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Gehaltsvorstellung vom Chef ausgeplaudert + Bestrafung

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  • Gehaltsvorstellung vom Chef ausgeplaudert + Bestrafung

    Hallo lieben Leute,

    ich bin neu hier und habe mich angemeldet, weil ich nicht mehr wirklich weiter weiß. Und zwar folgendes:

    Seit einem Monat bin ich als Aushilfe (neben Studium) in einem Gastrobetrieb tätig. Als ich mich initiativ bewarb, wurde ich vom Chefkoch nach meiner Gehaltsvorstellung gefragt. Anbei sei erwähnt, dass ich mich nicht als Aushilfe, sondern als Teilzeitkraft bewarb. Das blieb soweit unkommentiert und schon bald konnte ich meine Arbeit als Servicekraft beginnen. Nachgekommen ist man dem zwar nicht und ich erhalte Mindestlohn. Das ist aber soweit in Ordnung, da ich weder Zeit- noch Kostenaufwand für den Arbeitsweg habe.

    An einem vergleichsweisen stressigen Tag (ich war viele Jahre zuvor nicht mehr in der Gastro tätig und bin wie gesagt nur Aushilfe) fuhr dem Chefkoch in seiner Laune und Unzufriedenheit etwa folgender Satz über die Lippen: "Du willst xx,xx die Stunde! Dann zeig' auch mal was!"

    Nun ist ein rauer Ton in der Küche eines Restaurants Gang und Gebe und ich kann damit auch leben. Nur waren einige Kollegen, die an diesem Tag Dienst hatten, ebenfalls im Raum/in der Küche.

    Meine Befürchtungen dadurch waren folgende:
    - Kollegen denken, ich halte mich für etwas besseres oder würde ihre Arbeitr schmälern
    - Der Chef nagelt mich immer wieder an diese Gehaltsvorstellung fest

    Letzteres bestätigte er sogar in einem anschließenden "Gespräch". Also in der Zurechtweisung.

    Der jüngste Vorfall ereignete sich letzte Woche:
    Es war sehr viel los und meine 61-jährige Kollegin und ich mussten viele Gäste a la Carte und per Menü bedienen. Am Tag zuvor war ähnlich viel los. Das konnte ich aber größtenteils alleine bewerkstelligen, während meine Service Chefin sich um andere Dinge kümmerte und mir maximal auf Anfrage kurz half. Kurz und knapp: Wir haben funktioniert. Solch einen Workflow konnte ich mit meiner oben erwähnten Kollegin von 61 Jahren noch nicht aufbauen.

    Auf jeden Fall war ich an diesem Tag nicht ganz auf der Höhe und habe auch Fehler gemacht, indem ich zwar das richtige Essen von den Gästen aufnahm, im Kassensystem aber in dem Stress die Überprüfung vergaß und die falsche Speise der Küche übermittelte. Ich habe mich aufrichtig und persönlich beim Gast entschuldigt und er hat mir auch verziehen. Auch in der Küche nahm ich das selbstverständlich auf meine Kappe.

    Der ausschlaggebende Moment war dann, als ich vier Speisen zu einem Tisch brachte. (1x Nudeln, 2x Steak, 1x Schnitzel) Nach kurzer Zeit meinte ein Gast, dass "noch die Salate zu den Steaks fehlen" würden. Also ging ich in die Küche und erzählte von den Salaten. Der Chefkoch guckte nochmals kurz auf die neue Karte und merkte, dass ja wirklich noch zwei Salate dazugehören. Schnell gemacht, brachte ich diese zum Tisch der Gäste. Dann sagte einer der Gäste: "Ich kriege auch noch einen Salat für das Schnitzel."
    Also ging ich wieder in die Küche und erzählte vom dritten, fehlenden Salat. Chef wollte wissen, wieso sie jetzt schon das zweite mal fragen. Als ich erklären wollte, dass zuvor nur die fehlenden Salate zum Steak (Steak ≠ Schnitzel) erwähnt worden sind, ließ er mich gar nicht fertig sprechen und sagte, dass dies nur Ausreden von mir seien. Dann verwies er mich der Küche und rief mir kurz danach noch hinterher, dass ich den Salat (den ja die Küche hat vergessen zu machen) jetzt gefälligst zum Gast bringen solle.

    Ich akzeptiere jede Art von "Anschiss" wenn ich Mist baue und stehe auch dazu. Genauso wie ich den Gästen mitteile, wenn es ganz alleine mein Fehler gewesen ist. Aber hier wurde ich für etwas bestraft, worauf ich den geringsten bis keinen Einfluss hatte. Das verbesserte meinen Zustand, vor allem im Kopf, nicht wirklich. Morgen muss ich wieder arbeiten und mir wird schlecht, wenn ich nur daran denke. Ich werde vorher mit meiner Service-Chefin reden wollen. Denn ich fühle nur Unbehagen und Angst, wieder einen Fehler zu machen. Bisher hat die Arbeit, auch bei all der Anstrengung und Stress, Spaß gemacht und ich wollte Teil des Teams werden. Nur sehe ich nun diesbezüglich schwarz, da der Chefkoch nunmal das letzte Wort hat und 'immer Recht hat, weil er der Chef ist!'. So seine Ansage an mich.

    Ich finde, es geht nicht klar, dass er Informationen aus einem vertaulichen Gespräch vor den Mitarbeitern ausposaunt. Das Vertrauenverhältnis, wenn es jemals eines gab, ist nun auf beiden Seiten dauerhaft beschädigt.
    Zuletzt geändert von Passtschon; 30.08.2019, 14:51.

  • #2
    Du kannst Versuche in Ruhe darüber zu sprechen. Wobei mir unklar ist was du genau willst.
    Wenn es für dich nicht geht suche dir eine andere Arbeit.

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    • #3
      Man könnte entgegnen "Und du zahlst nur den Mindestlohn, also gibt es auch nur Mindestleistung".

      E.D.


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      • #4
        Welcher Art war denn nun die "Strafe"?

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