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Arbeitsvertrag arbeitgeberseitig gekündigt vor Vertragsbeginn

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  • Arbeitsvertrag arbeitgeberseitig gekündigt vor Vertragsbeginn

    Guten Morgen!

    Ich hoffe Ihr könnt mir in diesem Fall weiterhelfen und mir sagen ob ich noch irgendwelche Zusprüche habe.

    Ich hatte einen unbefristeten Arbeitsvertrag bei Firma 1. Dieser wollte die Abteilung schließen in der ich bin und sagte mir, dass ich mir was neues suchen solle. Habe ich getan und gefunden. Firma 2 wollte mich zum 15.08 einstellen. Arbeitsvertrag bei der zweiten Firma ist beidseitig unterschrieben worden. Aufhebungsvertrag von Firma 1 wurde am 21.07 unterschrieben und datiert. Aus dem Grund, dass ich noch einen Urlaub zwischenschieben kann. Nun habe ich auch am 21.07 eine Kündigung von Firma 2 bekommen. Kündigung vor Vertragsbeginn ohne Angabe weiterer Gründe. Persönlicher Kontakt mit dem Chef ist seitdem nicht möglich. Er blockt jeden Anruf usw. ab. Nun bekomme ich darüberhinaus auch kein ALG1 weil ich den Aufhebungsvertrag ja selbst unterschrieben habe. Nun hat mich der Mitarbeiter der ARGE aber darauf hingewiesen was im §2 des beidseitig unterschriebenen Arbeitsvertrages steht.

    Undzwar:

    "Der Rücktritt vom Arbeitsvertrag oder seine Kündigung vor Aufnahme der Tätigkeit sind ausgeschlossen. Nach Aufnahme der Tätigkeit kann das Arbeitsverhältnis jederzeit mit der gesetzlichen Fris[...]"

    Nun weiß ich ja, dass es ohne weiteres möglich ist zu kündigen bevor die Arbeit beginnt. Doch mit diesem Paragraphen ist es doch nicht möglich. Ich habe meine alte Arbeit wegen ihm gekündigt und da er mich nun vor Beginn gekündigt hat, obwohl dies ausgeschlossen ist, sitze ich ohne Arbeit auf der Straße und bekomme nicht einmal Geld vom Amt.

    Daher meine Frage; Kann ich ihn irgendwie darauf festnageln und Schadensersatz verlangen? Irgendetwas?

  • #2
    Zitat von Prarrior Beitrag anzeigen
    ... Nun habe ich auch am 21.07 eine Kündigung von Firma 2 bekommen. Kündigung vor Vertragsbeginn ohne Angabe weiterer Gründe. ... Nun hat mich der Mitarbeiter der ARGE aber darauf hingewiesen was im §2 des beidseitig unterschriebenen Arbeitsvertrages steht.

    "Der Rücktritt vom Arbeitsvertrag oder seine Kündigung vor Aufnahme der Tätigkeit sind ausgeschlossen. Nach Aufnahme der Tätigkeit kann das Arbeitsverhältnis jederzeit mit der gesetzlichen Fris[...]"

    Nun weiß ich ja, dass es ohne weiteres möglich ist zu kündigen bevor die Arbeit beginnt. Doch mit diesem Paragraphen ist es doch nicht möglich. ...
    Daher meine Frage; Kann ich ihn irgendwie darauf festnageln und Schadensersatz verlangen? Irgendetwas?
    Hallo,

    wenn du innerhalb von drei Wochen Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht eingereicht hättest, wäre vermutlich alles anders gelaufen. Firma 2 hätte den Fehler erkannt, die Kündigung zurückgezogen, deinen ersten Arbeitstag abgewartet und dann erneut gekündigt. Die Fristen ergeben sich aus §§ 4, 7 KüSchG. Nun ist es zu spät.

    Deiner Schilderung nach scheint es sich bei Firma 2 um einen Kleinbetrieb zu handeln. Du kannst ja versuchen, auf eine dort gegebene Unerfahrenheit zu hoffen und darauf hinweisen, dass laut deinem Arbeitsvertrag die Kündigung unzulässig war und du deshalb zum 1. September (oder einem anderen beliebigen Datum mit kurzer Vorankündigungsfrist) die Arbeit aufzunehmen gedenkst.

