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  • #16

    Eigentlich ist Kinderbetreuung meine Berufung.....wenn da nicht oft die schlimmen Eltern wären.
    Tja, die schlimmen Eltern gehören zu den netten Kindern nun mal untrennbar dazu. Nicht umsonst gehört zur Erziehung unserer lieben Kleinen eine qualifizierte mehrjährige Ausbildung. Auch wenn manche Menschen (sogar verantwortliche Politiker*innen - vor allem in Zeiten von Sparzwängen) der Meinung sind, dass Kinder betütteln doch fast jede*r kann.

    Ich komme aus einem anderen Berufszweig den ich aber keinesfalls mehr ausüben möchte.
    Hast du schon mal mit der Arbeitsagentur über die Frage einer Umschulung gesprochen?

    Zitat von Fragende123 Beitrag anzeigen
    "Nach Ablauf der Probezeit beträgt die Kündigungsfrist 3 Monate
    .
    Diese drei Monate sind hier offensichtlich eingehalten.

    Die Kündigung bedarf der Schriftform, sie ist vier Wochen im Voraus anzukündigen."
    Hä? Noch nie gehört, diese Formulierung. Ich muss also vier Wochen vor Ausspruch der Kündigung mitteilen, dass ich zu kündigen gedenke? Also genau genommen eine viermonatige Kündigungsfrist?

    Ich muss noch dazu sagen, dass als Begründung in der Kündigung davon die Rede ist, dass ich mehrfach Absprachen gebrochen hätte und deshalb das Vertrauensverhältnis beschädigt sei. Das ist aber nicht wahr.
    Wenn du deiner Chefin Stress machen möchtest, reichst du eine Kündigungsschutzklage ein. Sofern es sich um einen Kleinbetrieb handelt (unter zehn Beschäftigten), muss eine Kündigung zwar nicht begründet werden. Falls sie dennoch eine Begründung enthält, ist diese jedoch arbeitsrechtlich überprüfbar. Und sofern die Firma, für die du laut Papier eingestellt bist, insgesamt mehr als zehn Leute beschäftigt, gilt sogar das Kündigungsschutzgesetz für dich. Wenn die dann vor Gericht behaupten wollen, dass du dort gar nicht beschäftigt warst, wird das zu deren Eigentor.

    Am Ende wird dir das außer einer gewissen Befriedigung aber kaum etwas bringen. Mit viel Glück vielleicht eine kleine Abfindung als Lästigkeitsprämie.

    Da ich rechtlich hätte meine Arbeit ausführen können und diese durch den Arbeitgeber auferlegt wurde, muss dieser die ja dann wohl auch bezahlen. Als ich darauf bestanden habe, diese Geld zu bekommen, begann das Mobbing.
    Aus Elternsicht kann ich die Vorsichtsmaßnahme durchaus nachvollziehen. Ob man sich da vielleicht irgendwie gütlich hätte einigen können, vermag aus der Ferne natürlich niemand zu beurteilen.

    Könnte mir aber vorstellen, dass auch mein November-Gehalt nicht bezahlt wird.
    Dann musst du gegebenenfalls eine Gehaltsklage einreichen. Schaue bitte in deinem Arbeitsvertrag nach, ob dort Ausschlussfristen vereinbart sind. Wenn das Gehalt nicht rechtzeitig eingefordert wird, kann es sein, dass du deinen Anspruch verlierst.

    Und wer hat mich gemobbt? Ich bin mit Sicherheit nicht mit diesen unfairen Methoden angefangen.
    Und wer ist auf die Idee gekommen, in solchen Zeiten in der Türkei Urlaub zu machen? Was war zuerst da: Das Ei oder die Henne?
    Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
    Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

    Kommentar


    • #17
      Zitat von werner h. Beitrag anzeigen

      Tja, die schlimmen Eltern gehören zu den netten Kindern nun mal untrennbar dazu. Nicht umsonst gehört zur Erziehung unserer lieben Kleinen eine qualifizierte mehrjährige Ausbildung. Auch wenn manche Menschen (sogar verantwortliche Politiker*innen - vor allem in Zeiten von Sparzwängen) der Meinung sind, dass Kinder betütteln doch fast jede*r kann.


      Hast du schon mal mit der Arbeitsagentur über die Frage einer Umschulung gesprochen?

      .
      Diese drei Monate sind hier offensichtlich eingehalten.


      Hä? Noch nie gehört, diese Formulierung. Ich muss also vier Wochen vor Ausspruch der Kündigung mitteilen, dass ich zu kündigen gedenke? Also genau genommen eine viermonatige Kündigungsfrist?


      Wenn du deiner Chefin Stress machen möchtest, reichst du eine Kündigungsschutzklage ein. Sofern es sich um einen Kleinbetrieb handelt (unter zehn Beschäftigten), muss eine Kündigung zwar nicht begründet werden. Falls sie dennoch eine Begründung enthält, ist diese jedoch arbeitsrechtlich überprüfbar. Und sofern die Firma, für die du laut Papier eingestellt bist, insgesamt mehr als zehn Leute beschäftigt, gilt sogar das Kündigungsschutzgesetz für dich. Wenn die dann vor Gericht behaupten wollen, dass du dort gar nicht beschäftigt warst, wird das zu deren Eigentor.

      Am Ende wird dir das außer einer gewissen Befriedigung aber kaum etwas bringen. Mit viel Glück vielleicht eine kleine Abfindung als Lästigkeitsprämie.


      Aus Elternsicht kann ich die Vorsichtsmaßnahme durchaus nachvollziehen. Ob man sich da vielleicht irgendwie gütlich hätte einigen können, vermag aus der Ferne natürlich niemand zu beurteilen.


