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Zwangsurlaub oder Minusstunden wegen Corona

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    Hallo zusammen,
    ich brauche dringend euren Rat.
    Mein Arbeitgeber hat Heute FAQ zum Arbeitsverhalten in meiner Kita mit Notbetreuung verschickt.
    Auszug aus der Email : Bekomme ich noch Gehalt?
    Ja, aktuell spricht nichts dagegen - bitte machen Sie sich keine Sorgen! Frau X. arbeitet im Home-Office und wird die Gehälter - wie seit nunmehr 13 Jahren bei FIRMA X üblich -, pünktlich überweisen. Die Arbeitsplatzsicherung und damit die Sicherung Ihrer Gehälter ist eines unserer obersten Ziele. Mit Ihrer Unterstützung schaffen wir das.

    Was geschieht längerfristig, wenn viele Minusstunden aufgebaut werden?
    In einer so besonderen Situation, wie es aktuell der Fall ist, stellt es kein Problem dar, sich deutlich in den Minus-Stunden zu befinden oder zu bewegen. Weitere Maßnahmen zur Reduzierung von Minusstunden aber auch zur Sicherung von Arbeitsplätzen werden am 20.03. kommuniziert.

    Bitte beachten Sie, dass tageweiser Überstundenabbau wie üblich beantragt werden muss.

    Müssen FIRMA X-Beschäftigte nun ihren ganzen Urlaub für 2020 nehmen?
    Zunächst gilt es abzuwarten, wie sich die gesamte Situation entwickelt. Urlaube in 2020 werden für uns alle sicherlich anders ausfallen als geplant. Verbindliche Buchungen wird es wohl kaum noch geben. Insgesamt können auch wir dies aktuell nicht umfassend bewerten. Trotzdem besteht die Möglichkeit von betriebsbedingtem und arbeitgeberseitig festgelegtem Urlaub, um schlimmere Maßnahmen, wie bspw. unbezahlten Urlaub oder gar Kündigungen zu vermeiden.
    Momentan müssen wir lediglich auf Basis des Direktionsrechts auf den Abbau von angesammelten Überstunden bestehen (auch in die Minusstunden hinein). Resturlaubstage aus 2019 sind dringend zu nehmen (Anträge in Peronalsoftware nicht vergessen!). Resturlaube müssen ohnehin bis Ende März per Gesetz genommen werden, denn sie verfallen. Alles weitere folgt, wenn wir belastbare Informationen haben!


    Meine Frage dazu ist, darf die Kita Leitung mich weg schicken, auch wenn ich Arbeit hätte? Meist geschieht das auf eine massive, verbale Weise. Wie soll ich mich verhalten? Soll ich es mir schriftlich geben lassen, dass ich gehen soll aber nicht einverstanden bin, meinen Urlaub oder Minusstunden zu machen?
    Soweit ich weiß, sollte dies im gegenseitigem Einverständnis erfolgen. Ist das korrekt? Kann es während der aktuellen Krisensituation (6 Jahre nach der Probezeit) einfach zu einer Kündigung kommen?
    Mein Wissensstand war folgender:
    Wenn der Arbeitgeber freiwillig sagt, er schließt den Betrieb, dann ist das seine alleinige Entscheidung. Damit der Arbeitnehmer, der ja bereit wäre, zur Arbeit zu kommen, keine Nachteile erleidet, ist der Arbeitgeber verpflichtet, weiterhin den Lohn zu zahlen. Und auch dann, wenn die Schließung nicht freiwillig erfolgt ist, ist es am Arbeitgeber, den Lohn zu zahlen. Situationen wie diese gehören zu seinem Betriebsrisiko.
    Ist die Schließung behördlich angeordnet worden, besteht ebenfalls eine Lohnfortzahlung. Der Arbeitgeber kann sich jedoch die entstandenen Kosten von der Behörde erstatten lassen.
    Die Lohnfortzahlung erfolgt bis 6 Wochen vom Arbeitgeber und im Anschluss durch die jeweilige Behörde. Im letzteren Fall ähneln die Endzahlung den Bestimmungen vom Krankengeld.
    Es ist nicht zulässig, dass der Arbeitgeber von Arbeitnehmer verlangt den Zeitraum mittels Zwangsurlaub/Überstundenabbau zu überbrücken. Er darf nicht auf die Überstundenkonten zurückgreifen. Urlaub oder der Abbau von Überstunden seien nur
    auf Antrag des Arbeitnehmers möglich.

    Nun bin ich etwas verwirrt, weil die Infos nicht stimmig sind. Daher bin sehr dankbar für eure Antworten.


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