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  • Übergang in ein neues Büro

    Hallo Ihr Lieben!

    Ich arbeitet jetzt seit über 19 Jahren in einem Büro. Mittlerweilse besteht es nur noch aus meinem Chef und mir und eine Vertretungskraft bei Krankheit und Urlaub etc.
    Jetzt spielt mein Chef mit den Gedanken in ein anderes Büro einzusteigen. Dort als Angestellter. Muss ich da mitgehen? Darf er mich dazu "zwingen". Ich bin ja bei ihm angstellt, und dann kann er doch nicht einfach über mich hinweg entscheiden, oder?
    Ich will nicht mit in das andere Büro. Das hat mehrere Gründe, auch sehr private. Für mich kommt ein Wechsel nicht in Frage. Wie sieht das von der arbeitsrechtliche Seite aus?

    LG

  • #2
    Zitat von Himmelskoerper Beitrag anzeigen
    Hallo Ihr Lieben!

    Ich arbeitet jetzt seit über 19 Jahren in einem Büro. Mittlerweilse besteht es nur noch aus meinem Chef und mir und eine Vertretungskraft bei Krankheit und Urlaub etc.
    Jetzt spielt mein Chef mit den Gedanken in ein anderes Büro einzusteigen. Dort als Angestellter. Muss ich da mitgehen? Darf er mich dazu "zwingen". Ich bin ja bei ihm angstellt, und dann kann er doch nicht einfach über mich hinweg entscheiden, oder?
    Ich will nicht mit in das andere Büro. Das hat mehrere Gründe, auch sehr private. Für mich kommt ein Wechsel nicht in Frage. Wie sieht das von der arbeitsrechtliche Seite aus?

    LG
    Hey,
    Nein. Er kann dich nicht zwingen. Aber er wird dir dann ganz einfach kündigen. Kündigungsschutz hast du nicht.
    VG
    Gast_SBV

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    • #3
      Hallo Himmelskörper,
      das wird dir wohl nur die Option der Kündigung übrigbleiben, wenn du nicht mit willst.
      Gruß Harry
      In einem guten Wort ist Wärme für drei Winter!

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      • #4
        Hallo Danke für die Antwort.
        Dann kommt auch wohl ne Sperre vom AA in Betracht, oder?

        Grüße

        Kommentar


        • #5
          Zitat von Himmelskoerper Beitrag anzeigen
          ... Jetzt spielt mein Chef mit den Gedanken in ein anderes Büro einzusteigen. Dort als Angestellter.
          Hallo,

          was wird aus der bisherigen Firma? Wird die komplett aufgelöst? Wird sie von der anderen Firma aufgekauft?

          Muss ich da mitgehen?
          Wenn das ein Betriebsübergang ist, muss die neue Firma dich mit allen Rechten und Pflichten übernehmen (§ 613 a BGB). Indiz für einen Betriebsübergang wäre z.B. die Mitnahme des Inventars, die Übernahme des restlichen Personals (was in deinem Fall ja nicht so viel ist) oder möglicherweise auch die vollständige Übernahme der Kundendaten.

          Darf er mich dazu "zwingen". Ich bin ja bei ihm angstellt,
          Das hängt stark davon ab, was aus dem bisherigen Betrieb wird. Du bist schließlich nicht bei ihm persönlich angestellt, sondern bei seiner Firma - selbst wenn sie in der Rechtsform eines Einzelunternehmens betrieben wird. Wenn es ein Betriebsübergang ist (s.o.), kannst du dem Übergang deines Arbeitsverhältnisses auf die neue Firma widersprechen. Dann bleibt dein Arbeitsverhältnis mit der alten Firma zunächst bestehen. Da diese jedoch (vermutlich) mit dem Wechsel deines Chefs geschlossen wird, bekommst du dann die betriebsbedingte Kündigung.

          und dann kann er doch nicht einfach über mich hinweg entscheiden, oder?
          Nun ja, er kann eine Entscheidung treffen, wie es mit seiner Firma weitergehen soll. Dazu muss er seine Arbeitnehmer/innen nicht um Erlaubnis fragen. Wenn dein Chef beschließt, seine berufliche Zukunft zu verändern, hat das eben zwangsläufig auch Folgen für seine Angestellten.

