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Sozialabgaben sinken im Januar, aber netto nicht mehr raus, da Arbeitgeber Bruttolohn senkt

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  • Sozialabgaben sinken im Januar, aber netto nicht mehr raus, da Arbeitgeber Bruttolohn senkt

    wir sind eine kleine Firma. Mein Chef gibt uns nicht monatlich unsere Gehaltsabrechnung, sondern heftet diese in unsere Persalordner ab. Diese Ordner waren in letzter Zeit bei ihm zu Hause im Homeoffice. Kürzlicht habe ich ihn gebeten, diese Ordner mitzubringen, damit ich mir die Gehaltsabrechnung herausnehmen, bzw. kopieren kann. Dabei habe ich festgestellt, dass der Bruttolohn im Januar, um ca. 50 brutto geringer ist, als im Dezember 2018. Die Sozialabgaben sind Anfang 2019 für AN gesunken, aber die netto Auszahlung ist für mich gleich geblieben.

    Kann der Chef einfach das Brutto-Gehalt senken, ohne mich darüber zu informieren? Habe ich Möglichkeiten der Nachforderung?

  • #2
    Hallo,

    jeder Arbeitgeber muss seinen Beschäftigten regelmäßig eine Gehaltsabrechnung übergeben. Dazu ist er laut § 108 Gewerbeordnung verpflichtet. Lediglich bei einem gleichbleibenden Gehalt ohne jede Änderung kann darauf verzichtet werden. Das kannst du z.B. hier nachlesen:
    https://www.lohnabrechnung-software....r-arbeitgeber/

    Zur Veränderung der Gehaltshöhe ist die Frage, welches Gehalt laut Arbeitsvertrag vereinbart wurde. In der Regel ist ein Bruttogehalt oder eine Eingruppierung in eine bestimmte Entgeltgruppe laut Tarifvertrag fixiert. Dies darf nicht einseitig ohne deine Zustimmung geändert werden. Manchmal gibt es allerdings auch Nettolohnvereinbarungen. Wenn das der Fall wäre, hätte dein Chef richtig gehandelt.

    Nachfordern kannst du das Gehalt im Rahmen der Verjährungsfristen für die letzten drei Jahre. Falls laut Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag eine Ausschlussfrist (z.B. drei oder sechs Monate) vereinbart ist, wäre diese zu beachten.

    Gruß,
    werner
    Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
    Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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    • #3
      Wenn der Arbeitgeber rechtswidrig keine Gehaltsabrechnung mitteilt, könnte man argumentieren: dann kann auch noch keine Ausschlussfrist beginnen. Ob es dazu Rechtsprechung gibt, müsste man halt nachsehen.

      Tja, aber eben kleines Unternehmen. Es wird wohl um weniger als ein Prozent des Gehaltes gehen (AN-Anteil zur AlV sank um 0,25 % und bei manchen der Zusatzbeitrag für den AN halbiert). Rein wirtschaftlich gesehen wird man da nicht unbedingt den Job aufgeben wollen. Aber ob man für einen Arbeitgeber der einen betrogen hat überhaupt noch arbeiten will, ist auch die Frage.

      E.D.

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      • #4
        Danke euch für die Rückmeldungen. Ich habe den Vertrag kontrolliert und hier ist von einem Bruttolohn die Rede.

        Viele Grüße
        Melanie

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        • #5
          Der AG kann den vereinbarten Bruttolohn nicht einfach einseitig senken. Das ist rechtswidrig.

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