    Ich glaube zwar nicht, dass das funktioniert - aber das ist so die einzige Idee, die ich dazu anbieten könnte.

    Gruß,
    werner
    Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
    Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

    Kommentar


    • #3
      Arbeitsbeginn war der 15.08. Drei Wochen sind dann noch nicht rum wenn heute der 26.08 ist. Was würde mir das denn dann konkret bringen? Außer, dass ich dann am ersten Tag gekündigt werde?

      Und da ich den Chef weder telefonisch noch persönlich antreffen kann, kann ich ihm das leider so nicht mitteilen und hoffen, dass er nachgibt.

      Kommentar


      • #4
        Zitat von Prarrior Beitrag anzeigen
        Arbeitsbeginn war der 15.08. Drei Wochen sind dann noch nicht rum wenn heute der 26.08 ist.
        Die drei Wochen zählen ab Zugang der Kündigung - also ab 21. Juli 2019. Somit ist die Zeit bereits abgelaufen.

        Was würde mir das denn dann konkret bringen? Außer, dass ich dann am ersten Tag gekündigt werde?
        Dann hättest du voraussichtlich keine Sperrzeit bei der Arbeitsagentur. Schließlich bist du dann nicht per Aufhebungsvertrag in die Arbeitslosigkeit gegangen, sondern nach einem Stellenwechsel (was ja niemandem verboten werden kann) in der Probezeit gekündigt worden.

        Wobei die dir drohende Sperre bei der Arbeitsagentur möglicherweise nicht korrekt ist. Schließlich hast du den Aufhebungsvertrag erst unterschrieben, nachdem du eine verbindliche anderweitige Zusage hattest. Aber auf diesem Terrain kennen sich andere besser aus als ich.

        Und da ich den Chef weder telefonisch noch persönlich antreffen kann, kann ich ihm das leider so nicht mitteilen und hoffen, dass er nachgibt.
        Ist dieser Chef denn der einzige Mensch, der dort arbeitet? Wer kümmert sich um die Eingangspost, wenn nicht er? Stecke ihm (unter Zeugen) einen Brief in den Briefkasten oder schicke ein Einwurf-Einschreiben dort hin.

        Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
        Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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        • #5
          Hallo,

          ich fürchte der Zug ist abgefahren. Du bist ja nicht am 15.08. erschienen. Und Kündigungsschutzklage ist viel zu spät. Wegen der Sperrzeit würde ich nochmals nachhaken. Wenn das nichts bringt, dann einen Anwalt fragen, ob das rechtens ist mit der Sperrzeit. Und evtl dann klagen beim Sozialgericht. Da sind Klagen mit über 40% erfolgreich.

          Gruß
          Hubertus

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          • #6
            nun der neue geplante Arbeitgeber hat das clever gemacht.
            Du bist nicht umgehend zur Arbeitsagentur gegangen. Du hast nicht fristgerecht nach Zugang der Kündigung Kündigungsschutzklage eingereicht und damit die Kündigung akzeptiert.
            Eine Sperrfrist ist somit unumgänglich!

            Du hättest mit Zugang der Kündigung (21.07(war ein Sonntag????) ) umgehend die Arbeitsagentur kontaktieren müssen, innerhalb der drei Wochenfrist (bis zum 12.08.2019) Kündigungsschutzklage einreichen müssen und am 15.09 deine Arbeit aufnehmen/anbieten müssen, da eine Kündigung vor Arbeitsbeginn ausgeschlossen war und somit dir ausgesprochen werden konnte.

            Also viele Fehler gemacht die dir nicht weiter helfen. Ich drücke dir die Daumen, dass du schnell was neues findest und aus diesem Prozess lernst.
            Zukünftig immer mit Erhalt der Kündigung zur Arbeitsagentur gehen, Kündigung prüfen und Kündigungsschutzklage einreichen, Arbeit weiter anbieten, auch wenn man gekündigt ist um ein Zeichen zu setzen, dass die Kündigung nicht akzeptiert wird.

