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Kündigung nach Elternzeit

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  • Kündigung nach Elternzeit

    Hallo,

    ich habe meinen Job zum Ende der Elternzeit selber Kündigung müssen. Durch die Corona Situation musste ich mich auch erstmal Arbeitslos melden.
    Die brauchen eine Arbeitsbescheinigung welche ich immer noch nicht bekommen habe, zudem wurde auch der Urlaub (aus Elternzeit) noch nicht abgegolten. Eine Kürzung des Urlaubes gab es weder mündlich noch schriftlich.

    Wie sollte ich am besten vorgehen? Nochmal nachfragen? Gleich mit einem Anwalt? Also ich denke das wird Probleme geben wie es schon Probleme gab mit meinem Teilzeitantrag etc. und den Urlaub wollen sich sicher nicht auszahlen ist nämlich durch zwei Kinder eine lange Zeit (4 Jahre).
    Sie werden ja vermutlich auch einfach sagen das sie ihn gekürzt haben. Aber wenigstens die halben Monate müssten mir doch zustehen oder?

    Freue mich auf Tipps.


    Beste Grüße

  • #2
    Hallo Mickey,

    Sperre droht und du fragst, wie soll ich vorgehen?
    Gehe zu deiner Gewerkschaft und kläre das mit der oder gehe zu einem Anwalt für Arbeitsrecht.

    Wieso hast du den Urlaub während der (Eltern)Teilzeit denn nicht genommen? Das führt im Extremfall dazu, dass du nur für dieses Jahr Urlaubsanspruch hast.

    Auch das am besten mit einem Anwalt klären. Die Auszahlung der Urlaubstage führt dann dazu, das du für diese Tage sicher keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld hast, da die tage ja noch von deinem AG bezahlt wurden.
    Dann hast du selbst Mutwillige dein Arbeitsverhältnis beendet, das führt dann ggf. zu der Sperrfrist.

    Gruß
    Meistermacher

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    • #3
      Welcher Urlaub genau ist gemeint? Wurde denn während der Elternzeit Teilzeit gearbeitet, oder bezog sich der Antrag auf die Zeit danach? Warum halbe Monate?

      E.D.

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      • #4
        Ich habe nicht in Teilzeit gearbeitet. Es geht um den Urlaub den man in der Elternzeit erwirbt. Ich bin in der Mitte eines Monates gestartet und so endete sie auch. Das die Sperre droht weil ich selber gekündigt habe weiß ich. Ich dachte ich finde schnell was neues. Aber durch Corona muss ich neu planen. Ich möchte nur wissen wie ich am besten im Falle des Urlaubes vorgehe. Hatte gelesen das der Urlaub aus halben Monaten in Elternzeit nicht gekürzt werden darf. Den anderen hätten sie vor ausscheiden aus dem Unternehmen kürzen müssen, haben sie aber nicht.

        Danke dennoch schon mal für eure Antworten.

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        • #5
          Nun woher nimmst du einen Urlaubsanspruch bei halben Monaten? steht dazu was in eurem Tarifvertrag, wenn nicht, ich sehe keinen Anspruch. Vor allem dann nicht, wenn du zum Ende der E-zeit gekündigt hast, also nicht arbeiten warst.
          Gruß
          meistermacher

          PS: bevor mann kündige für die Zukunft lernen, solltet man genau diese Fälle alle abklären. Was passiert wie passiert es etc. und dann ggf. statt Eigenkündigung eine Kündigung durch den Arbeitgeber "provozieren" bzw. besprechen und erhalten.

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          • #6
            Hallo Meistermacher,

            vielen Dank das du versuchst zu helfen. Spielt zwar keine Rolle bezüglich der Fragestellung aber mir blieb aber nichts anderes übrig als kündigen oder in Vollzeit wieder anzufangen. Da haben die schon so ihre Methoden. Ist jetzt wie es ist, durch Corona etwas doof aber es wird sich was neues finden. Bin ja nicht auf den Kopf gefallen. Gerade sieht es halt Mau aus und mit Corona war ja nicht zu rechnen. Hatte auch schon was in Aussicht. Bin da nicht blauäugig ins "Unglück" gestürzt.

            Wie provoziert man den eine Kündigung?

