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Botendienste während der Pause und nach der Arbeit

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  • Botendienste während der Pause und nach der Arbeit

    Hallo liebe Forumsmitglieder,

    ich bin neu hier und habe eine kurze Frage bezüglich der Arbeitszeitregelung:

    Wir korrespondieren mit einigen unserer Vertragspartner per Post. Manche von diesen befinden sich fußläufig etwa 10 Minuten entfernt. Unser Arbeitgeber verlangt regelmäßig, dass wir die Post für diese Kunden während unserer Pause selbst dort vorbeibringen (spart beispielsweise das Porto). Auch kommt es vor, dass nach der Arbeit Botengänge, z.B. Paket bei der Post abgegeben, unternommen werden müssen.

    Während meiner 30-minütigen Pause komme ich an solchen Tagen also nicht dazu, mich zu erholen oder in Ruhe etwas zu essen, da ich 20 Minuten für meinen Arbeitgeber unterwegs bin.

    Und jeder, der schon mal schnell was bei der Post abgeben wollte, weiß, wie lang das dauern kann. Ich hab mal eine Stunde dort verbracht. Und das für den Arbeitgeber NACH der Arbeit.

    Ein Zeiterfassungssystem haben wir auf der Arbeit nicht. Wir arbeiten 8 Stunden, von 8 Uhr bis 16:30 mit (lt. Vertrag) einer halben Stunde Pause. An den Tagen, an denen noch Tätigkeiten während der Pause oder nach der Arbeit anfallen, kommt man jedoch schon mal auf 9 Stunden.

    Muss der AG diese zusätzliche Zeit, welche ich für die Arbeit "opfere" vergüten bzw. mir Überstunden dafür anrechnen?

    Ich bin gespannt, was passiert, wenn Zeiterfassungssystem endlich Pflicht werden.

    Vielen Dank für Eure Infos.

  • #2
    Die klassische Antwort, es kommt darauf an was vereinbart ist. In vielen Verträgen ist z.b. vereinbart ,dass Überstunden bis zu einer best. Menge mit dem Gehalt abgegolten sind.
    Das ist allerdings nur wirksam, solange man jeden Monat mit den Überstunden über Mindestlohn kommt.

    Dazu, dass man die Pause um 20 min verkürzt, weil Botengänge sind keine Pause, ist gegen das Arbeitszeitgesetz. Da könnte man mal die Aufsichtsbehörde einschalten und denen das schildern, wenn sie zum kontrollieren kommen. Man muss es denen dann halt auch ehrlich erzählen.

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    • #3
      Bei Beschäftigten mit Botengängen ist es eher unwahrscheinlich, dass das Gehalt ausreichend hoch ist für den Einschluss von Überstunden - wenn auch nicht ganz unmöglich. Am sinnbvollsten wäre es, dies eben innerhalb der Arbeitszeit zu machen. Andernfalls müsste ja auch der Betriebsrat jedes Mal zustimmen.

      Manche von diesen befinden sich fußläufig etwa 10 Minuten entfernt. Unser Arbeitgeber verlangt regelmäßig, dass wir die Post für diese Kunden während unserer Pause selbst dort vorbeibringen (spart beispielsweise das Porto).
      Das wären dann 20 Minuten, also 1/3 Stunde. Selbst wenn nur Mindestlohn gezahlt wird liegen die Personalkosten bei mind. ca. 4 Euro. Eine Briefmarke kostet 80 Cent.

      E.D.

      Kommentar


      • #4
        Zitat von E.D. Beitrag anzeigen


        Das wären dann 20 Minuten, also 1/3 Stunde. Selbst wenn nur Mindestlohn gezahlt wird liegen die Personalkosten bei mind. ca. 4 Euro. Eine Briefmarke kostet 80 Cent.

        E.D.
        Tja, nur im Moment bekommt es der AG umsonst.


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        • #5
          Hallo,

          wie viele Beschäftigte seid ihr im Betrieb? Mehr als zehn?

          Zitat von Pittinchen Beitrag anzeigen
          ... Unser Arbeitgeber verlangt regelmäßig, dass wir die Post für diese Kunden während unserer Pause selbst dort vorbeibringen (spart beispielsweise das Porto). Auch kommt es vor, dass nach der Arbeit Botengänge, z.B. Paket bei der Post abgegeben, unternommen werden müssen.
          Verlangt dein Arbeitgeber das ausdrücklich? Ist der AG gleichzeitig dein direkter Chef oder gibt es da noch Instanzen dazwischen? Habt ihr einen Betriebsrat?

          Ein Zeiterfassungssystem haben wir auf der Arbeit nicht. Wir arbeiten 8 Stunden, von 8 Uhr bis 16:30 mit (lt. Vertrag) einer halben Stunde Pause. An den Tagen, an denen noch Tätigkeiten während der Pause oder nach der Arbeit anfallen, kommt man jedoch schon mal auf 9 Stunden.
          Was würde denn nun passieren, wenn du einfach um z.B. 15:00 Uhr sagst "Ich kümmere mich jetzt um die Post", die entsprechenden Botengänge erledigst und dann wieder für die restliche Zeit an den Arbeitsplatz zurückkehrst? Würde das deinem AG auffallen? Würde er es verbieten?

          Muss der AG diese zusätzliche Zeit, welche ich für die Arbeit "opfere" vergüten bzw. mir Überstunden dafür anrechnen?
          Ja.

          Ich bin gespannt, was passiert, wenn Zeiterfassungssystem endlich Pflicht werden.
          Erstens kann das noch ziemlich lange (in Jahren ausgedrückt) dauern, und zweitens wird sich nichts verändern. Denn wenn dein AG tatsächlich den Anspruch hat, dass ihr das unbedingt in eurer Freizeit erledigt, wird er entsprechende Korrektureinträge in der Zeiterfassung nicht zulassen.

          Gruß,
          werner
          Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
          Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

          Kommentar


          • #6
            Zitat von matthias Beitrag anzeigen

            Tja, nur im Moment bekommt es der AG umsonst.

            Wodurch aber Schulden entstehen.

            E.D.

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