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"Sollarbeitszeiten" - hat das vor Gericht betstand?

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  • "Sollarbeitszeiten" - hat das vor Gericht betstand?

    Hallo.
    Bin neu hier und bin als Zusteller beschäftigt.
    Durch das Mindeslohngesetz soll man ja normal aktuell 9,19€/ Std. verdienen.
    Vor dem Mindestlohngesetz betrug umgerechnet (Stücklohn) der Verdienst ca. 4€/ Std.
    Seit dem Mindestlohngesetz gibt es sogenannte Sollarbeitszeiten für die Zusteller, das wie folgt aussieht:
    Man bekommt pro Zustellbereich eine Vorgabe an Minuten, egal ob Montags (Dünne Zeitungen, schnelleres Zustellen in die Briefkästen)
    oder Samstags (zusätzlich Zeitungen und Fremd-Titel, die nicht täglich erscheinen, zudem immer sehr Dick gepackt durch Werbung oder Sonderbeilagen).
    Für den Betrieb ist das sehr komfortabel: Die Zustellerinnen und Zusteller verdienen immer gleich, egal wie das Wetter mitspielt oder wie Dick die Zeitungen teilweise sind.
    Diese Sollarbeitszeiten werden jede 6 Monate "angepasst", diese Zeiten werden dabei grundsätzlich gekürzt.
    Die Schreiben wo das dann drin steht, steht dann nur z.B. Angepasste Zeiten... ohne Begründung wie man überhaupt auf die Minuten kommt??
    Zudem will der Betrieb nicht, das man die Zeiten, die man braucht um mehr als 1 Zustellbereich zuzustellen, einreicht. Das sind am Tag Minimum 5 Minuten. (Fahrten zwischen den Bezirken)
    Das sind Falsche Vorgaben:
    Man hat z.b. 60 Minuten für ein Zustellbezirk, braucht aber real 75 Minuten.
    Rechen Beispiel:
    60 Minuten ist Sollarbeitszeit
    mal 6 Nächte/ Woche
    mal 4 Wochen, macht das 1440 Minuten. Also 24 Stunden.
    24 x 9,19€ = 220,56€

    Mit 75 Minuten sieht das so aus:
    75 x 6 x 4 = 1800 Minuten = 30 Stunden

    Bezahlt werden 220,56€, bei 30 Stunden realer Arbeit. Macht dann ein Stundenlohn von: 7,35€
    Sind 1,84€ die Stunden weniger als den Mindestlohn.

    Hätte diese Sollarbeitszeit- Regelung vom Betrieb bestand vor Arbeitsgericht?
    Das dient ja nur dem Zweck, den Mindestlohn zu umgehen.

    Zudem weigert sich der Betrieb, die Arbeitszeiten genau festzuhalten wie es hier im Mindestlohngesetz festgelegt ist:

    Ich weis, das Arbeitgebern bei Missachtung von Aufzeichnung von Arbeitszeiten (Zeitungszusteller müssen also den Beginn, dauer und Ende der Arbeitszeit festhalten bzw. dem Arbeitgeber mitteilen) Strafen bis zu 30.000€ drohen.

    Wo bitte meldet man sich wenn ein Betrieb wie meiner den Mindestlohn umgeht? Gibt es dafür eine Anlaufstelle?

    Zum Thema erstellen Frage: Hätte das vom Betrieb vorgegeben Zeiten bestand? Oder wo kann ich mich (wohne mitten im Ruhrgebiet) darüber beraten lassen, das ich die realen Zeiten bezahlt bekomme?

    Vielen Dank fürs Lesen

  • #2
    Anlaufstelle für Meldungen zu Verstößen ist der Zoll (das jeweils nächstgelegene Hauptzollamt). Das Problem wird sein, die tatsächliche Arbeitszeit nachzuweisen.

    Beratung: zuständig ist die Gewerkschaft ver.di https://zeitungszusteller.verdi.de/kontakt

    E.D.

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    • #3
      Hallo.
      Ja, aber Verdi vertritt nur Mitglieder. Da bringt mir persönlich nichts.
      Muss ich doch mal zum zuständigen Zoll. Mal da nachfragen. Aber trotzdem Danke für die schnelle Antwort.

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      • #4
        Hallo sulle007

        wenn du bei Ver.di Mitglied wirst dann bringt es Dir auch persönlich was.....
        Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren. Bertold Brecht

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