            Halbe Monate nach BEEG §17. Wobei eben auch die Vollen nicht gekürzt wurden, aber das wird wohl schwer zu beweisen sein. Darum ging es. Ob es lohnt hier überhaupt noch was einzufordern. Hätte ja sein können es findet sich jemand mit Erfahrung.
            Und wäre doch besser erstmal Urlaub abgelten statt ALG.
            Trotzdem danke für deine Mühe.

            Vielleicht meldet sich ja noch jemand der sich damit auskennt.


            Gruß+ Danke

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            • #7
              während der Elternzeit erwirkst du keinen Urlaubsanspruch!
              Urlaubsanspruch erwirkst du nur nach dem Bundesurlaubsgesetz.

              Wie provoziert man eine Kündigung, ganz einfach, mann beantragt rechtzeitig die Arbeit in Teilzeit. Der AG verweigert, (muss er schriftlich machen mit Benennung der Gründe in einer vorgegebenen Frist.
              Sollte dieses ohne Gründe passieren schreibt man ihn nett an, dass man sich für die Einsicht der AZ in Teilzeit bedankt, da er ja Grundlos verweigert hat und somit dem Gesetz nicht genüge getan wurde und geht in Teilzeit arbeiten.
              Sollte er Gründe genannt haben geht man zum Anwalt und läßt diese Gründe gerichtlich prüfen (Eilverfahren wegen erfoderlicher Kinderbetreuung) und geht nur so arbeiten wie man es angeboten hat, weil mehr nicht geht. Gerade in Deutschland wo immer mehr Gesetze die Familienfreundlichkeit hervor heben im Arbeitsrecht wird es somit deinem AG schwer fallen, Argumente gegen die Teilzeit zu finden, die die Interessen des Betriebs wichtiger darstellen als die Interessen der Kinder.

              Weil man in der regel sowas alleine nicht geregelt bekommt ist man im Arbeits-Rechtsschutz oder in der Gewerkschaft und kann hierüber die Beratungen einholen.
              Weiterhin gibt es auch noch Betriebsräte die einen unterstützen können.

              Gruß
              meistermacher

              achja, habe mir deinen Text nochmals durchgelesen, da steht drin du hast bereits gekündigt. Da steht nicht drin, das die Kündigung noch nicht wirkt.
              Wenn du gekündigt hast zum Ende der Elternzeit, dann bist du ab dem Datum Arbeitslos!
              Weiterhin hast du dann keinen Urlaubsanspruch erwirkt, da du ja nicht gearbeitet hast.

              Wenn dein Arbeitgeber dir noch Urlaub aus der Zeit vor der Elternzeit gewähren muss, dann wird dieser ausgezahlt.

              Erfahrung habe ich schon, darum schreibe ich es ja wie ich es schreiben.

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              • #8
                https://www.anwalt.de/rechtstipps/ur...tz_127881.html

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                • #9
                  Danke Meistermacher,

                  bin in einem Verband. Arbeite im Sozialwesen. Teilzeitantrag habe ich gestellt aber Einzelheiten möchte ich hier nicht schreiben. Wenn es zu einer Sperre kommt dann ist das so. Vielleicht hätte ich geschickter vorgehen können. Aber ich möchte auch kein Ärger irgendwie. Den Link wollte ich eigentlich mit einem Text schicken, der war nun aber weg.

                  Ich verstehe es schon so, dass man Urlaub erwirbt auch wenn man voll in Elternzeit ist. Ist wahrscheinlich selten, die lange Elternzeit und dann auch noch selbst gekündigt.

                  Danke für deine Mühe.

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                  • #10
                    Hallo Mickey,

                    nein das ist nicht selten. Ich bin im Betriebsrat und betreue jedes Jahr zwischen 15 und 20 Mitarbeiter/innen die in Elternzeit sind und dann in Teilzeit oder ähnliches wollen.
                    nein, helfen will ich nicht, weil du bist nicht bei uns beschäftigt, somit kann ich nicht helfen nur meine Sicht der Rechtslage deutlich machen und Tipps geben, wie es in Zukunft besser gemacht werden kann.

