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Frage zur Versicherung über die Berufsgenossenschaft

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  • Frage zur Versicherung über die Berufsgenossenschaft

    Hallo zusammen,

    bei uns kusiert immer wieder die Aussage, man wäre über die BG nicht versichert, wenn bestimmte Dokumentationen nicht vorliegen.
    Also beispielsweise dann, wenn im Zeiterfassungssystem bei einem Dienstgang dieser nicht als solcher hinterlegt ist oder wenn für eine Dienstreise kein Reiseantrag (internes Dokument) vorliegt.
    Oder auch, wenn man zur Mittagspause nicht ausgestempelt ist und einen Wegeunfall erleidet.

    Ich halte diese Aussage für nicht korrekt. Ich denke zwar, dass eine ordentliche Dokumentation z.B. über das Zeiterfassungssystem von Vorteil ist, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass der Versicherungsschutz einfach entfällt, wenn dies nicht der Fall ist. Ich denke, ein Kollege, der als Zeuge fungiert bzw. eine plausible Darstellung von anderen Kollegen oder der Personalabteilung, müsste doch ausreichend sein?

    Hat hier jemand schon Erfahrung mit dem Thema gemacht?

  • #2
    Hallo,

    ist denn der Nickname ein Jobtitel?

    Wenn ja, würde ich einen Lehrgang bei der BG empfehlen. Die sind einschließlich Unterkunft, Fahrtkosten und Lehrgangsgebühr kostenlos. Da kannst du dann alles fragen.
    Nun zu deiner Frage: Eigentlich zahlt die BG immer, wenn es sich irgendwie (auch durch Zeugen) belegen lässt, dass es ein Arbeitsunfall ist.
    Selbst wenn Arbeitszeiten, Lenkzeiten oder sonstiges überschritten wird, springen die ein.

    Gruß
    Hubertus

    Kommentar


    • #3
      Zitat von HRSachbearbeiterin1 Beitrag anzeigen
      Ich halte diese Aussage für nicht korrekt. Ich denke zwar, dass eine ordentliche Dokumentation z.B. über das Zeiterfassungssystem von Vorteil ist, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass der Versicherungsschutz einfach entfällt, wenn dies nicht der Fall ist.
      Hallo,

      mit deiner Einschätzung liegst du richtig. Es ist immer eine Frage der Beweisbarkeit. Wenn ein Dienstreiseantrag gestellt oder der Dienstgang gestempelt wurde, ist das ein starkes Indiz dafür, dass sich der*die Verunglückte tatsächlich auf einem versicherten Weg befand. Ist das nicht geschehen, wirft das zunächst einmal Fragen auf, die aber in allererster Linie betriebsintern geklärt werden müssen. Wenn dann deinerseits (im Rahmen der Unfallanzeige) bestätigt wird, dass sich die Person bei einer versicherten Tätigkeit befand, nimmt das die BG in der Regel so hin. Da wird nicht automatisch nachgefragt, welcher Beweis dafür vorliegt.

      Etwas anderes gilt dann, wenn beispielsweise der Betrieb mitteilt, dass keine verlässlichen Angaben gemacht werden können oder andere Hinweise darauf deuten, dass Zweifel angebracht sind. Manchmal kann auch die Schwere der Verletzungen dazu führen, dass die BG oder das Gewerbeaufsichtsamt etwas gründlicher nachfragen. Es macht da schon einen Unterschied, ob eine Bagatellverletzung vorliegt (= Massengeschäft) oder umfangreiche medizinische und finanzielle Leistungen anstehen.

      Ich für mich habe im Laufe der Jahre entschieden, manche Gerüchte einfach auf sich beruhen zu lassen. Sie können nützlich sein, um die Akzeptanz für betriebliche Abläufe zu erhöhen. Im Zweifelsfall sage ich dann eher "Ich glaube zwar nicht, dass es unbedingt so ist, aber darauf festlegen möchte ich mich nicht. Mit Sicherheit kann das allenfalls die BG sagen, und wahrscheinlich erst nachdem etwas passiert ist - abhängig von den Umständen des Einzelfalles."

      Gruß,
      werner
      Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
      Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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      • #4
        Wenn ein Mitarbeiter ohne genau festgelegte Arbeitszeiten und -erfassung um 12 Uhr mittags den Betrieb verläßt und dann zur Post geht, 5 Briefmarken kauft und sich auf dem Rückweg schwer verletzt, hängt der Versicherungsschutz davon ab: hat er die Briefmarken dienstlich für den Betrieb gekauft oder in der Pause privat? Ein vorheriger schriftlicher Auftrag erleichtert die Ermittlung, ist aber nicht zwingend vorgeschrieben. Die bloße mündliche Aussage im Nachhinein "ja, war dienstlich" könnte Zweifel auslösen.

        E.D.

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