlich eine Abteilung, die dafür zuständig ist, sie befindet sich an einem anderen Standort, man kennt mich nicht persönlich. Trotzdem. Ich hoffe, ich komme weiter und lege den Zusatz mit dem Bedauern noch nach. Herzlichen Dank!

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