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Abmahnung -> ist die wirksam?

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  • Abmahnung -> ist die wirksam?

    Ein Hallo in die Runde,

    ich habe im Anhang mal eine Abmahnung reingepackt, welche ich gestern erhalten habe.

    Kurz paar Worte zur Erläuterung: Dieses Aneinanderschlagen dient dazu, ein Metallpulver vom vorherigen Arbeitsschritt aus kleineren Gewindebohrungen zu entfernen. Die Teile waren bereits gehärtet und der "Kraft"-aufwand war so gering, dass die genannten Schlagstellen dabei mMn nicht entstanden sein können.
    Der Vorwurf würde ja auch voraussetzen, dass mein Vorgesetzter den vorherigen Zustand jedes einzelnen Teils kannte. Das kann realistischerweise aber ausgeschlossen werden. Ich gehe davon aus, dass die Schlagstellen bereits in einem vorhergehenden Arbeitsschritt (als sich die Teile noch im ungehärteten Zustand befanden) entstanden. Und die Tatsache, dass das "Fehlverhalten" über 3 Arbeitstage von 4 Mitarbeitern beobachtet wurde, klingt ja schon fast wie eine Duldung.

    Wäre diese Abmahnung im Fall der Fälle überhaupt wirksam? Ich würde mich über paar fachkundige Einschätzungen freuen.

    abmahnung.jpg

  • #2
    Zitat von kurzefrage Beitrag anzeigen
    ich habe im Anhang mal eine Abmahnung reingepackt,
    Hallo,

    der Dateianhang kann leider nicht geöffnet werden (Meldung "Ungültige Datei angegeben"). Ich glaube, das ist ein technisches Problem des Forums, das hat in anderen Beiträgen ebenfalls schon nicht geklappt. Wenn du uns die Abmahnung zur Kenntnis geben willst, musst du sie wahrscheinlich abtippen. Oder du speicherst die Datei irgendwo in der Wolke und verlinkst hier nur.

    Der Vorwurf würde ja auch voraussetzen, dass mein Vorgesetzter den vorherigen Zustand jedes einzelnen Teils kannte.
    Jetzt mal ohne vertiefte Detailkenntnisse: Ist es nicht so, dass maschinell bearbeitete Teile nach den jeweiligen Arbeitsschritten meistens irgendwie gleichermaßen aussehen? Als Vorgesetzter habe ich demnach ein Bild davon, in welchem Zustand sich die Teile zuvor befunden haben (müssen).

    Und die Tatsache, dass das "Fehlverhalten" über 3 Arbeitstage von 4 Mitarbeitern beobachtet wurde, klingt ja schon fast wie eine Duldung.
    Für mich klingt das erst einmal danach, dass sich vier Leute drei Tage lang wundern, was der Kollege "kurzefrage" da eigentlich so tut. Aber erst, nachdem der Vorgesetzte kommt und fragt, wer von denen eigentlich seit drei Tagen so viel Ausschuss produziert, erzählen sie ihm von deinem merkwürdigen Verhalten.

    Gruß,
    werner
    Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
    Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

    Kommentar


    • #3
      Ich hab's mal schnell abgetippt:

      Abmahnung wegen Schlechtleistung

      Sehr geehrter Herr Kurzefrage,

      gemäß ihres Arbeitsvertrages vom 10.02.2014 sind Sie verpflichtet, die Ihnen angewiesenen Aufgaben sorgfältig zu verrichten. Wir müssen feststellen, dass Sie mehrfach gegen diese Regelung verstoßen haben. Am 21.06.2019 schlugen Sie mehrere Gutteile (siehe Personalgespräch vom 26.6.19) absichtlich aneinander mit der Folge, dass diese Teile dann Schlagstellen und Beschädigungen aufwiesen. Dies wurde von den Kollegen [Mitarbeiter 1] und [Mitarbeiter 2] bezeugt. Dies wiederholte sich am 24.06.2019, bezeugt von Herrn [Mitarbeiter 3] sowie am 25.06.2019 bezeugt von Frau [Mitarbeiter 4]. Wieder schlugen Sie absichtlich Gutteile aneinander. Es kam daraufhin zu Beschädigungen an diesen Teilen.

      Im Personalgespräch vom 26.06.2019 wurde dies von Ihrem Vorgesetzten, Herrn [Vorgesetzter], dokumentiert, mit der festgelegten Maßnahme einer Abmahnung wegen Schlechtleistung durch die Geschäftsleitung, die Sie hiermit erhalten.

      Dieses Fehlverhalten können wir nicht unbeanstandet hinnehmen. Wir fordern Sie daher zu einem zukünftig vertragsgemäßen Verhalten auf. Sollte es zu weiteren derartigen oder ähnlichen Pflichtverletzungen Ihrerseits kommen, sehen wir uns gezwungen, das zwischen uns bestehende Arbeitsverhältnis zu kündigen.
      Natürlich sehen die Teile frisch aus der Maschine alle gleich aus. Aber bevor die bei mir ankommen, liegen einige Arbeitsschritte dazwischen. Die Schlagstellen können beim Transport oder sonst wo entstanden sein.
      Außerdem ist gar kein AS entstanden; die Teile durchlaufen alle weiter brav die Produktion. Die Schlagstellen haben für die Funktion keinerlei Bedeutung, sondern sind lediglich ein - wirklich nur minimaler - optischer Makel.

