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Wechsel zum Kunden trotz Abwerbungsklausel

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  • Wechsel zum Kunden trotz Abwerbungsklausel

    Hallo Forum,

    Die Situation liegt wie folgt:

    Ich habe im November 2019 bei einem IT-Dienstleister als Angestellter angefangen und wurde ab Februar 2020 als Administrator einem Kunden zugeteilt um dort die beiden admins zu kompensieren, welche zur gleichen Zeit gekündigt haben. Das heißt in der Praxis, dass ich seit Februar dort alleine für die IT zuständig und dauerhaft vor Ort war. Nach einer Weile bemerkte ich dass mir die Aufgaben und das Team beim Kunden deutlich besser gefielen als kein derzeitiger Arbeitgeber, also sprach ich den technischen Leiter dort an und erkundigte mich nach der freien Stelle und dieser würde mich sogar sehr gerne einstellen. Das einzige Problem; eine Klausel im Vertrag zwischen beiden Firmen:

    ​​​​​
    Beide Vertragspartner verpflichten sich gegenseitig, während der Dauer des vorliegenden Vertrages sowie innerhalb weiterer 12 Monate nach dessen Beendigung, keine Mitarbeiter des anderen Vertragspartners direkt oder indirekt für sich oder Dritte abzuwerben. Dies gilt auch dann, wenn der Beschäftigte vertragsbrüchig oder der Arbeitsvertrag ordnungsgemäß beendet wird.

    Also ein Abwerbungsverbot. Der technische Leiter hat trotz dessen bei meinem aktuellen Arbeitgeber nachgefragt ob man für meinen Fall eine Einigung in Form einer Ablösesumme finden könnte. Prinzipiell zeigte sich mein Arbeitgeber offen dem gegenüber, nannte aber eine so hohe Summe (begründet mit den Kosten für meine Weiterbildung = eine Schulung, die ich im Falle eines Wechsels zurückzahlen muss), dass der Kunde dafür kein Budget aufbringen konnte. Jetzt endet der Vertrag zu Ende August und ich möchte unter keinen Umständen mehr von dem Kunden weg. Da ich dort beruflich meinen Platz gefunden habe, die Firma technisch alleine durch die Coronakrise gebracht habe und mich pudelwohl fühle.

    Ich habe mich bereits schlau gemacht und unter Umständen ist ein Abwerbungsverbot unzulässig bzw. Stellen sich mir die Fragen:

    1. an welcher Stelle dieser Fall unter den Begriff Abwerben fällt da die Intention und das Interesse von mir aus gehen.
    2. Wo der Unterschied zwischen Abwerbungsverbot und Einstellungsverbot ist, ich sollte doch von mir aus kündigen und mich aktiv an einer anderen Stelle bewerben dürfen.


    Hat einer hier evtl schon Erfahrungen mit solchen Fällen gehabt und kann mir einen rat geben ?

    vielen Dank im vorraus und liebe Grüße
    ​​​​

  • #2
    hallo unglücklicher Admin,

    kein Mensch kann dich zwingen weiter bei deinem Arbeitgeber (nennen wir ihn IT-verleihnix) weiter beschäftigt zu bleiben.
    Dein Arbeitsvertrag enthält eine Kündigungsfrist die es jedoch einzuhalten gilt.

    Also Kündige bei deinem jetzigen Arbeitgeber und begebe dich auf Stellensuche.
    Wenn du hierbei zufälliger Weise einen neuen Job bei ITgmbH findest dan nehme diese an.

    Wenn das dann auch noch der Arbeitgeber ist ,bei dem du die letzten Jahre beschäftigt warst, ok, dann ist das so.

    Gruß
    Meistermacher

    Kommentar


    • #3
      Zitat von Unhappy Admin Beitrag anzeigen
      ... Beide Vertragspartner verpflichten sich gegenseitig, während der Dauer des vorliegenden Vertrages sowie innerhalb weiterer 12 Monate nach dessen Beendigung, keine Mitarbeiter des anderen Vertragspartners direkt oder indirekt für sich oder Dritte abzuwerben. Dies gilt auch dann, wenn der Beschäftigte vertragsbrüchig oder der Arbeitsvertrag ordnungsgemäß beendet wird.

      Also ein Abwerbungsverbot. Der technische Leiter hat trotz dessen bei meinem aktuellen Arbeitgeber nachgefragt ob man für meinen Fall eine Einigung in Form einer Ablösesumme finden könnte. Prinzipiell zeigte sich mein Arbeitgeber offen dem gegenüber, nannte aber eine so hohe Summe (begründet mit den Kosten für meine Weiterbildung = eine Schulung, die ich im Falle eines Wechsels zurückzahlen muss), dass der Kunde dafür kein Budget aufbringen konnte.
      ​​​​​​...

      1. an welcher Stelle dieser Fall unter den Begriff Abwerben fällt da die Intention und das Interesse von mir aus gehen.
      2. Wo der Unterschied zwischen Abwerbungsverbot und Einstellungsverbot ist, ich sollte doch von mir aus kündigen und mich aktiv an einer anderen Stelle bewerben dürfen.
      Hallo,

      da dies eine vertragliche Vereinbarung zwischen Entleiher und Verleiher ist, hast du als Verliehener keine Handhabe, um dort mitzureden.

      Die Preise für die direkte Übernahme von Leiharbeitskräften liegen in der Regel zwischen zwei und vier Monatsgehältern bzw. einem entsprechenden prozentualen Anteil des Jahresgehalts. Oft sind diese Preise verhandelbar, abhängig von der Intensität der Kundenbeziehung und der Dauer des Einsatzes.

      Was zunächst nach viel Geld klingt, relativiert sich, wenn man die Details betrachtet. Der Entleiher konnte dich bereits über mehrere Monate testen und geht deshalb ein nur geringes Risiko ein. Außerdem kann er nach der Übernahme ab dem ersten Tag mit deiner vollen Leistung rechnen, ohne neue Einarbeitungszeit. Nicht zuletzt spart er Kosten und Aufwand für eine erneute Stellenausschreibung.

      Dein technischer Leiter kann versuchen, mit diesen Argumenten seinen Arbeitgeber zu überzeugen. Gelingt es ihm nicht, ist möglicherweise an der falschen Stelle gespart - aber du selbst hast kein Mitspracherecht.

      ​​​​​​Allenfalls wäre es eine Option, mit dem Verleiher auf sachlicher Ebene zu sprechen, ob sie bereit sind, dir diesen Weg zu ermöglichen. Ein Lösungsansatz könnte z. B. eine Vertragsverlängerung sein, so dass du nochmals für mehrere Monate dorthin ausgeliehen wirst und dann ablösefrei wechseln kannst.

      Gruß,
      werner
      Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
      Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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