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Wegen Krankheit zu Kurzarbeit gezwungen - Betrug

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  • Wegen Krankheit zu Kurzarbeit gezwungen - Betrug

    Hallo,
    ich habe folgendes Problem:
    Im Dezember 2020 war ich mehrere Tage krank. Nun habe ich meine Lohnabrechnung bekommen und sehe, dass ich offiziell in Kurzarbeit war während meiner Krankheitstage.
    Davon erfahren habe ich zuvor nicht und auch jetzt nur über die Lohnabrechnung. Mein Arbeitgeber stockt mein Gehalt auf, sodass ich am Ende mein normales Netto Gehalt erhalte, spart sich durch die Kurzarbeit (Unterstützung vom Staat, steuertechnisch) jedoch gleichzeitig so mehrere Hundert Euro.
    Grundlegend ist die Situation also nicht von Nachteil für mich. Jedoch bin ich im letzten Jahr unter dem Steuerfreibetrag geblieben (arbeite Vollzeit erst seit November) und kann mir deshalb meine Lohnsteuer zurückholen.
    Da ich durch die Kurzarbeit und den geringeren Festlohn keine Lohnsteuer zahle und sie mir entsprechend auch nicht zurückholen kann verliere ich effektiv den Betrag der Lohnsteuer am Ende des Tages.
    Ich bin der Meinung, dass ich aufgrund von Krankheit nicht weniger Geld am Ende bekommen sollte und hinterfrage ob das ganze Rechtens ist, vom Lohnsteuerbüro erhalte ich nur die Antwort, dass sie mich angeblich in Kurzarbeit schicken müssen, wenn der Betrieb Kurzarbeit angemeldet hat und ich in dem Zeitraum krank werde, auch wenn mit mir nie Kurzarbeit abgesprochen wurde.
    Das Problem betrifft wohl leider nur mich, da es den anderen Arbeitnehmer egal sein kann, sie bekommen ja ihr Netto- Gehalt am Ende und können sich keine Lohnsteuer zurück holen.
    Ist das ganze so rechtens?
    Oder bescheißt mein Betrieb den Staat und ich bin aufgrund des Steuerfreibetrags leider Opfer davon geworden?
    Darf mein Betrieb mich wegen Krankheit einfach in Kurzarbeit schicken, bzw. so abrechnen?
    Was kann ich gegen die Situation tun, um an das mir zustehende Geld zu kommen? Bzw. wie sollte man am besten gegen so etwas vorgehen?

    Vielen vielen Dank schonmal an jeden der auch nur versucht mir zu helfen, bin ziemlich aufgeschmissen.

  • #2
    Um wie viele Tage geht es denn und um wie viele Euro erhöht sich die Jahressteuer dadurch?

    E.D.

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    • #3
      E.D.
      ​​​​​​​Es geht meiner Meinung nach um 9 Krankheitstage, wovon 3 in meinem Urlaub lagen, welche ich mir also zurückholen kann. Laut der Abrechnung geht es um 10 Tage, ich gehe davon aus, dass entweder mein normal genommener Urlaubstag hinzugerechnet wurde oder falsch gerechnet wurde, da 90, bzw 99 (9 für den automatisch genommenen halben Tag an Heiligabend & Neujahr) Krankheitsstunden, jedoch nichts bei Krankheitstagen steht.
      Wie meinst du das inwiefern sich die Jahressteuer erhöht?
      Hauptsächlich geht es für mich darum, dass ich nun für diesen Monat gar nicht erst die Lohnsteuer zahle, welche ich mir bei einer normalen Lohnabrechnung zurückholen könnte.

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      • #4
        Zitat von Hebrik Beitrag anzeigen
        Hauptsächlich geht es für mich darum, dass ich nun für diesen Monat gar nicht erst die Lohnsteuer zahle, welche ich mir bei einer normalen Lohnabrechnung zurückholen könnte.
        Hallo,

        unabhängig von der Frage, ob hier ein Sozialbetrug vorliegt (wofür der Schilderung nach manches spricht), verstehe ich die wirtschaftlichen Auswirkungen für dich noch nicht ganz. Du möchtest also, dass dir aufgrund einer korrekten Abrechnung Lohnsteuer abgezogen wird, damit dir diese im Rahmen des Steuerausgleichs Wochen später in gleicher Höhe wieder erstattet wird?