      Dann musst du gegebenenfalls eine Gehaltsklage einreichen. Schaue bitte in deinem Arbeitsvertrag nach, ob dort Ausschlussfristen vereinbart sind. Wenn das Gehalt nicht rechtzeitig eingefordert wird, kann es sein, dass du deinen Anspruch verlierst.


      Und wer ist auf die Idee gekommen, in solchen Zeiten in der Türkei Urlaub zu machen? Was war zuerst da: Das Ei oder die Henne?
      Eigentlich wollte ich hier eine arbeitsrechtliche "Beratung" keine moralische.

      Lassen wir mal dahin gestellt, ob zwangsläufig eine Ausbildung für die KInderbetreuung erforderlich ist oder ob eine gewisse Lebenserfahrung, viel Umgang mit KIndern, autodidaktisches Studium und eine liebevolle Art nicht auch reichen, um Kinder zu betreuen.
      Eine ausgebildete Erzieherin muss noch lange keine gute sein.

      Natürlich habe ich schon vor Jahren mit dem Arbeitsamt gesprochen. Es wurde aber abgelehnt. Habe auch sonst einige eigene Anstrengungen unternommen, um eine solche Ausbildung zu erhalten, war aber nicht finanzierbar.

      Den Passus mit der Kündigungsschutzklage verstehe ich nicht so ganz. Ich soll gegen den Grund der Kündigung klagen, um eine Abfindung zu erhalten? Käme in so einem Fall nicht zwangsläufig heraus, dass ich eine andere Tätigkeit verrichte?

      Interssanter Ansatz, zu fragen, wer in die Türkei in solchen Zeiten reisen wollte. Dann rechtfertigt also eine solche (ausdrücklich abgesprochene, genehmigte) Reise bei Umentscheiden der vorherigen Meinnung der Arbeitgeberin nach Ende des Urlaubs, die Quratäne nicht zu bezahlen und mich zu mobben? Ich habe es schon geschrieben, dass ich versucht habe, mit der Dame zu reden und sie mitten im Gespräch (was von mir sachlich geführt wurde) aufstand und beim Verlassen des Raumes die Tür knallte. Denkst du ernsthaft, dass da noch ein vernünftiges Gespräch möglich gewesen wäre? Es folgte danach auch keine Entschuldigung, im Gegenteil, dann begann das Mobbing.

      Ich erwarte von meinem Arbeitgeber nichts anderes als er von mir auch: Sich an Absprachen zu halten!

      Nebenbei sei noch erwähnt, dass man davor mit meiner Arbeit sehr zufrieden war und nicht nur, weil ich eine gute Kinderbeteuung bin, sondern weil ich mitdenkend bin und Dinge, die ich sehe, die anfallen, einfach miterledige, ganz unabhängig davon, ob das zu meinen Aufgaben gehört oder nicht.

      Umso enttäuschender ist die Haltung und das Verhalten der Arbeitgeberin.

      Kommentar


      • #18
        eine Kündigung wird immer zum Monatsende ausgesprochen, das würde ich dem Arbeitgeber mitteilen.
        der 19.03.2021 geht somit garnicht!

        Ich sehe wenn du ganz normal dein Gehalt bekommen hast auch keine Steuerhinterziehung oder andere Straftaten, wenn dich der Arbeitgeber statt als Bürokraft als Kindermädchen beschäftigt hat. Wenn es auch noch sein Persönlicher Betrieb ist, dann hat er noch nicht mal den Betriebseigentümer geschädigt.

        Also, dem Arbeitgeber mitteilen, dass die Kündigung angekommen ist, du aber Kündigungsschutzklage einreichen wirst, weil das Enddatem zum 19.03.2021 nicht geht sondern nur zum Monatsende (31.03.2021). Wenn er bereit ist sich mit dir außergerichtlich über einen Aufhebungsvertrag mit Abfindungszahlung zu einigen, um so besser, das regelt dein Anwalt.


        Somit jetzt sofort hin zum Anwalt, Kündigungsschutzklage einreichen und das Gehalt der letzten Monate einfordern.

        Gruß
        Meistermacher

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        • #19
          Zitat von meistermacher Beitrag anzeigen
          Ich sehe wenn du ganz normal dein Gehalt bekommen hast auch keine Steuerhinterziehung oder andere Straftaten, wenn dich der Arbeitgeber statt als Bürokraft als Kindermädchen beschäftigt hat.
          Nicht Steuerhinterziehung (seine eigene Steuer zahlt der Arbeitnehmer ja) sondern Beihilfe zur Steuerhinterziehung des Arbeitgebers (der offenbar private Kosten als Betriebsausgaben absetzt). Das ist aber keine arbeitsrechtliche Frage und sollte mit einem Experten geklärt werden (z.B. Anwalt für Steuerstrafrecht, den auch fragen ob eine eigene Anzeige strafbefreiend wirkt).

          E.D.



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          • #20
            Hallo ED,

            wie gesagt, das hat mit steuerrecht nichts zu tun.
            Weiterhin wenn es sein persönlicher Laden ist, dann ist hier rechte Tasche linke Tasche und auch dann sehe ich erstmal kein Problem, weil ich auch meine Haushaltshilfe steuerlich geltend machen kann.
            Sollte es jedoch teilhaber geben, so haben die ggf. ein Intresse hieran, weil denen ein Teil des Profites entgeht, weil die Kosten der haushaltshilfe von Betrieb bezahlt werden udn nicht von Chef.

            Für mich ist das ganze weiterhin straffrechtlich irrelevent, solange der Chef auch der Eigentümer ist, und davon bin ich ausgegangen.

            Gruß
            meistermacher

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