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Minijob - Arbeitgeber gibt keinen bezahlten Urlaub

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  • Minijob - Arbeitgeber gibt keinen bezahlten Urlaub

    Guten Tag alle zusammen.

    Ich habe seit 4 Jahren einen Minijob. Letzte Woche hat mir mein Vorgesetzter mitgeteilt, dass ich nicht mehr gebraucht werde und das er sich von mir trennen muss. Ich meinte, es ist kein Problem, aber ich kriege noch 4 Tage Urlaub ausbezahlt.
    Er hat damit argumentiert, dass ich nicht wöchentliche regelmäßige Arbeitstage habe und das ich nach Stunden bezahlt werde und nicht nach Tagen, deswegen habe ich keinen Anspruch. Ich meinte dann, nein das stimmt so nicht und habe es versucht ihm zu erklären. Dann hat er sich allen ernstes weggedreht zum PC-Bildschirm und musste die Sachlage googlen auf der Seite der Minijob-Zentrale. Nach 3 Minuten Schweigen und lesen, drehte er sich wieder zu mir und meinte eigentlich wieder das gleiche... Mir steht kein Urlaub zu usw... Ich habe dann gemerkt, dass das Gespräch nichts bringt und habe es aufgegeben.

    Dann habe ich mich zuhause wieder mit dem Thema beschäftigt und war mir dann zu 100% sicher, daß ich einen Anspruch habe. Dann habe ich ihn angeschrieben und das war die Antwort:

    Ich: Hey,
    die letzten Tage hatte ich Zeit mich mit dem Urlaubsanspruch zu befassen. Ich habe die gleiche Seite aufgerufen, die du neben mir durchgelesen hast, aber habe die nötigen Infos gefunden. Ebenso habe ich mich mit einem Juristen unterhalten, der mir dies bestätigt hat.
    Demnach stehen mir 4 (a 6std. x 9,50 €) Urlaubstage zu, die bitte mit dem nächsten Lohn überwiesen werden sollen.
    Vorgesetzter: Hallo,
    das ist ja alles schön und gut. Du möchtest also 4 Urlaubstage geltend machen?
    Wie kommst du jetzt darauf das du dafür jetzt Geld verlangen kannst?
    1. Du hast nicht nur unregelmäßig an Tagen sondern auch Wochen igearbeitet. Das heißt in der Zwischenzeit hattest du dein Frei.
    2. Hast du dich auf eigenen Wunsch für den Rest des Novembers freigestellt.
    3. Ich kann dich auch gern noch im Dezember laufen lassen und du kannst da den ganzen Urlaub abbauen.
    Gerne können wir das auch in aller Ruhe noch besprechen zumal du die Arbeitskleidung und Schlüssel noch bei mir abgeben mußt.
    VG
    Ich: Ich komme darauf, dass ich Geld dafür bekommen kann, weil ich gekündigt wurde und den bezahlten Urlaub nicht mehr nehmen kann. Deswegen muss er mir ausbezahlt werden, sonst würde ich den ja einfach "verschenken"

    Zu Punkt 1: Das spielt keine Rolle. Wichtig ist nur, dass ich in diesem Jahr 44 Tage gearbeitet habe und somit Anspruch habe auf bezahlten Urlaub.

    Zu Punkt 2: richtig, aber spielt in diesem Zusammenhang auch keine Rolle. Das habe ich bei meiner Rechnung berücksichtigt, sonst wäre der Urlaubsanspruch noch höher.

    Zu Punkt 3: das macht aus meiner Sicht keinen Sinn...

    Und ehrlich gesagt verstehe ich nicht, was es da noch zu besprechen gibt. Das mir bezahlter Urlaub zusteht, ist geltendes Recht (§ 3 abs. 1 burlg).
    Nur weil ich in der Woche nicht im Nebenjob arbeite, heißt es nicht, dass ich in der Zeit Urlaub habe... Zumal ich noch einen Hauptjob habe. In meinem Hauptjob habe ich ja am Wochenende frei. Da kommt auch keiner auf die Idee, mir zu sagen, du brauchst keinen Urlaub, du hattest am Wochenende frei.

    Die Arbeitskleidung ist noch in der Wäsche, wenn die fertig ist, gebe ich alles mit dem Schlüssel ab.
    Vorgesetzter: Genau das ich mache! Grundsätzlich von Punkt 3 gebrauch, lasse dich weiter laufen und damit wäre dann dein Resturlaubsanspruch abgegolten. Auch wenn das in deinen Augen keinen Sinn macht.

    Dann kam von seinem Vorgesetzten eine Sprachnachricht, in der er mir mitgeteilt hat, dass er den Schriftverkehr zwischen uns beiden mitbekommen hat und dass er enttäuscht von mir ist und dass das menschlich nicht ok ist von mir.
    Dann betonte er, daß ich nicht gekündigt wurde. Ich bin immer noch eingestellt, aber werde zur Zeit nicht gebraucht.

    Ich war bei einem Anwalt deswegen und er hat was ganz anderes rausgefunden. Im Vertrag steht, die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit beträgt 12 Stunden. Er würde ein Schreiben fertig machen in dem steht, dass der Arbeitgeber mich gefälligst 12 Stunden pro Woche zu beschäftigen hat.

    Was würdet ihr an meiner Stelle machen und soll ich die Arbeitskleidung und den Schlüssel zurückgeben?


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  • #2
    Zitat von Tagesschatten889 Beitrag anzeigen
    ... Dann betonte er, daß ich nicht gekündigt wurde. Ich bin immer noch eingestellt, aber werde zur Zeit nicht gebraucht.

    Ich war bei einem Anwalt deswegen und er hat was ganz anderes rausgefunden. Im Vertrag steht, die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit beträgt 12 Stunden. Er würde ein Schreiben fertig machen in dem steht, dass der Arbeitgeber mich gefälligst 12 Stunden pro Woche zu beschäftigen hat.

    Was würdet ihr an meiner Stelle machen und soll ich die Arbeitskleidung und den Schlüssel zurückgeben?
    Hallo,

    dann lasse deinen Anwalt diesen Brief schreiben. Dann bist du vermutlich in den bestmöglichen Händen. Arbeitskleidung und Schlüssel musst du meiner Meinung nach nicht zurückgeben, da du angeblich immer noch eingestellt bist. Aber auch dazu hörst du am besten auf deinen Anwalt.

    Gruß,
    werner
    Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
    Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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