            Gruß
            meistermacher

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            • #7
              Zitat von Prarrior Beitrag anzeigen
              ...Ich hatte einen unbefristeten Arbeitsvertrag bei Firma 1. Dieser wollte die Abteilung schließen in der ich bin und sagte mir, dass ich mir was neues suchen solle. ...
              Kann dein alter AG dir schriftlich bestätigen, dass du mit einer betriebsbedingten Kündigung rechnen musstest, wenn du nicht selbst gegangen wärst? Das könnte sich bei der Arbeitsagentur möglicherweise vorteilhaft auswirken.
              Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
              Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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              • #8
                Zitat von werner h. Beitrag anzeigen

                Dann hättest du voraussichtlich keine Sperrzeit bei der Arbeitsagentur. Schließlich bist du dann nicht per Aufhebungsvertrag in die Arbeitslosigkeit gegangen, sondern nach einem Stellenwechsel (was ja niemandem verboten werden kann) in der Probezeit gekündigt worden.
                Ich habe bereits Widerspruch eingelegt und bin seit dem 21.07 mit der ARGE in Kontakt deswegen. Bislang spricht man mir nichts zu, da der Aufhebungsvertrag zum 21.07 nicht nötig wäre weil ich ja erst am 15.08 meine neue Arbeit anfange. Ich hätte den Aufhebungsvertrag ja am 14.08 unterschreiben können.

                Zitat von werner h. Beitrag anzeigen
                Ist dieser Chef denn der einzige Mensch, der dort arbeitet? Wer kümmert sich um die Eingangspost, wenn nicht er? Stecke ihm (unter Zeugen) einen Brief in den Briefkasten oder schicke ein Einwurf-Einschreiben dort hin.
                Da arbeiten noch mehr, aber das sind alles nur Arbeiter. Die haben nichts mit Personal, Post etc. zu tun. Ich war auch persönlich dort und wurde vertröstet. Er sei nicht da.

                ich fürchte der Zug ist abgefahren. Du bist ja nicht am 15.08. erschienen. Und Kündigungsschutzklage ist viel zu spät. Wegen der Sperrzeit würde ich nochmals nachhaken. Wenn das nichts bringt, dann einen Anwalt fragen, ob das rechtens ist mit der Sperrzeit. Und evtl dann klagen beim Sozialgericht. Da sind Klagen mit über 40% erfolgreich.
                Ich kann mir dadurch, dass ich aktuell wirklich gar kein Einkommen habe nicht einmal Essen & Miete leisten geschweige denn die Anwaltskosten.


                Also viele Fehler gemacht die dir nicht weiter helfen. Ich drücke dir die Daumen, dass du schnell was neues findest und aus diesem Prozess lernst.
                Zukünftig immer mit Erhalt der Kündigung zur Arbeitsagentur gehen, Kündigung prüfen und Kündigungsschutzklage einreichen, Arbeit weiter anbieten, auch wenn man gekündigt ist um ein Zeichen zu setzen, dass die Kündigung nicht akzeptiert wird.
                Ich habe mich am 01.07. sofort persönlich Arbeitslos gemeldet zum 21.07 - 15.08 aber kein Arbeitslosengeld beantragt (Ich wollte ja nur Urlaub machen und war mir sicher, ich kriege eine Arbeit, da Vertrag unterschrieben)
                Als ich dann am 21.07 den Aufhebungsvertrag unterschrieben habe als auch die Kündigung von Firma 2 bekommen habe, habe ich mich noch am gleichen Tag widerum erneut arbeitslos gemeldet aber eben nicht bis zum 15.08 sondern allgemein. Habe denen auch alles vorgelegt und geschildert. Da wurde auf nichts eingegangen. Ich habe die Sperrzeit dann zwei Wochen später nur per Brief bekommen. Diese fechte ich seitdem an.

                Kann dein alter AG dir schriftlich bestätigen, dass du mit einer betriebsbedingten Kündigung rechnen musstest, wenn du nicht selbst gegangen wärst? Das könnte sich bei der Arbeitsagentur möglicherweise vorteilhaft auswirken.
                Da ich wusste wie sowas beim Amt läuft, habe ich das auch genauso im Aufhebungsvertrag beschrieben. "Aufgrund einer Auflösung der Abteilung kommt dieser Aufhebungsvertrag zustande...." so in dem Sinne. Hat anscheinend nichts gebracht.

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                • #9
                  Wie lange Sperre hast du denn bekommen?

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                  • #10
                    Zitat von matthias Beitrag anzeigen
                    Wie lange Sperre hast du denn bekommen?
                    3 Monate Sperrzeit. Also lange genug, dass ich gezwungen wurde mein Auto zum Verkauf anzubieten.

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