      Kommentar


      • #4
        Hallo,

        Abmahnungen sind dazu da, damit man künftig sein Verhalten ändert. mach das einfach. Gegen Abmahnungen sollte man nicht vorgehen, so lange man nicht gekündigt wird.
        Was du aber machen kannst:Kommen angeschlagene Teile zu dir, bevor du sie bearbeitet hast, dann zeig sie deinem Vorgesetzten.

        Gruß
        Hubertus

        Kommentar


        • #5
          Zitat von kurzefrage Beitrag anzeigen
          ... Am 21.06.2019 schlugen Sie mehrere Gutteile ... absichtlich aneinander ...
          Dass du die Teile aneinander geschlagen hast, ist also unstrittig?

          Du hattest das in der Absicht getan, das Metallpulver zu entfernen. Davon ausgehend, dass alle Teile die gleichen Arbeitsschritte durchlaufen, muss man annehmen, dass eben auch alle Teile mit Metallpulver verunreinigt sind. Schlägst du dann alle Teile aneinander oder nur manche? Welcher Vorgang ist vorgesehen, um das Metallpulver sachgemäß zu entfernen? Was passiert, wenn das Metallpulver nicht entfernt wird?

          mit der Folge, dass diese Teile dann Schlagstellen und Beschädigungen aufwiesen.
          Ob die Schlagstellen eine Folge des aneinanderschlagens ist, bezweifelst du dagegen.

          Im Personalgespräch vom 26.06.2019 wurde dies von Ihrem Vorgesetzten, Herrn [Vorgesetzter], dokumentiert,
          Hattest du im Personalgespräch erklärt, warum du das gemacht hast und dass du die Beschädigungen nicht als Folge deines Handeln siehst? Hast du - falls das nicht bereits anderweitig geregelt ist - nachgefragt, wie du dich hinsichtlich des Metallstaubs verhalten sollst?

          Aber bevor die bei mir ankommen, liegen einige Arbeitsschritte dazwischen. Die Schlagstellen können beim Transport oder sonst wo entstanden sein.
          Hast du auf diese Möglichkeiten im Gespräch hingewiesen?

          Außerdem ist gar kein AS entstanden; die Teile durchlaufen alle weiter brav die Produktion. Die Schlagstellen haben für die Funktion keinerlei Bedeutung, sondern sind lediglich ein - wirklich nur minimaler - optischer Makel.
          Nun ja, das ist ein schwaches Argument. Wenn ich mir einen Neuwagen kaufe, und im Lack ist eine winzig kleine Delle, hat diese für die Funktion des Autos ebenfalls keinerlei Bedeutung. Trotzdem stört sie mich.

          Du könntest die Abmahnung nun schlichtweg zur Kenntnis nehmen und auf ein aneinanderschlagen der Teile künftig verzichten. Dann hat die Abmahnung ihren Zweck erfüllt - sie hat nämlich zu einer Verbesserung des Arbeitsverhaltens geführt. Sofern der Metallstaub für deinen Bearbeitungsschritt störend ist, fragst du deinen Vorgesetzten, wie du künftig mit diesem Problem umgehen sollst.

          Wie wurde der Metallstaub denn vor dem 21. Juni 2019 entfernt?
          Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
          Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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          • #6
            Ich handhabe das schon seit jeher und bei fast allen Teilen so, dass ich die Teile leicht gegeneinanderklopfe, damit das Pulver herausrieselt. Bisher hat sich keiner daran gestört. Es gibt auch keine Arbeitsanweisung, wie das sachgemäß zu handhaben sei. Es wurde zwar mal gesagt, dass das in einer Ausblaskabine mit Druckluft gemacht werden solle, aber da hält sich auch kaum einer dran.

            Die oben genannten Argumente meinerseits habe ich auch im PG vorgebracht. Allerdings hat das keinen der anwesenden interessiert. Seltsamerweise konnte mir mein Vorgesetzter auch nicht erklären, wie er darauf kommt, dass (nur) ich verantwortlich dafür sei. Wie gesagt, es ist ja praktisch kaum belegbar, wo oder durch wem die Schlagstellen tatsächlich entstanden sind.

            Aber nochmal zur Ausgangsfrage: Könnte mir im Falle einer Kündigung diese Abmahnung gefährlich werden (Stichwort: Belegbarkeit)?

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            • #7
              Zitat von kurzefrage Beitrag anzeigen

              Aber nochmal zur Ausgangsfrage: Könnte mir im Falle einer Kündigung diese Abmahnung gefährlich werden (Stichwort: Belegbarkeit)?

              Nur wenn du die Teile weiter aneinander schlägst.

              MfG
              Matthias

              P.s.: (Stichwort: Belegbarkeit)? : Das Aneinanderschlagen ist doch unbestritten und durch Zeugen gelegt. Der AG will nicht, dass du die Teile aneinander schlägst, also machst du es nicht mehr.

              Kommentar


              • #8
                Zitat von kurzefrage Beitrag anzeigen
                Es wurde zwar mal gesagt, dass das in einer Ausblaskabine mit Druckluft gemacht werden solle, aber da hält sich auch kaum einer dran.
                O.k., dann wirst eben du dich künftig daran halten. Alle Stücke mit Metallstaub ab in die Ausblaskabine.

                Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
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                • #9
                  Hallo,

                  hast du Akkord oder Zeitlohn?

                  Gruß
                  Hubertus

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