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Urlaubsbeginn und Arbeitantritt

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  • Urlaubsbeginn und Arbeitantritt

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    wir haben momentan eine Diskussion mit unserem Arbeitgeber bzgl. am welchen Tag wir Urlaub nehmen können und am welchen Tag wir wieder arbeiten müssen.
    Laut Arbeitsvertrag sollen wir 40 Stunden von Montag bis Sonntag arbeiten. Urlaub haben wir auf der 5 Tage Woche Basis.
    Praxisbeispiel:
    Arbeitnehmer entscheidet von Freitag bis zum nächsten Freitag Urlaub zu nehmen, also 6 Arbeitstage=Urlaub(Urlaub stage werden als 8 Arbeitsstunden erfasst und nur von Montag bis Freitag). Arbeitgeber sagt, OK, aber du musst ab Samstag wieder arbeiten.
    Meine Frage ist, darf der Arbeitgeber uns zwingen am Samstag und Sonntag zu arbeiten, obwohl der verträglich geregelte wöchentliche Norm bei 40 Stunden schon bis dahin erfüllt ist?

    Geben Sie bitte an, auf was man sich berufen kann, bei der Argumentation gegen den Arbeitgeber.

    Vielen Dank für Ihre Zeit

    Mit freundlichen Grüßen

    N. Schulz

  • #2
    Einmal im Jahr müssen es 12 Werktage am Stück sein, da zählt der Samstag mit, also zwei Wochen durchgehend. Aber auch das wäre z.B. mit Samstag 16.11. bis einschl. Freitag 29.11. erfüllt, der 30.11. muss dann nicht noch dabei sein.

    Bei Arbeitsverhältnissen die an allen Wochentagen stattfinden ist sehr oft nicht vertraglich geregelt "40 Stunden in jeder einzelnen Woche" sondern nur ein Durchschnitt. Es können also auch einmal in einer Woche 48 Stunden sein, wenn es in einer anderen nur 32 sind oder in zwei anderen nur 36 usw.

    Der Betriebsrat kann mitbestimmen, also bittet man diesen mal sich der Sache anzunehmen, z.B. per Betriebsvereinbarung. Allerdings verzichten die Arbeitnehmer in manchen Betrieben auf die Mitbestimmung und wählen keinen, dann kann der Arbeitgeber alleine entscheiden.

    E.D.

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    • #3
      Z. B. Man nimmt Urlaub von 15.11 - 22.11. Es wird genehmigt und gesagt am 23.11 musst du zur Arbeit. Hat man da die Möglichkeit zu sagen, ich will den Urlaub von Anfang an von 15.11 bis 24.11 nehmen. Da werden ja nur Arbeitstage als Urlaubstage gewertet und am Montag würde man zur Arbeit gehen.
      Ich hoffe, Sie können sich vorstellen, was ich damit meine.

      Mit freundlichen Grüßen

      N. S.

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      • #4
        Hallo,

        der Betrieb arbeitet also an allen Wochentagen von Montag bis Sonntag durchgehend? Und du bist laut Schichtplan für die jeweiligen Dienste eingeteilt? Hast du jeweils eine Fünf-Tage-Woche und zwei Tage pro Woche frei? Oder ist regelmäßig (vielleicht auch nur jede zweite Woche) ein sechster Tag zu arbeiten, so dass nur ein Wochentag frei ist?

        Wenn du nämlich nicht in der Fünf-Tage-Woche arbeitest, wäre der jährliche Urlaubsanspruch nämlich umzurechnen auf eine 5,5- oder Sechs-Tage-Woche. Dann hättest insgesamt mehr Urlaubstage zur Verfügung, die dann auch am Samstag und Sonntag einzutragen wären.

        Einen lesenswerten Beitrag zu diesem Thema findest du z.B. hier:
        https://www.rechtslupe.de/arbeitsrec...tswoche-330758

        Gruß,
        werner
        Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
        Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

        Kommentar


        • #5
          Zitat von werner h. Beitrag anzeigen
          Hallo,

          der Betrieb arbeitet also an allen Wochentagen von Montag bis Sonntag durchgehend? Und du bist laut Schichtplan für die jeweiligen Dienste eingeteilt? Hast du jeweils eine Fünf-Tage-Woche und zwei Tage pro Woche frei? Oder ist regelmäßig (vielleicht auch nur jede zweite Woche) ein sechster Tag zu arbeiten, so dass nur ein Wochentag frei ist?

          Wenn du nämlich nicht in der Fünf-Tage-Woche arbeitest, wäre der jährliche Urlaubsanspruch nämlich umzurechnen auf eine 5,5- oder Sechs-Tage-Woche. Dann hättest insgesamt mehr Urlaubstage zur Verfügung, die dann auch am Samstag und Sonntag einzutragen wären.

