Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Angst vor Kündigung wegen Krankheit

Einklappen
X
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Angst vor Kündigung wegen Krankheit

    Hallo zusammen!
    Vielleicht könnt ihr mir helfen. Ich bin Tarifmitarbeiter in einem DAX Konzern und bin nach etwa einem Jahr im Konzern an einem Burn Out erkrankt. Deshalb habe ich, auch durch andere Erkrankungen, in dem einen Jahr etwa 9 Wochen Krankheit auf der Uhr.
    Wegen Burn Out bzw. Depression durch Erschöpfung wurde ich jetzt 6 Wochen am Stück krankgeschrieben und wollte danach wieder arbeiten gehen, denn einfach nur zu Hause rumsitzen hat mir auch wenig gebracht. Außerdem standen durch meine Abwesenheit alle Projekte still - meine Arbeit kann im Konzern keiner übernehmen... Da ich etwa 100 Überstunden gesammelt habe, habe ich mir vorgenommen diese erstmal abzubauen und entspannt anzufangen.

    Mein Chef kam jedoch sehr ungehalten nach der Krankheit auf mich zu. Er hat mich im Prinzip als Minderleister dargestellt, mir suggeriert, dass ich die Firma nur Geld koste (was ich im Prinzip auch etwas verstehe, jedoch bin ich ja nicht absichtlich krank geworden?! Und kurz vor der Krankheit, etwa 6 Wochen davor, habe ich bereits über Überforderung, zu viel Stress, zu viel Projekte und Arbeit geklagt. Als Belohnung gab es ein Projekt mehr oben drauf...).
    Und Anschiss habe ich auch erhalten, weil ich einen Antrag auf Brückenteilzeit gestellt habe, weil ich eben mit weniger Arbeit vermutlich gesund werden würde. Der Antrag wird aus betrieblichen Gründen abgelehnt sagte er und ich soll den Antrag zurückziehen, da dieser Antrag sehr schlecht ankommen würde. Ich frage mich, ob das überhaupt alles arbeitsrechtlich nicht eine riesige Sauerei ist?!

    Und es hieß, dass ich jetzt erstmal keine flexiblen Arbeitszeiten mehr habe, sondern zwischen 7 und 8 Uhr meine Arbeit beginnen soll. Da ich im Prinzip gar keinen Kontakt mit Kunden habe, ist der Arbeitsbeginn bei mir absolut irrelevant, jedoch in meiner aktuellen Situation ...ich sag mal, direkt nach einem Burn Out oder beim Ausheilen eines Burn Outs Gift für mich, weil es mich a) sehr stresst so früh aufzustehen und ich b) oft erst spät (gegen 4 Uhr etwa) einschlafe.
    Mir wurde mit Abmahhnung und Kündigung gedroht, wenn ich zu spät komme und das ganze als "gesundheitliche Maßnahme" verkauft.

    Meine Fragen:
    a) Muss ich Angst vor einer Kündigung wegen Krankheit haben, auch, wenn ich jetzt nochmal länger krankgeschrieben werden muss oder ggf. wegen Reha ausfalle?
    b) Darf mein Chef mir einfach das vertraglich gesicherte Recht auf flexible Arbeitszeiten nehmen durch seine Anweisung?
    c) Wie soll ich mit der Situation generell umgehen, dass der AG mich wohl loswerden möchte?! Ich bin derzeti nicht in der Lage, mir einen neuen Job zu suchen bzw. die Probezeit zu überstehen...

    Danke für eure Antworten
    Grüße
    Van

  • #2
    Zitat von Vandrum Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen!
    Vielleicht könnt ihr mir helfen. Ich bin Tarifmitarbeiter in einem DAX Konzern und bin nach etwa einem Jahr im Konzern an einem Burn Out erkrankt. Deshalb habe ich, auch durch andere Erkrankungen, in dem einen Jahr etwa 9 Wochen Krankheit auf der Uhr.
    Wegen Burn Out bzw. Depression durch Erschöpfung wurde ich jetzt 6 Wochen am Stück krankgeschrieben und wollte danach wieder arbeiten gehen, denn einfach nur zu Hause rumsitzen hat mir auch wenig gebracht. Außerdem standen durch meine Abwesenheit alle Projekte still - meine Arbeit kann im Konzern keiner übernehmen... Da ich etwa 100 Überstunden gesammelt habe, habe ich mir vorgenommen diese erstmal abzubauen und entspannt anzufangen.

