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450 Euro Job Lohn rückwirkend

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  • 450 Euro Job Lohn rückwirkend

    Guten Tag,

    Es geht um den folgenden Sachverhalt.

    Mitarbeiter A war von 2014 bis 2018 auf 450 Euro Basis im Unternehmen angestellt, jedoch mit Unterbrechung (2017 war er abgemeldet und 2018 wurde er wieder angemeldet). Er arbeitete auf Stundenbasis, jedoch nicht täglich sondern lediglich auf Abruf. Ein Arbeitsvertrag bestand nicht. Nun beruft sich Mitarbeiter A darauf, weil er nicht gekündigt sondern nur abgemeldet wurde, dass ihm für die Zeit wo er nicht angemeldet war im Unternehmen, die 450 Euro pro Monat plus Urlaubsgeld zu bekommen. Wie ist die Sachlage zu bewerten? Er war ja abgemeldet zwischen durch. Steht ihm da das Geld zu. Verjährt wäre der Anspruch ja nicht.

    VIELEN DANK für Rückmeldungen.

    MFG
    Markus K.

  • #2
    Hallo,

    dass der Mitarbeiter gegenüber der Sozialversicherung abgemeldet wurde, muss ihn nicht kümmern. So lange keine Kündigung ausgesprochen wurde besteht das Arbeitsverhältnis fort. Es besteht also nach wie vor eine gegenseitige Leistungspflicht.

    Dem Grunde nach hat der Arbeitgeber hier meiner Meinung nach die schlechteren Karten.

    Allerdings wirst du beim Arbeitsgericht mit der Frage rechnen müssen, ob du deine Arbeitskraft in diesen Zeiten ausdrücklich und nachweisbar angeboten hast. Wenn „Nein“, wird das Gericht dir das zu deinen Lasten auslegen.

    Am Ende gibt es dann vermutlich einen Vergleich, der für beide Seiten tragbar ist.

    Gruß,
    werner
    Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
    Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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    • #3
      Vielen Dank für die Antwort. Dem Mitarbeiter wurde mitgeteilt, dass man ihn abmeldet. Er hatte nichts zu beanstanden und meldete sich über den Zeitraum nicht mehr. Auf eine neue Stellenausschreibung meldete er sich dann wieder. Dann meldete man ihn wieder an.

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      • #4
        Zitat von Magge-krause Beitrag anzeigen
        Dem Mitarbeiter wurde mitgeteilt, dass man ihn abmeldet.
        Das ist natürlich keine Kündigung.

        Er hatte nichts zu beanstanden und meldete sich über den Zeitraum nicht mehr.
        Das ist natürlich kein aktives Arbeitsangebot.

        Mache ihm ein nettes außergerichtliches Angebot, ohne Anerkennung einer Rechtspflicht. Ein Streit vor dem Arbeitsgericht kostet beide Seiten Zeit und Geld.

        Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
        Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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        • #5
          Mit Urlaubsgeld meinst du die Abgeltung des nicht gewährten Urlaubs? Da kommst du nicht drum herum, zumindest für die Jahre, in der Arbeit geleistet wurde.

          Urlaubsgeld im Sinne einer Sonderzahlung steht dann zu, wenn die Vollzeitbeschäftigten ebenfalls Urlaubsgeld bekommen. Das gilt auch für Weihnachtsgeld und andere Sonderzahlungen. Eben alles umgerechnet auf die entsprechende Teilzeit.
          Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
          Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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          • #6
            Zitat von werner h. Beitrag anzeigen
            Das ist natürlich keine Kündigung.
            Wahrscheinlich nicht, aber es kommt auf den Wortlaut an. Das Wort Kündigung muss nicht unbedingt auftauchen. Eine Formulierung wie "Wir melden Sie von der Sozialversicherung ab, weil wir das Arbeitsverhältnis zum .... betriebsbedingt beenden" könnte ein Gericht vielleicht schon als Kündigung verstehen. Natürlich müsste auch die Form eingehalten sein, also nicht als SMS.

            Er arbeitete auf Stundenbasis, jedoch nicht täglich sondern lediglich auf Abruf.
            Dann kann er ggf. verlangen, ab Montag mit 20 Std./Woche beschäftigt zu werden und dementsprechend etwa ein halbes Vollzeitgehalt zu erhalten. https://dejure.org/gesetze/TzBfG/12.html

            Schon seltsam, dass viele Arbeitgeber sich überhaupt nicht informieren was für Teilzeitarbeit gilt.

            E.D.


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