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Antrag auf Stundenreduzierung (§ 8 Zeitlich nicht begrenzte Verringerung der Arbeitszeit)

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  • Antrag auf Stundenreduzierung (§ 8 Zeitlich nicht begrenzte Verringerung der Arbeitszeit)

    Hallo!

    Ich habe eine hypothetische Frage:

    Wenn ein Arbeitnehmer einen Antrag auf Stundenreduzierung stellt...
    (gemäß TzBfG § 8 Zeitlich nicht begrenzte Verringerung der Arbeitszeit)

    Das Arbeitsverhältnis besteht länger als 6 Monate
    und der Arbeitgeber beschäftigt mehr als 15 Mitarbeiter.
    Der Antrag ist fristgerecht gestellt, mit mehr als 3 Monaten zum geplanten Beginn gestellt.

    Der Arbeitgeber sich jedoch nicht an die entsprechenden Fristen hält, sich schriftlich zum gestellten Antrag zu äußern. Sich konkret nicht in schriftlicher Form meldet und der gewünschte Beginn der Arbeitszeitverkürzung bereits überschritten ist. Besagt das Gesetz, dass sich der Arbeitgeber spätestens vier Wochen vor dem gewünschten Beginn der reduzierten Arbeitszeit schriftlich melden muss, den Antrag also zwingend schriftlich ablehnen muss? Versäumt der Arbeitgeber diese Frist, ist es ihm dann nicht mehr möglich betriebliche Gründe als Ablehnungsgrund anzuführen?


    Vielen Dank für Auskünfte


    Paul
    Zuletzt geändert von Paul..; 12.10.2019, 16:23.

  • #2
    So ist es ja.

    Kommentar


    • #3
      Der Arbeitgeber lehnt den gestellten Antrag nun in schriftlicher Form ab.
      Als Begründung führt er Paragraph 8, Abs.4 des Teilzeit- und Befristungsgesetz an.


      Abgabe des Antrags und Quittierung der Abgabe (12.06.)
      Schreiben bzgl. Erhalt des Antrags mit Verweis sich zu melden (24.06.)
      Ablehnung mit Verweis auf Paragraph 8, Abs.4 TzBfG (09.10.)

      Letzter Satz: "Es steht Ihnen frei, dann zu gegebener Zeit einen neuen Antrag auf Stundenreduzierung zu stellen"

      Der gestellte Antrag bezieht sich auf eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 30 Std.
      Lehnt der Arbeitgeber den Antrag nun ab, kann ich einen erneuten Antrag erst nach zwei Jahren stellen oder? (Vgl. Paragraph 8 Abs. 6)

      Ich bin mir jetzt unsicher bzgl. des weiteren Vorgehens.
      Ist die Ablehnung allgemein hinfällig wegen der versäumten Frist (so wie matthias das auch sieht?)

      Wie sollte logischer das weitere Vorgehen aussehen?


      Ich wäre sehr dankbar für Antworten!


      Paul
      Zuletzt geändert von Paul..; 12.10.2019, 16:25.

      Kommentar


      • #4
        Zitat von Paul.. Beitrag anzeigen
        Wie sollte logischer das weitere Vorgehen aussehen?
        Hallo,

        jetzt wäre meiner Meinung nach eine Klage vor dem Arbeitsgericht auf Reduzierung der Arbeitszeit erforderlich.

        Du kannst die - mutmaßlich rechtswidrige - Ablehnung entweder akzeptieren oder dein Recht mit gerichtlicher Hilfe durchsetzen.

        Bis zum Abschluss des Gerichtsverfahrens wäre die Weiterarbeit in Vollzeit anzuraten. Sonst könnte es passieren, dass der Arbeitgeber in der eigenmächtigen Stundenreduzierumg eine Arbeitsverweigerung sieht

        Gruß,
        werner
        Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
        Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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