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Reisekosten/Arbeitszeit Aussendienst wird gekürzt (mit fester erster Tätigkeitsstelle und privater PKW)

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  • Reisekosten/Arbeitszeit Aussendienst wird gekürzt (mit fester erster Tätigkeitsstelle und privater PKW)

    Hallo,

    ich würde gerne einmal eure Meinung zum Thema Reisekosten und Arbeitszeit im Aussendienst hören.

    In Firma in der ich arbeite, gibt es eine Betriebsvereinbarung über die Vergütung von Reisekosten und der Arbeitszeit, wenn im Aussendienst gearbeitet wird.

    Dort steht geschrieben, das zusätzliche Strecken und zusätzliche Arbeitszeit vergütet wird, wenn man von zu Hause direkt zum Kunden fährt oder vom letztem Kunden nach Hause fährt.

    Beispiel1:
    Mitarbeiter X wohnt 50km vom Arbeitsplatz entfernt, er fährt aber mit seinem private PKW morgens direkt zum Kunden welcher 70km entfernt zum Wohnort sitzt, da der Termin sehr früh ist und es der direktere Weg ist.
    Bezahlt bekommt der Mitarbeiter vom Arbeitgeber nur 20km und die entsprechende Arbeitszeit für die 20km Mehraufwand/Mehrstrecke.

    Beispiel 2:
    Mitarbeiter X fährt 50km von zu Hause zur Firma und fährt danach mit seinem private PKW weiter zum Kunden, welcher 70km entfernt ist, die Fahrstrecke und die Fahrzeit werden voll vergütet.


    Alle Mitarbeiter haben als erste Tätigkeitsstelle den Firmenstandort eingetragen, einige fahren mit dem privaten PKW zu Kundenterminen, da diese näher oder am Wohnort oder der Heimweg über die Firma viel Zeit kostet.

    Es handelt sich nicht um reinen Aussendienst, sondern 50% Büro, 50% Aussendienst.

    Leider findet man im Internet nicht viel zum Thema, es wird auf §9 EStG Abs.1 4a verwiesen, mir wird aber trotzdem nicht klar werden, wo und wann die "Dienstreise" anfängt und aufhört.
    Gelesen habe ich, dass man sobald man für den Arbeitgeber losfährt (der Weg zum Kunden) es eine dienstliche Fahrt ist und diese Zeit und Strecke vergütet werden muss.
    Alternativ könne man auch die Kosten der Wegstrecke beim Finanzamt als Werbekosten ansetzen.

    Da ware nur das Problem, das ein Teil der Wegstrecke vom Arbeitgeber bezahlt wird und der andere Teil nicht.

    Für Infos oder verweise auf die Rechtssprechung wäre ich sehr dankbar.


    Gruß Hugo

  • #2
    Hallo Hugo,

    das du nicht gefunden hast ist klar.
    Es gibt verschiedene Auslegungen Urteile hierzu wenn es denn zum gerichtlichen Verfahren gekommen ist. Eine Prüfung findet immer individuell statt. Aus meiner Sicht ist der Weg zur Arbeit, und auf den begibst du dich, wenn du direkt zum Kunden fährst keine Arbeitszeit da es dem Arbeitgeber egal ist, wie du den Weg zur Arbeit zurück legst.
    Wenn du aber von deinem Arbeitsplatz dich auf den Weg zum Kunden begibst, dann warst du schon am Arbeitsplatz und dann ist dieser Weg sicher als Arbeitszeit zu bewerten, wenn du das Fahrzeug selber steuerst (egal ob es deines ist oder ein Leihwagen).

    Und genau so habe ich auch in meiner Erinnerung die Begründungen im Kopf, die ich gefunden habe, wenn die Strecke mal gar nicht gemessen wurde und mal doch gemessen und vergütet wurde.
    Abhängig auch von dem was im Arbeitsvertrag steht (Dienstreisen erforderlich ja oder nein, gehören zur Aufgabe etc.)

    ich habe für diese Vorgehensweise sogar Verständnis. Wenn es immer zur Arbeitszeit gehören würde, wenn ich von zu hause aus auf direkten Weg zu den Kunden fahre, glaube mir, dann würde ich mir eine Wohnung suchen die im mittel 4 Anreisestunden von den Kunden weg wäre. Ich fahre von zu hause los (und ich fahre gerne Auto) komme nach 4 Stunden bei Kunden an und teile dem Mit sorry, aber ich muss in 30 Minuten wieder zurück, las uns schnell machen, aber in 4,5 Stunden läuft meine Arbeitszeit ab und ich habe noch einen weiter Weg zu fahren.
    ich bekomme volles Sprittgeld und fahre ständig spazieren auf Kosten des Arbeitgebers, weil ich 3,5 Autostunden von dem entfernt wohne und darum immer direkt zum Kunden fahre .

    Gruß
    meistermacher

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    • #3
      Hallo Meistermacher,

      vielen Dank für deine Antwort, die war sehr hilfreich.

      Ich gebe dir Recht, der Arbeitgeber kann natürlich nichts für den Wohnort des Arbeitnehmers.
      Von dieser Seite habe ich das nicht ausreichend betrachtet,...

      Ich denke ich habe mich da zu sehr aus der Sicht der Steuer orientiert, dort wird ja geschrieben, das der Rückweg der Dienstreise mit 30ct ansetzbar ist. (falls ich das so richtig gelesen und verstanden habe)

      Arbeitsvertraglich ist zu den Dienstreisen leider nichts geregelt bzw. eingetragen.
      Es gibt eine Betriebsvereinbarung zu Dienstreisen, Aussendiensttätigkeiten, Vergütung der Km mit privatem KFZ, diese BV ist auch okay.

      Leider wurde vertraglich nichts zur dienstlichen Nutzung des Privatwagens festgehalten, keine Anweisung zur Dokumentation, etc.
      Es wurde mir nur ein Fahrtenbuch in die Hand gedrückt und gesagt, dass es eine Versicherung für die Dienstfahrten mit dem Privatwagen gibt.

      Kollegen von mir fahren schon jahrelang so, ohne das es Probleme gab.

      Gruß
      Hugo

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