        Gruß,
        werner
        Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
        Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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        • #5
          gibt es einen Betriebsrat in dem Betrieb, wenn ja, gibt es eine betriebsvereinbarung zur Kurzarbeit, wenn ja, ist dort der zeitraum festgelegt, wenn ja, dann gilt für die Krankheit, das diese während der kurzarbeit so zu bezahlen ist wie du bezahlt worden wärest wenn du nicht krank gewesen wärst, also mit Kurzarbeit, somit kann alles Korrekt sein!

          Nur so angemerkt

          das entnehme ich auch der Aussage des lohnbüros, die Kurzarbeit war für den zeitraum geplant und damit liegt kein Betrug vor.
          Eine Flucht vor Kurzarbeit durch Krankheit geht nun mal nicht!

          gruß
          Meistermacher

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          • #6
            werner h. Durch die Kurzarbeit ist mein Festlohn so gering, dass ich keine Lohnsteuer zahle, Netto bleibt durch den Ausgleich dasselbe übrig. Würde ich allerdings mein Gehalt normal erhalten, würde ich mir zu dem (selben) Netto Gehalt noch meine Lohnsteuer zurück holen, da ich unter dem Steuerfreibetrag bleibe für das letzte Jahr. Effektiv habe ich am Ende bei dem Geld, dass mir bleibst also eine Differenz von der Summe der Lohnsteuer, je nachdem ob ich sie erstmal zahle oder nicht.

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            • #7
              meistermacher danke schonmal für die Antwort. Laut anderen Mitarbeitern gibt es wohl keinen Betriebsrat. Im Internet habe ich gelesen, dass Kurzarbeit auch nur möglich ist sofern der Betriebsrat es entscheidet oder ich als Arbeiter einwilligen, keins von beiden ist geschehen. Zudem habe ich in keinster Weise versucht vor der Kurzarbeit zu flüchten. Bis zu meiner Lohnabrechnung, welche ich im nächsten Monat erhalten habe wusste ich nicht einmal, dass ich als Kurzarbeiter abgerechnet wurde und habe auch in dem Monat ganz normal meine vollen Tage/Stunden gearbeitet (abgesehen von der Krankheit). Wäre ich nicht krank gewesen wäre ich auch nicht (auf dem Papier) in Kurzarbeit gegangen. Da ich jedoch krank war wurden die Stunden die ich gefehlt habe, jedoch nachträglich einfach so abgerechnet, als wäre ich in der Zeit in Kurzarbeit gewesen.

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              • #8
                Also du warst sonst nie in Kurzarbeit, nur in der Zeit in der du krank warst, hat der AG dir Kurzarbeit eingetragen?

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                • #9
                  matthias Ja, genau. Wenn nötig kann ich gerne ein Bild von der Lohnabrechnung machen.

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                  • #10
                    Hallo hebrik,

                    wenn dem so ist wie du nun beschreibst und die Punkte die ich als möglichkeit genannt habe nicht zutreffen solltest du zum Anwalt (oder deiner Gewerkschaft) gehen, deinen vollständigen Lohn einfordern und dem Arbeitgeber den Hinweis geben, dass du dich genötigt siehst ihn wegen Sozialversicherungsbetrug anzuzeigen, wenn er nich unverzüglich dein dir zustehendes Gehalt vollständig zahlt.

                    gruß
                    Meistermacher

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                    • #11
                      meistermacher Alles klar, vielen Dank. Anwalt lohnt sich leider kaum, da die Selbstbeteiligung nicht viel weniger ist als die Summe um die es geht, aber jetzt weiß ich schonmal ungefähr wo ich stehe und was meine Möglichkeiten sind. Danke dir und noch ein schönes Wochenende!

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