    Mein Chef kam jedoch sehr ungehalten nach der Krankheit auf mich zu. Er hat mich im Prinzip als Minderleister dargestellt, mir suggeriert, dass ich die Firma nur Geld koste (was ich im Prinzip auch etwas verstehe, jedoch bin ich ja nicht absichtlich krank geworden?! Und kurz vor der Krankheit, etwa 6 Wochen davor, habe ich bereits über Überforderung, zu viel Stress, zu viel Projekte und Arbeit geklagt. Als Belohnung gab es ein Projekt mehr oben drauf...).
    Und Anschiss habe ich auch erhalten, weil ich einen Antrag auf Brückenteilzeit gestellt habe, weil ich eben mit weniger Arbeit vermutlich gesund werden würde. Der Antrag wird aus betrieblichen Gründen abgelehnt sagte er und ich soll den Antrag zurückziehen, da dieser Antrag sehr schlecht ankommen würde. Ich frage mich, ob das überhaupt alles arbeitsrechtlich nicht eine riesige Sauerei ist?!

    Und es hieß, dass ich jetzt erstmal keine flexiblen Arbeitszeiten mehr habe, sondern zwischen 7 und 8 Uhr meine Arbeit beginnen soll. Da ich im Prinzip gar keinen Kontakt mit Kunden habe, ist der Arbeitsbeginn bei mir absolut irrelevant, jedoch in meiner aktuellen Situation ...ich sag mal, direkt nach einem Burn Out oder beim Ausheilen eines Burn Outs Gift für mich, weil es mich a) sehr stresst so früh aufzustehen und ich b) oft erst spät (gegen 4 Uhr etwa) einschlafe.
    Mir wurde mit Abmahhnung und Kündigung gedroht, wenn ich zu spät komme und das ganze als "gesundheitliche Maßnahme" verkauft.

    Meine Fragen:
    a) Muss ich Angst vor einer Kündigung wegen Krankheit haben, auch, wenn ich jetzt nochmal länger krankgeschrieben werden muss oder ggf. wegen Reha ausfalle?
    b) Darf mein Chef mir einfach das vertraglich gesicherte Recht auf flexible Arbeitszeiten nehmen durch seine Anweisung?
    c) Wie soll ich mit der Situation generell umgehen, dass der AG mich wohl loswerden möchte?! Ich bin derzeti nicht in der Lage, mir einen neuen Job zu suchen bzw. die Probezeit zu überstehen...

    Danke für eure Antworten
    Grüße
    Van
    Hey,
    Dax-Konzern das heisst für mich eigentlich Betriebrat vorhanden. Das wäre also dein nächster Weg. Zweitens solltest du mal Kontakt mit der SBV aufnehmen, ob eventuell ein Antrag auf Schwerbehinderung möglich wäre.. Den Antrag auf Brückenteilzeit würd eich nicht zurücknehmen, sondern auf eine offizielle Entscheidung bestehen. Wenn niemand ausser die deine Tätigkeiten ausüben kann, warum hast du dann Angst vor einer Kündigung?
    Weiterhin müsste dich eigentlich dein AG zu einem Bem Gespräch einladen.

    Wieso hats du keine flexiblen Arbeiteszeiten mehr? Dax-Konzern heisst doch, das dies durch BV geregelt ist
    VG
    Gast_SBV

    Kommentar


    • #3
      Zitat von Vandrum Beitrag anzeigen
      Meine Fragen:
      a) Muss ich Angst vor einer Kündigung wegen Krankheit haben, auch, wenn ich jetzt nochmal länger krankgeschrieben werden muss oder ggf. wegen Reha ausfalle?

      Das kann man nicht so einfach beantworten, grundsätzlich sind Kündigungen wg. Krankheit schon möglich, sie sind aber auch nicht einfach.
      Ich würde umgehende einen Anwalt hinzuziehen der dich auch beraten kann, was du für Recht hast, z.b. das schon genannte BEM.

      Zitat von Vandrum Beitrag anzeigen
      b) Darf mein Chef mir einfach das vertraglich gesicherte Recht auf flexible Arbeitszeiten nehmen durch seine Anweisung?
      Wenn das vertraglich vereinbart ist: Nein.



      Zitat von Vandrum Beitrag anzeigen
      c) Wie soll ich mit der Situation generell umgehen, dass der AG mich wohl loswerden möchte?! Ich bin derzeti nicht in der Lage, mir einen neuen Job zu suchen bzw. die Probezeit zu überstehen...
      S.o. lass die von einem Anwalt beraten und kontaktiere BR und SBV (Schwerbehindertenvertret ung).