          Für mich kommt ein Wechsel nicht in Frage.
          Dann wird dir nichts anderes übrigbleiben, als nach einer neuen Stelle zu suchen. Übergangsweise - falls du für die Stellensuche noch Zeit brauchst - würde ich in diesem Fall noch in die neue Firma mitgehen, statt in die Arbeitslosigkeit zu wandern.

          Theoretisch wäre es natürlich denkbar, dass die alte Firma weiterbesteht, z.B. durch eine Doppeltätigkeit deines Chefs (hier Chef, dort Angestellter) oder unter neuer Führung. Ich vermute jedoch, dass dies nicht das Ziel deines Chefs ist.

          Gruß,
          werner

          Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
          Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

          Kommentar


          • #6
            Nein, es sei denn die Arbeitsagentur würde die dann ausgerechnet diese Stelle anbieten und Du lehnst sie ohne ausreichenden Grund ab.

            das wird dir wohl nur die Option der Kündigung übrigbleiben, wenn du nicht mit willst.
            Warum sollte er denn selbst kündigen?

            E.D.

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            • #7
              Hallo!

              Ich würde mich ja nie auf eine ausgeschriebene Stelle in dem "neuen Büro" bewerben, wie gesagt, persönliche Gründe.

              Chefe will hier das Büro schließen und dort als Angestellter weiterarbeiten.
              Also das Büro wird hier aufgelöst, abgewickelt.
              Es wird nicht an die andere Firma verkauft. Chefe schließt hier, wickelt hier alles ab und fängt da als Angestellter wieder an.
              Also wird doch eigentlich das Arbeitsverhältnis, was zwischen und besteht, durch seine Aktion "gekündigt", oder sehe ich das falsch. Denn wenn er da neu anfängt und ich mitgehen würde, dann würde ich ja bei der neuen Firma neu angestellt, oder? Nur der Klarheithalber.

              Er soll ja ruhig wechseln, ist ja kein Ding. Bitte schön.
              Aber ist wirklich so, dass man sich als Arbeitnehmer dann fügen muss?
              Muss er mir nicht erst "ein Angebot" unterbreiten etc.
              Und ich kann dann annehmen oder nicht?

              Nur ich habe dann ein bisschen Bedenken, daß das AA sagt, "Hey Du hast die Kündigung selbst verschuldet. Denn Du hättest ja mitgehen können. Und jetzt bekommst Du ne Sperre".

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              • #8
                Zitat von Himmelskoerper Beitrag anzeigen
                Also wird doch eigentlich das Arbeitsverhältnis, was zwischen und besteht, durch seine Aktion "gekündigt", oder sehe ich das falsch.
                Hallo nein so läuft das rechtlich nicht.

                Die Kündigung eines Arbeitsverhältnisses bedarf der Schriftform. Ein Arbeitsverhältnis endet nicht quasie konkludent, im gegenseitigen Einverständnis oder sonst wie.

                Dein Chef muss dir schriftlich unter Einhaltung der geltenden Kündigungsfrist kündigen. Macht er das nicht, bist du weiter sein Angesteller, auch wenn er die Firma quasie schon abmelden würde beim Gewerbeamt oder wo er auch immer registriert ist. Das Arbeitsverhältnis endet nicht einfach so. Er würde dir das Gehalt weiter schulden. (Hängt alles natürlich auch ein bisschen von der Rechtsform ab ob Freiberufler mit Angestellen oder GmbH aber auch die GmbH hat ja Vermögen aus dem du noch einige Monate bezahlt werden könntest. Evtl. würde der Chef auch privat haften. Z.b. bei Ärzten und Anwälten wäre das in meinen Augen so.)

                Ansonsten wenn die Firma abgewickelt wird, macht in meinen Augen die Abeitsangentur keine Probleme mit einer Sperre,wenn dein Chef dir kündigt. Das ist doch ein ganz normaler Vorgang. Firma schließt, AN werden gekündigt sind evtl. arbeitslos --> Arbeitslosengeld.

                Zumal dein jetziger Chef kann ja in der neuen Firma gar nicht bestimmen wer dort eingestellt werden soll. Er ist ja dann selber nur noch Angesteller ohne Personalverantwortung. Also rein formal kann der dich schon nicht mitnehmen, geschweige denn dazu zwingen.

                Also bei einer korrekten schriftlichen, fristgerechten Kündigung sehe ich kein Sperre.


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