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Ausgleichstag für Feiertage

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  • Ausgleichstag für Feiertage

    Hallo, ich habe im Mai meine Ausgleichstage für Karfreitag, Ostermontag, und den 1. Mai genommen welche auch von der Fillialleitung genehmigt wurden.
    Jetzt werden mir von der Verwaltung im Juli die 3 Tage vom Gehalt abgezogen mit der Begründung „Für Feiertage gibt es keine Ausgleichstage da wir in der Dienstleisungsbranche sind und MO-SO Arbeitszeiten sind auch bei Feiertagen. Da gilt ganz normale Arbeitszeit wie an allen anderen Tagen auch ohne Zuschläge und Ausgleich“

    Jetzt ist meine Frage ob das Gesetzlich so stimmt und ob ich wirklich mehr Arbeitstage als andere habe nur weil ich in der Dienstleistungsbranche arbeite ?
    Soweit ich weiß gilt diese Regelung von Ausgleichstagen innerhalb von 8 Wochen bei Feiertagen gerade für die Dienstleistungsbranche.

    bin für eure Antworten dankbar.

  • #2
    Zitat von Dendu Beitrag anzeigen
    ich habe im Mai meine Ausgleichstage für Karfreitag, Ostermontag, und den 1. Mai genommen welche auch von der Fillialleitung genehmigt wurden.
    Jetzt werden mir von der Verwaltung im Juli die 3 Tage vom Gehalt abgezogen mit der Begründung „Für Feiertage gibt es keine Ausgleichstage da wir in der Dienstleisungsbranche sind und MO-SO Arbeitszeiten sind auch bei Feiertagen. Da gilt ganz normale Arbeitszeit wie an allen anderen Tagen auch ohne Zuschläge und Ausgleich“

    Jetzt ist meine Frage ob das Gesetzlich so stimmt und ob ich wirklich mehr Arbeitstage als andere habe nur weil ich in der Dienstleistungsbranche arbeite ?
    Soweit ich weiß gilt diese Regelung von Ausgleichstagen innerhalb von 8 Wochen bei Feiertagen
    Hallo,

    die Aussage des § 11 Abs. 3 Satz 2 Arbeitszeitgesetz entspricht genau deinem Kenntnisstand. Für jeden gearbeiteten Wochenfeiertag ist ein Ersatzruhetag innerhalb von acht Wochen zu gewähren.

    Falls die Verwaltung bei ihrer Meinung bleibt, soll sie dir doch bitte die Rechtsquelle dafür nennen.

    Gruß,
    werner
    Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
    Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

    Kommentar


    • #3
      das der Ausgleichstag bezahlt werden muss steht aber nicht im Gesetz.
      Wenn du also die 3 Feiertage bezahlt bekommen hast und dir dafür 3 Ausgleichtage genommen hast die du nicht mit Urlaub belegt hast kann dieses dazu führen, dass du für diese drei Tage kein Geld bekommst. alles Rechtskonform.

      1. Du hättest auch die Samstage die du eh frei hattest hierfür einsetzen können
      2 rein rechtlich, nicht du bestimmst die Tage die zum Ausgleich frei genommen werden sondern der Arbeitgeber.
      § 11 Ausgleich für Sonn- und Feiertagsbeschäftigung

      (1) Mindestens 15 Sonntage im Jahr müssen beschäftigungsfrei bleiben.
      (2) Für die Beschäftigung an Sonn- und Feiertagen gelten die §§ 3 bis 8 entsprechend, jedoch dürfen durch die Arbeitszeit an Sonn- und Feiertagen die in den §§ 3, 6 Abs. 2, §§ 7 und 21a Abs. 4 bestimmten Höchstarbeitszeiten und Ausgleichszeiträume nicht überschritten werden.
      (3) Werden Arbeitnehmer an einem Sonntag beschäftigt, müssen sie einen Ersatzruhetag haben, der innerhalb eines den Beschäftigungstag einschließenden Zeitraums von zwei Wochen zu gewähren ist. Werden Arbeitnehmer an einem auf einen Werktag fallenden Feiertag beschäftigt, müssen sie einen Ersatzruhetag haben, der innerhalb eines den Beschäftigungstag einschließenden Zeitraums von acht Wochen zu gewähren ist.
      (4) Die Sonn- oder Feiertagsruhe des § 9 oder der Ersatzruhetag des Absatzes 3 ist den Arbeitnehmern unmittelbar in Verbindung mit einer Ruhezeit nach § 5 zu gewähren, soweit dem technische oder arbeitsorganisatorische Gründe nicht entgegenstehen.
      Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis
      Zuletzt geändert von meistermacher; 02.08.2019, 11:56.

      Kommentar


      • #4
        Zitat von meistermacher Beitrag anzeigen
        das der Ausgleichstag bezahlt werden muss steht aber nicht im Gesetz.
        Wenn du also die 3 Feiertage bezahlt bekommen hast und dir dafür 3 Ausgleichtage genommen hast die du nicht mit Urlaub belegt hast kann dieses dazu führen, dass du für diese drei Tage kein Geld bekommst. alles Rechtskonform.
        Oh, in der Tat. Ich habe jetzt fleißig gesucht und das mehrfach so bestätigt gefunden. Obwohl ich das für grob systemwidrig halte.Immerhin ist für die durch Wochenfeiertage ausfallende Arbeitszeit das Entgelt zu zahlen (§ 2 Abs. 1 EFZG) - und wenn an solchen Tagen die Arbeit zwar nicht ausfällt, aber aufgrund gesetzlicher Vorschriften (§ 11 ArbZG) an einem anderen Tag nicht gearbeitet werden darf, müsste meinem Empfinden nach zwangsläufig das Feiertagsentgelt auf diese Ersatztage transferiert werden. Für § 11 ArbZG steht jedoch der Freizeitgedanke und nicht der finanzielle Ausgleich im Vordergrund, so dass mein persönliches Empfinden hier keine maßgebende Rolle spielt.

        Hat das irgendjemand schon einmal durchgeklagt? Ich habe dazu im Netz nichts entdeckt.

        Allerdings sehen angeblich die meisten Tarifverträge einen finanziellen Ausgleich oder bezahlten Ausgleichstag vor. Somit geht die Frage an "Dendu", ob für dein Arbeitsverhältnis ein Tarifvertrag, gegebenenfalls welcher, Anwendung findet - entweder kraft beiderseitiger Tarifbindung oder aufgrund arbeitsvertraglicher Vereinbarung oder durch Allgemeinverbindlichkeit.
        Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
        Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

        Kommentar


        • #5
          Leider gibt es für uns keinen Tarifvertrag, ich habe nochmal nachgehakt und die Verwaltung sagt tatsächlich das meine Ausgleichstage auf meine sowieso freien Tagen gefallen sind. Jetzt ist nur die frage. Da die Studioleitung intern mir die Ausgleichstage am Mit, Do, Fr, genehmigt hat und die Personalverwaltung das nun im nachhinein verweigert wer im recht ist.

          Zudem ist noch zu sagen das die Feiertage weder vergütet noch mit zusatzstunden berrechnet wurden.

          Außerdem habe ich einen 45 Std. Vertrag sprich 9:00 reine Arbeitsszeit 5 Tage die Woche plus 0:30 min Pause (halte mich also 9:30 Std. auf der Arbeit auf) und bekomme Mindestlohn.
          Wie schauts jetzt mit dem Minusstunden abbau aus, wie viel länger darf ich arbeiten ?

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