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  • Dienstvertrag außerordentlich kündigen

    Hallo,

    Ich bin als Freiberuflerin tätig und habe einen Dienstvertrag als Gastdozentin unterschrieben für eine Zeit von 4 Wochen. Nun habe ich gemerkt, dass die Sache mir über den Kopf wächst. Ich habe auch seit 2 Wochen eine diagnostizierte Depression, die nun schlimmer geworden ist und jetzt fühle ich mich nicht mehr in der Lage, die vertraglich festgelegte Zeit abzuleisten.
    Im Vertrag steht, dass wenn der Dozent vorübergehend aus wichtigen Gründen verhindert ist, er selber für eine Vertretung aufkommen muss.
    Kann ich den Vertrag aufgrund meiner Erkrankung außerordentlich kündigen?
    Kann der Arbeitgeber daraufhin Schadensersatz fordern?

    Vielen Dank und freundliche Grüße
    Andrea

  • #2
    Die Antwort steht eigentlich schon im Text:

    Zitat von Andrea93 Beitrag anzeigen
    Im Vertrag steht, dass wenn der Dozent vorübergehend aus wichtigen Gründen verhindert ist, er selber für eine Vertretung aufkommen muss.
    Wenn man das so vereinbart hat, wird man ja eine Kollegin oder einen Kollegen haben, der oder die dann einspringen kann.

    Etwas unklar ist der Begriff "aufkommen", steht das so dort? Oder steht da "eine Vertretung stellen" oder "für eine Vertretung sorgen"?

    E.D.



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    • #3
      Da steht:

      „Der Dozent ist grundsätzlich verpflichtet, die von ihm übernommenen Leistungen persönlich zu erbringen. Ist der Dozent vorübergehend aus wichtigem Grund an der persönlichen Ausübung ver- hindert, muss er auf eigene Kosten für die Dauer seiner Verhinderung für eine geeignete Vertretung sorgen. Die Ausübung der Lehrtätigkeit durch den vom Dozenten gestellten Vertreter bedarf allerdings der vorherigen, ausdrücklichen Zustimmung durch … . Für den Fall, dass der Dozent nicht rechtzeitig eine geeignete Vertretung stellt und … daher selbst eine Ersatzperson beauftragt, hat der Dozent gegebenenfalls anfallende Mehrkosten für die Ersatzbeauftragung zu tragen.“

      Aber wenn ich nun außerordentlich kündige (falls eine Krankheit Grund dazu sein darf) bin ich doch nicht „verhindert“, denn der Vertrag gilt dann nicht mehr für mich oder?

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      • #4
        Das wäre widersprüchlich. Der Fall der Verhinderung ist im Vertrag schon anderweitig geregelt, also kann er kaum noch Grund für eine außerordentliche Kündigung sein.

        E.D.

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        • #5
          Verhinderung wg. Krankheit ist kein ausserordentlicher Grund.

          Wenn Mehrkosten auftreten, wirst du die wohl tragen müssen (oder du suchst selber Ersatz).

          Kommentar


          • #6
            Diese Klausel wird ja auch niemand unterschreiben, wenn er nicht Kollegen hat die bei Bedarf notfalls einspringen.

            Man muss sich klar sein: bei freiberuflichen Tätigkeiten tritt man als Unternehmen auf. Wenn ich z.B. einen Handwerker oder Rechtsanwalt mit terminlich gebundenen Sachen beauftrage, muss mich auch nicht interessieren wer wann krank ist oder doch nicht mag, er muss es dann eben anders organisieren.

            E.D.

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            • #7
              Danke für eure Einschätzung,
              ich habe nun einfach das Gespräch gesucht und das war wohl die beste Entscheidung. Bin ab Montag aus dem Vertrag raus.
              Lg

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