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weder Vertrag noch Kündigung in der Hand

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  • weder Vertrag noch Kündigung in der Hand

    Hallo Forumsgemeinde,

    ich hätte nie gedacht, dass mir so etwas passieren kann, aber das Wörtchen nie sollte man möglichst nicht verwenden.
    Ich will es kurz halten. Nach Trennung und dem Zerwürfnis mit meinem Freund, mit dem ich in seiner Firma durchstarten wollte, stand ich von jetzt auf gleich ziemlich ohne alles da. Ein bekannter Bauunternehmer bot mir Hilfe an. Ich kam bei ihm in einer Wohnung unter und er gab mir Arbeit. Begonnen hatte ich am 27.07.2020 und er sagte, er meldet mich an und alles geht seinen Gang. Gearbeitet habe ich auch mehr als üblich. Ich wollte nicht undankbar sein und habe ihm auch vertraut, schließlich kannten wir uns schon seit einer Weile. Ich bekam hier und da einen Vorschuss und habe mir auch nichts weiter dabei gedacht. Hauptsache Arbeit und alles andere ergibt sich schon. Allerdings war ich nun fast 7 Tage die Woche arbeiten bei weit mehr als 8 Stunden im Schnitt und als ich dann in seinem Büro ein Schreiben meiner Krankenkasse sah, fragte ich nach dem Arbeitsvertrag. Den könne ich jeder Zeit haben. Allerdings durch ständiges auswärts Arbeiten und eine Art, mit der mir ständig ein schlechtes Gewissen versucht wurde einzureden war ich blöder Weise zu zaghaft und habe nicht weiter auf die Aushändigung eines Vertrages gepocht. Ich habe also bis heute weder einen Vertrag gesehen und somit natürlich auch keinen unterschrieben. Meine Frage nach der Auslöse wurde auch abgetan. Meine missliche Lage hat mich wohl weich gemacht im Ballon. Abrechnungszeitraum für das Lohnbüro sei wohl der 21. jedes Monats und so habe ich meine Stunden natürlich ordnungsgemäß dokumentiert und eingereicht. Nun wollte ich natürlich auch Geld sehen nach dem 21., habe aber außer 100€ "Vorschuss" auf die Hand nichts erhalten. Mein Unmut steigerte sich letzten Freitag und ich kam 2h zu spät. Meine Anweisungen befolgend habe ich bei einem Kollegen gewartet und bin nach 6 Stunden dann zu der vereinbarten Baustelle gefahren, um ein Stromaggregat abzuholen. Danach bin ich zu einem Freund gefahren, wo ich auch übernachtet habe. Das Fahrzeug war am nächsten Morgen verschwunden. Ich hatte damit gerechnet, denn ich weiß, dass er die Fahrzeuge per GPS ortet. Mein Telefonkarte konnte ich aus Ermangelung an finanziellen Mitteln nicht laden und hatte nicht gemerkt, dass es ausgeschaltet war. Das kann ja passieren, wenn man es eh nicht nutzen kann. Heute bekam ich ihn ans Telefon und forderte meinen Arbeitsvertrag, das Geld und eine Kündigung, insofern, diese von seiner Seite erfolgen würde. Diese sei am letzten Freitag, der Tag, an dem ich auf den Kollegen gewartet und dann das Aggregat von der Baustelle geholt hatte, bereits erfolgt. Jetzt sei er allerdings erst am Donnerstag wieder in der Stadt und ich könne auch erst dann Vertrag und Kündigung erhalten. Da ich aber den Vertrag ja nie unterzeichnet hatte, frage ich Euch, wie ich mich nun verhalten soll. Morgen werde ich zum Arbeitsamt gehen und mich arbeitslos melden. Dort kann ich nur die Angaben machen, wie ich sie auch hier gerade gemacht habe. Hat jemand einen Rat für mich? Das einzige, was ich weiß, ist, dass mein Stundenlohn als branchenfremder bei 12,55Euro liegt. Es stehen grob gerechnet mit 33% Abzug noch mehr als 1200Euro aus. Über eine Antwort würde ich mich natürlich sehr freuen.

  • #2
    erstens, rufe bei deiner krankenkasse an und frage nach, ob der Unternehmer xyz dich bei ihr angemeldet hat. Die muss es wissen.
    Dann Arbeitslos melden, nun, sperre wird es sicher geben, wenn du nicht angemeldet warst und somit deine Beschäftigung im Juli selber beendet hast.
    hilft dir aber auch nicht weiter, daher zweitens, Arbeitskraft weiter anbieten und abeiten und dem Zoll ggf. mitteilen, dass du die Annahme hast, dass dein Arbeitgeber dich unangemeldet beschäftigt, du aber Sozialversichert beschäftigt werden willst und das mündlich so abgesprochen war.
    Ein Arbeitsvertrag muss nicht schriftlich zustande kommen, es reicht die Mündlichen Zusage.
    Eine Kündigung wiederrum muss schriftlich erfolgen, ohne diese kannst du auch nicht nachweisen, dass du dich rechtzeitig gemeldet hast.

    Gruß
    meistermacher

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    • #3
      Danke Meistermacher!

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