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Berufsbildungswerk Arbeitszeiten und Minusstunden ist das Rechtens?

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  • Berufsbildungswerk Arbeitszeiten und Minusstunden ist das Rechtens?

    Hallo zusammen,

    ich habe am 02.09.2019 meine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau in einem Berufsbildungswerk begonnen (Bin 24 Jahre alt), da ich Probleme habe mit strukturiertem Arbeiten. Nun ist meine Frage wir müssen jeden Tag von 7:15 bis 16:45 im Laden arbeiten. Zudem haben wir 2x 15 Minuten Vormittags- und Nachmittagspause und 45 Minuten Mittagspause. Wenn ich jetzt alles zusammenzähle ,komme ich auf (grob) 10 Stunden Arbeitszeit, obwohl es ja laut Gesetz nur höchstens 8,5 Stunden in der Woche sein dürften. (Die Ausrede vom Berusbildungswerk ist die, dass wir ja die Zeit die wir "mehr" frei bekommen als andere draußen, ja reinarbeiten müssen.)
    Desweiteren bekommen wir Minusstunden wenn wir Kassendifferenzen haben (egal ob minus oder Plus) und wir bekommen auch Minusstunden wenn wir uns z.B. einen Tag freinehmen oder früher gehen wollen. Ich hab sogar schon mitbekommen, dass Teilnehmer als Einzelhandelskaufleute das Gelände des BBW aufräumen mussten um ihre Minusstunden wieder loszuwerden.
    Und wir bekommen nur ein "Taschengeld" von 117 Euro.

    Ist das alles so in Ordnung oder nicht?

    Ich freue mich auf Antworten.

    LG
    Lilly
    Zuletzt geändert von Lilly95; 04.09.2019, 04:58.

  • #2
    Hallo,

    ich gehe davon aus, dass du dort auch im Internat untergebracht bist?

    Kannst du deinen Ausbildungsvertrag mal hier reinstellen?

    Sind die Zeiten mit oder ohne Pausen? ( Nun ist meine Frage wir müssen jeden Tag von 7:15 bis 16:45 im Laden arbeiten. Zudem haben wir 2x 15 Minuten Vormittags- und Nachmittagspause und 45 Minuten Mittagspause.)

    Gruß
    Hubertus

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    • #3
      Ist das überhaupt ein Ausbildungsverhältnis nach dem Berufsbildungsgesetz oder ist es eine sozialrechtliche Maßnahme der Teilhabe am Arbeitsleben?

      E.D.

      Kommentar


      • #4
        Hallo Lilly,

        ich habe deine Arbeitszeit addiert und komme auf 8,25 Stunden arbeitstäglich. Von 7:15 bis 16:45 sind es 9,5 Stunden, davon werden die 1,25 Stunden pause abgezogen und übrig bleiben 8,25 Stunden. Das ganze mal 5 oder mal 6 Tage?
        mal 6 Tage wäre es unzulässig, mal 5 Tage wären es 41 Stunden in der Woche und damit eine zulässige Arbeitszeit.
        Pausen gehören nicht zur Arbeitszeit und müssen immer von dieser abgezogen werden.
        Damit ist dieses schon mal geklärt.
        Wenn nun in eurem Vertrag aber vereinbart ist, dass ihr täglich 8,5 Stunden Arbeitszeit habt, dann macht ihr tatsächlich erstmal täglich 0,25 Stunden minus. Die frage ist aber, wer verursacht das Minus. Aus meiner Sicht verursacht das Minus der Ausbilder, der euch auch bis 17 Uhr im Laden lassen könntet, damit ihr kein Minus macht.

        Aufräumen und in Ordnung halten gehört mit zur Ausbildung und zum Job. Solange das während der Arbeitszeit die vertraglich geregelt ist passiert ist das in Ordnung.

        Kassendifferenzen egal in welcher Richtung ausgleichen mit zusätzlicher Arbeitszeit ist eine Erzieherische Maßnahmen, die Rechtliche Grundlage hierfür ist mir unbekannt, nun weiß ich aber auch nicht, was in den betreuten Berufsbildungswerken so alles zulässig ist. Mein Bauchgefühl sagt mir, dafür gibt es keinen Grundlage, aber scheinbar versuchen die Ausbilder und Erzieher mit diesen Maßnahmen euch auf euer Handicap hinzuweisen und dazu zu bewegen, so genau wie möglich und so organisiert wie möglich zu arbeiten, damit ihr zukünftig auch eine Chance auf dem ersten Arbeitsmarkt habt.

        Wenn ihr früher gehen wollt ist das logischerweise Minus. Das ist richtig.
        Wenn ihr einen Tage frei haben wollt kann das auch ein Urlaubstag sein! Wollt ihr aber keinen Urlaubstag dafür nehmen ist es logischerweise auch Minus.

        Gruß
        meistermacher



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        • #5
          Zitat von meistermacher Beitrag anzeigen
          Hallo Lilly,

          ich habe deine Arbeitszeit addiert und komme auf 8,25 Stunden arbeitstäglich. Von 7:15 bis 16:45 sind es 9,5 Stunden, davon werden die 1,25 Stunden pause abgezogen und übrig bleiben 8,25 Stunden. Das ganze mal 5 oder mal 6 Tage?
          mal 6 Tage wäre es unzulässig, mal 5 Tage wären es 41 Stunden in der Woche und damit eine zulässige Arbeitszeit.
          Pausen gehören nicht zur Arbeitszeit und müssen immer von dieser abgezogen werden.
          Damit ist dieses schon mal geklärt.
          Wenn nun in eurem Vertrag aber vereinbart ist, dass ihr täglich 8,5 Stunden Arbeitszeit habt, dann macht ihr tatsächlich erstmal täglich 0,25 Stunden minus. Die frage ist aber, wer verursacht das Minus. Aus meiner Sicht verursacht das Minus der Ausbilder, der euch auch bis 17 Uhr im Laden lassen könntet, damit ihr kein Minus macht.

          Aufräumen und in Ordnung halten gehört mit zur Ausbildung und zum Job. Solange das während der Arbeitszeit die vertraglich geregelt ist passiert ist das in Ordnung.

          Kassendifferenzen egal in welcher Richtung ausgleichen mit zusätzlicher Arbeitszeit ist eine Erzieherische Maßnahmen, die Rechtliche Grundlage hierfür ist mir unbekannt, nun weiß ich aber auch nicht, was in den betreuten Berufsbildungswerken so alles zulässig ist. Mein Bauchgefühl sagt mir, dafür gibt es keinen Grundlage, aber scheinbar versuchen die Ausbilder und Erzieher mit diesen Maßnahmen euch auf euer Handicap hinzuweisen und dazu zu bewegen, so genau wie möglich und so organisiert wie möglich zu arbeiten, damit ihr zukünftig auch eine Chance auf dem ersten Arbeitsmarkt habt.

          Wenn ihr früher gehen wollt ist das logischerweise Minus. Das ist richtig.
          Wenn ihr einen Tage frei haben wollt kann das auch ein Urlaubstag sein! Wollt ihr aber keinen Urlaubstag dafür nehmen ist es logischerweise auch Minus.

          Gruß
          meistermacher


          Hi Meistermacher,

          danke für deine Antwort und du hast Recht mit dem was du sagst

          Kommentar


          • #6
            Zitat von E.D. Beitrag anzeigen
            Ist das überhaupt ein Ausbildungsverhältnis nach dem Berufsbildungsgesetz oder ist es eine sozialrechtliche Maßnahme der Teilhabe am Arbeitsleben?

            E.D.
            Letzeres

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