      Kommentar


      • #4
        Danke für die Antworten. Mit dem Betriebsrat habe ich bereits gesprochen. Der sagt, dass ich mir keine Sorgen bzgl. Kündigung wegen Krankheit machen soll, das wäre sehr schwer. Deckt sich ja auch mit euren Antworten.

        Der Betriebsrat hat mir empfohlen mit dem Werksarzt zu sprechen und die BEM Gespräche abzuwarten und dann mit meinem Chef zu reden, vllt bekomme ich ja wieder meine flexiblen Arbeitszeiten. Produktiver wäre ich dadurch auf jeden Fall!

        Wegen Antrag auf Schwerbehinderung:Ihr solltet bedenken, dass ich noch sehr jung bin, erst Anfang 30...und bis jetzt war ich immer kerngesund und fit bis auf diese krasse Energie- und Schlaflosigkeit jetzt seit paar Monaten.

        Bzgl. Arbeitszeit heißt es im Vertrag, dass ich in Absprache mit dem Chef und unter Berücksichtigung der betrieblichen Erfordernisse meine Arbeitszeit frei wählen kann.
        Für mich heißt Absprache, dass beide Parteien damit zufrieden sein sollten und nicht nur der Chef...zumal ja auch mit Abmahnung gedroht wurde.

        Ich denke, dass ein Anwalt alles nur noch schlimmer machen könnte. Wie soll ich gegen ein DAX Konzern ankommen?
        Grüße

        Kommentar


        • #5
          Beim Anwalt geht es erstmal um das Thema Beratung, der klärt dich über deine Rechte auf und gibt dir Tipps wie du dich verhalten sollst, z.b. bzgl. BEM Gespräch usw usw..
          Es geht nicht darum, dass der Anwalt gegen deinen AG vorgeht. Erstmal. Aber sollte es zum Äussersten kommen, dann weiß der Anwalt auch schon bescheid und kann entsprechend agieren. Im übrigen sind DAX Konzerne genauso an Recht und Gesetz in D gebunden, wie soll man da nicht gegen ankommen, zumindest könnte man dann letztlich evtl, ne Abfindung rausschlagen (Wie gesagt käme es zum Aussersten). Auch wenn du ne Abmahnung bekommst, kann der Anwalt dich beraten, wie du damit umgehst.
          Es geht ja gerade auch darum Waffengleichheit herzustellen, der DAX Konzern hat ne riesige Rechtsabteilung und du stocherst im rechtlichen Nebel und machst evtl. eine Fehler nach dem anderen, das gilt es zu verhinden.

          Kommentar


          • #6
            Danke für die Antworten.
            Ich würde mich freuen, wenn ihr mir noch eine Rückmeldung gebt, wie ich mit dem Antrag auf Brückenteilzeit umgehen soll.
            Soll ich den auf Drängen meines Chefs zurückziehen oder den Antrag durchlaufen lassen mit der Gewissheit, dass er abgelehnt wird?
            Den Antrag habe ich bereits gestellt...

            Kommentar


            • #7
              Rein rechtlich kann er dich nicht zwingen den Antrag zurück zu nehmen.

              Wenn ich es richtig verstanden habe ist ja ein BEM Gespräch geplant, da ist ja dann nicht nur der unmittelbar Vorgesetzte dabei und in dem Gespräch sollen ja auch Lösungen gefunden werden, in dem Rahmen kann man auch über die Brückenteilzeit reden, solange würde ich den Antrag mal formal aufrechterhalten.

              Kommentar


              • #8
                also bei uns steht in der Gleitzeit-BV das von Gleitzeit ausgenommen werden kann, wer sich nicht an die vereinbarten Kernzeiten hält.

                Kommentar


                • #9
                  Der Vorgesetzte spricht ja nicht immer zwingend für das Unternehmen. Eine Ablehnung der Brückenteilzeit ist nicht so einfach und nur weil der Vorgesetzte eine Ablehnung anstrebt muss es noch lange nicht zur Ablehnung kommen. Gerade wenn man eine Rücknahme des Antrags wünscht, kann es durchaus ein Indiz dafür sein, dass eine Ablehnung nicht ohne weiteres möglich ist. Allerdings mag es das Verhältnis zum Vorgesetzten belasten.

                  Das sinnvolle Vorgehen hängt von diversen Details ab. Da dürfte der Betriebsrat der richtige Kontakt sein.

                  Kommentar

                  Unconfigured Ad Widget

                  Einklappen

                  Google

                  Einklappen
                  Lädt...
                  X