          Einen lesenswerten Beitrag zu diesem Thema findest du z.B. hier:
          https://www.rechtslupe.de/arbeitsrec...tswoche-330758

          Gruß,
          werner
          Guten Tag Werner,

          es kommt schon regelmäßig vor, dass wir mind. 2 Tage in Woche frei haben.

          Was mich stört und merkwürdig vorkommt ist, dass der Arbeitgeber sagt, wenn unser erster Urlaubstag am Freitag beginnt bzw. Mitten in der Woche, und bis zum übernächsten Sonntag sei, dann sollten wir bereits am Samstag arbeiten und nicht erst am Montag.

          Mit freundlichen Grüßen

          N. S.

          Kommentar


          • #6
            Zitat von Nicks Beitrag anzeigen
            ... Was mich stört und merkwürdig vorkommt ist, dass der Arbeitgeber sagt, wenn unser erster Urlaubstag am Freitag beginnt bzw. Mitten in der Woche, und bis zum übernächsten Sonntag sei, dann sollten wir bereits am Samstag arbeiten und nicht erst am Montag.
            Wenn du grundsätzlich am Wochenende zur Arbeit verpflichtet bist und keine anderweitigen Regeln bestehen, scheint dein AG mit seiner Anforderung recht zu haben - unter der bereits von E.D. genannten Voraussetzung, dass wenigstens einmal im Jahr mindestens zwölf Werktage (also einschließlich Samstag) am Stück frei sind.

            Ansonsten (siehe wiederum E.D.) liegt es am Betriebsrat/Personalrat/Mitarbeitervertretung, die Mitbestimmungsrechte auszuüben und eine verbindliche Festlegung mit dem AG zu treffen. Ohne dieses Gremium kann der AG im Rahmen seines Weisungsrechts weitgehend alleine entscheiden.
            Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
            Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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            • #7
              Am Ende des Monats muss eine bestimmte Menge an Arbeitszeit geleistet sein.
              Wir bekommen ja einen bezahlten Urlaub und für jeden Urlaubstag wird Zeiterfasst, als hätten wir quasi einen Arbeitstag geleistet, z. B. 8 Stunden, aber wenn unser Urlaub übers Wochenende verläuft, am Samstag und Sonntag, da wird die Zeit nicht erfasst. D. h. Arbeitstage dürfen innerhalb einer Woche frei verteilt werden, laut den Arbeitsvertrag, aber wenn der Urlaub läuft, sind es feste 2 Tage, Samstag und Sonntag, die nicht als Arbeitstage gesehen werden, wenn man sich die Arbeitszeiterfassung in Betracht zieht. Z. B. Man nimmt zwei Wochen Urlaub, man kann von Mo-So arbeiten, und kriegt die Stunden von Mo-Fr erfasst, aber Sa und So bleiben halt als Wochenende da.
              Unser Urlaub wird in den Arbeitstagen verwendet, entweder auf Basis als 5 Tage Woche oder 6 Tage Woche. Wenn man z. B. folgenden Urlaubsplan betrachtet:
              20.11-01.12 Urlaubzeit, wie viele Urlaubstage verbraucht man dabei, wenn man a.) von Mo.-So. 40 Stunden leisten kann, b.) man hat verträglich geregelten Urlaub von mind. 20 Tage bezogen auf 5 Tage Woche.
              Sind es 8 Tage verbrauchten Urlaubs oder mehr?
              Wie sehen Sie das?

              Mit freundlichen Grüßen

              N. S.


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              • #8
                Die Frage war ja nicht wie viele Urlaubstage verbraucht sind, sondern ob der AG verlangen kann, dass man wenn man von Mo-Fr Urlaub hat, dann am Samstag oder evtl. Sonntag arbeiten kommen muss?

                Wenn man von Mo-Fr Urlaub hat und man müsste am Sonntag arbeiten wären das allerdings erstmal Überstunden.
                D.h. die kann man ja dann an einem anderen Tag wieder abfeiern, halt nicht direkt in Bezug zum Urlaub was doof ist.

                Aber ich denke gesetzlich kommt man da nicht dran. Das Wochenende zwischen 2 Urlaubswochen ist frei, am Anfang und am Ende kann der AG wenn man grundsätzlich an 7 Tagen die Wochen zur Arbeit eingeteilgt werden kann aber verlangen dass man arbeiten kommt.

                Dagegen hilft letztlich nur ein Betriebsrat. Der hätte bei der Urlaubs- und Dienstplangestaltung ein Mitbestimmungsrecht und könnte mit dem AG Regeln aushandeln. Ohne BR sitzt du, meiner Meinung nach, am kürzeren Hebel.

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