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Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung an Arbeitgeber per Einschreiben mit Rückschein

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  • Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung an Arbeitgeber per Einschreiben mit Rückschein

    Guten Tag,

    vor wenigen Tagen wurde mir leider persönlich die Nichtverlängerungsanzeige meines Arbeitsvertrages in den Briefkasten eingeworfen (wäre ein Festvertrag geworden). Da ich an dem Tag zur Nachtschicht wollte, entnahm ich den Brief noch vor dem Dienst aus dem Briefkasten. Ich meldete mich beim nächsten Vorgesetzten ab und brach danach zusammen.

    Tags darauf ging ich zum Arzt und ließ mich ab dem ersten Fehltag bis zum letzten offiziellen Arbeitstag (eine Woche) arbeitsunfähig schreiben.

    Ich fotografierte die AU und sandte diese per WhatsApp zunächst an den nächsten Vorgesetzten (empfangen und gesehen). Darauf versandte ich die AU per Einschreiben mit Rückschein. Leider brauchte die Post einen Tag länger als erwartet und die Zustellung sollte am Samstag stattfinden. Samstags ist jedoch niemand im Büro. Also wurde das Einschreiben bei der zuständigen Poststelle hinterlegt. Abholung erfolgte bis dato nicht.

    Als ich den Status am Samstag sah, faxte ich die AU noch ins Sekretariat (Frist) und schrieb an vier Personen die gleiche E-Mail (Foto der AU auch noch in der Anlage), dass mein Schreiben für sie bei der Post hinterlegt wurde und ich die Arbeitsunfähigkeitsbesche inigung hier vorab noch per Mail sende.

    Faxberichte waren okay und von den E-Mail hab ich derzeit zumindest drei von vier Lesebestätigungen.

    Wird das genügen? Geht hier natürlich um den rechtzeitigen Zugang. Abrechnung muss ja auch noch gemacht werden. Ist es relevant, was dazu im Arbeitsvertrag steht? Ausschnitt als Bild anbei.

    Wäre für Tipps dankbar, bin wirklich platt.

  • #2
    Ein eventueller Verstoß gegen dem Arbeitsvertrag würde den Anspruch auf Lohnfortzahlung nicht berühren. Wobei Einschreiben mit Rückschein immer eine sehr ungünstige Zustellungsmethode ist. Besser ist Einwurfeinschreiben oder per Bote. Grundsätzlich dürfte ein Gericht in den getroffenen Maßnahmen hinreichende Bemühungen sehen. Eine Kündigung kommt ja sowieso nicht mehr wirklich in Frage und wäre wohl unten den geschilderten Umständen nicht zulässig.

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    • #3
      Zitat von LarsT Beitrag anzeigen
      Ein eventueller Verstoß gegen dem Arbeitsvertrag würde den Anspruch auf Lohnfortzahlung nicht berühren.
      Das ist der entscheidende Satz. Leider werden Meldefristen und der Anspruch auf Entgeltfortzahlung immer wieder vermischt und verwechselt.

      Die AU könnte man theoretisch sogar Wochen oder Monate später vorlegen und hätte dann ab dem Zeitpunkt (falls noch keine Verjährung durch z.b. Ausschlussfristen eingetreten ist) einen Anspruch auf das Entgelt nachträglich.

      Bei der Frage ob man Anspruch auf Entgelt im Krankheitsfall hat, geht es nur darum ob man AU war oder nicht. Nicht ob man sich fristgerecht an- oder abmeldet. EntgFG §3

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      • #4
        Wobei allerdings auch im EFZG steht:

        § 7 Leistungsverweigerungsrec ht des Arbeitgebers
        (1) Der Arbeitgeber ist berechtigt, die Fortzahlung des Arbeitsentgelts zu verweigern, 1. solange der Arbeitnehmer die von ihm nach § 5 Abs. 1 vorzulegende ärztliche Bescheinigung nicht vorlegt oder den ihm nach § 5 Abs. 2 obliegenden Verpflichtungen nicht nachkommt;

        Ich entsinne mich zwar auch, dass es Urteile gab wonach bei verspäteter Vorlage dennoch eine rückwirkende Zahlung zu erfolgen hat. Da man den Gesetzestext aber durchaus auch anders interpretieren kann würde ich mal nicht darauf wetten, dass jedes einzelne Arbeitsgericht eine rückwirkende Zahlung für nötig halten würde.

        Deshalb sollte man nur Zustellungswege wählen, wo die AUB auch sicher am ersten Werktag nach dem dritten Fehltag beim Arbeitgeber vorliegt, und der muss natürlich nicht auf Zuruf schnellstmöglich sich zur Postfiliale begeben.

        Wenn das Arbeitsverhältnis wie hier in einer Woche ohnehin endet, geht es nicht um viel. In anderen Fällen würde das aber für eine Abmahnung ausreichen und bei mehrfachen Fällen für eine verhaltensbedingte Kündigung.

        E.D.

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