                    Der Anwaltstipp ist nett, aber hilft nicht, weil wenn du ihn genau ließt steht da es gibt auch während der Elternzeit die Möglichkeit Urlaubsansprüche zu erwirken, diese darf der Arbeitgeber jedoch für jeden vollen Monat Elternzeit auch kürzen.
                    Da steht nicht, dass muss er dir mitteilen!
                    Da steht nicht, dass muss er mit die Vereinbarungen!

                    Da steht, dass muss er dann aktiv tun. Solange du nicht nachweisen kannst, dass vor deiner Kündigung fest stand, dass du noch einen Urlaubsguthaben von xy Tagen hast, und auf Grund deiner Fragestellung gehe ich davon aus, dass du diesen Nachweis nicht erbringen kannst, kannst du eine Abgeltung zwar fordern, wirst diese aber ggf. auch Einklagen müssen mit der Gefahr zu verlieren.

                    Der Urlaubsanspruch vor der Elternzeit der steht dir jedoch zu, so habe ich hier eine Kollegin, die 6 Jahre in Elternzeit war und noch ihren vollen Urlaub aus 2014 nun vorbringen kann. Weil dieser Urlaub darf nie verfallen. Aber auch das muss man nachweisen können.

                    Wenn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die hier arbeiten in voll freigestellte Elternzeit sind und auf ihre Zeitkonten und Urlaubsanspruchkonten schauen stellen Sie fest, dass die Konten eingefroren sind auf dem Stand, der vor der Elternzeit bestand hatte.
                    Der urlaubsanspruch wächst nicht mehr, die Zeitkonten wachsen oder schrumpfen nicht mehr und damit ist klar, der AG wendet die Kürzung nach § 17 BEEG an.

                    Ich weis nicht ,wie bei euch die Konteneinsicht für Zeit und Urlaub ermöglicht wird, da kannst du nur feststellen, was deine Ansprüche sind.

                    dann kommt es weiter zu deinem Urlaubsanspruch für den Ausscheidemonat.
                    Hier hast du nach §5 BUrlG keinen Anspruch erwirkt, da du den Monat nicht voll gearbeitet hast Kausalität der zusammenhänge
                    http://www.gesetze-im-internet.de/burlg/__5.html

                    Gruß
                    Meistermacher

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                    • #11
                      Hallo Meistermacher,

                      hab gestern noch einige Urteile gelesen und der AG muss es mitteilen. Schriftlich oder mündlich wie auch immer. Zudem ist er in der Beweispflicht.

                      Zudem steht im BEEG 17 das halbe Monate nicht gekürzt werden können.

                      Aber ich frag jetzt einen Anwalt. Ich geb gern Rückinfo, wie es ausgegangen ist.

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                      • #12
                        hallo Mickey,

                        genau das ist der richtige Weg. Klage es ein, wenn du der Meinung bist, dass du im Recht bist.

                        Das halbe Monate nicht gekürzt werden können ist richtig weil nach dem Bundesurlaubsgesetz bekommt man für halbe Monate keinen Urlaub somit gibt es da nichts zu kürzen.

                        Gruß
                        meistermacher

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                        • #13
                          Hallo, ich wollte mich hier abschließend noch mal melden. Der Urlaub wurde mir zugesprochen und abgegolten. Lediglich ein geringer Teil musste an die Arbeitsagentur gehen da für diese Zeit der Anspruch ruhte und sozusagen zuviel bezahlt wurde.

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                          • #14
                            Zitat von Mickey77 Beitrag anzeigen
                            Hallo, ich wollte mich hier abschließend noch mal melden. Der Urlaub wurde mir zugesprochen und abgegolten. Lediglich ein geringer Teil musste an die Arbeitsagentur gehen da für diese Zeit der Anspruch ruhte und sozusagen zuviel bezahlt wurde.
                            Hallo,

                            herzlichen Glückwunsch und vielen Dank für die Rückmeldung. Über solche späten/abschließenden Mitteilungen freuen sich die aktiven Forumsteilnehmenden immer wieder.

                            Angesichts der inzwischen verstrichenen Zeit nehme ich an, dass der Gütetermin beim Arbeitsgericht erfolglos verlaufen ist und es in erster Instanz zu einem Urteil kam?

                            Gruß,
                            werner
                            Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
                            Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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