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Minusstunden bei Schichtabsage

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  • Minusstunden bei Schichtabsage

    Hallo zusammen,

    folgender Fall:

    Student A arbeitet an der Uni als 450€ Minijobber. Eingestellt ist er laut Arbeitsvertrag für Testfahrten mit Autos, muss allerdings auch 3h pro Monat (darf aber auch mehr sein) im Büro am PC arbeiten. (mündlich vereinbart)
    Vertraglich sind 11h wöchentlich vereinbart, der lohn von 450€ wird allerdings pauschal bezahlt. Arbeitsbeginn und Ende richtet sich nach betrieblichen Gegebenheiten. Im Arbeitsvertrag wird nirgends ein Stundenkonto erwähnt. Der Student hat jedoch eigenständig einen Studenzettel zu führen, in den er seine Arbeitszeiten einträgt. In den Dienstplan muss sich Student A jeweils VOR Beginn des Monats online eintragen. Nachträgliches eintragen ist nicht möglich

    Das Problem:

    Der Student trägt sich im Online Dienstplaner ein. Für 4 Fahrten * 11h und wird auch dementsprechend eingeteilt.
    Jeweils ein paar Tage vor den Schichten, werden 2 der Fahrten vom Arbeitgeber abgesagt aus betrieblichen Gründen. Am Ende des Monats hat Student A jetzt nur 22h (plus die 3h im Büro) auf seinem Stundenzettel stehen anstatt der 44h, für die er sich eingeteilt hat.
    Ist das so korrekt oder darf sich Student A die ausgefallenen Schichten aufgrund "§615 BGB Annahmeverzug" trotzdem anrechnen lassen? Theoretisch könnte er ja in der Zeit, in der die Fahrten ausfielen, im Büro arbeiten, wobei 11h am Schreibtisch eine Zumutung sind und er vertraglich für eine andere Tätigkeit (Testfahrten) eingestellt wurde.

    Aktuell ist es so, dass etwa 50% der Fahrten abgesagt werden. Student A kann sich aber nicht auf "Verdacht hin" für 88h monatlich eintragen, damit er am Ende auf wirklich 44h Arbeit kommt.

    Besten Dank für eure Hilfe.

  • #2
    Hallo,

    frag doch mal in der Personalabteilung nach, wie es sich mit den ausgefallenen Stunden verhält. Richtig erkannt hast du, dass es sich hier um Annahmeverzug handelt. siehe auch hier: https://www.arbeitsvertrag.org/minusstunden/
    Falls man dir die Stunden nicht freiwillig bezahlt, wirst du es dir erklagen müssen.

    Gruß
    Hubertus

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    • #3
      Dein Eintragen wann du arbeiten willst wird in der Regel noch kein Dienstplan. Nimmt der Arbeitsvertrag auf den TV-L Bezug. Bzw. gibt es Dienstvereinbarungen zur Arbeitszeit etc?

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      • #4
        Besten Dank erstmal für die Antworten. Ich versuche mal drauf ein zu gehen.

        - Gespräch mit der Personalabteilung ist auf jeden Fall eine gute Idee. Wollte vorher nur gerne hören ob ich mit meiner Sichtweise überhaupt richtig liege um ggf. gut argumentieren zu können.

        - Ja, das eintragen, wann ich fahren möchte ist kein verbindlicher Plan, Es geht mir um die Schichten (Tage) die vom AG bestätig wurden und dann Fest im Dienstplan stehen. Beispiel: ich trage mich für den 5 Tage im Monat Juli ein, davon werden dann 4 Schichten vom Arbeitgeber bestätigt im Dienstplan. Und von diesen 4 bestätigten Schichten wird dann plötzlich zu einem späteren Zeitpunkt (häufig ein Abend vorher) zb 1 wieder abgesagt.

        - Verweise auf den TV-L gibt es nicht. Es ist ein "typischer" Arbeitsvertrag für 450€ Jobs. Sehr begrenzter Inhalt nur mit den Standardklauseln.

        Gruß

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        • #5
          Zitat von livebattle Beitrag anzeigen
          ... Für 4 Fahrten * 11h und wird auch dementsprechend eingeteilt.
          Hallo,

          so ganz am Rande: Elf Stunden Arbeitszeit sind gesetzlich nicht zugelassen (§ 3 ArbZG). Nach spätestens zehn Stunden muss Ende sein.

          wobei 11h am Schreibtisch eine Zumutung sind und er vertraglich für eine andere Tätigkeit (Testfahrten) eingestellt wurde.
          Sage das mal einem Schreibtischtäter. Für mich wären elf Stunden Fahrtzeit eine Zumutung.

          Gruß,
          werner
          Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
          Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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          • #6
            Ja das stimmt und ist mir auch bewusst. Über die 11h Arbeitszeit möchte ich mich allerdings nicht beschweren.

            Es sind übrigens schon wieder drei Fahrten für das Wochenende abgesagt worden. Diese Zeit, die ich gearbeitet hätte, werde ich mir aber auf den Stundenzettel schreiben.

            Gruß

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            • #7
              Wie lange geht das denn schon so?

              Hat der AG verlangt die Arbeit nachzuholen?

              Bist du in einem Abhängigkeitsverhältnis zu dem Auftraggeber? Oft ist man ja dann Studierender von dem Prof der die Tests durchführt z.b.

              Wie lange läuft der Vertrag?

              Was sagt der Personalrat dazu? Welches Bundesland?

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              • #8
                - Arbeite seit April dort. Das Projekt gibt es schon länger und die Probleme bestehen wohl auch schon seit Beginn.

                - Arbeitgeber verlangt die Minusstunden nachzuholen. Sprich:" Dann arbeite im nächsten Monat halt mehr". Das Problem hier ist, dass im Folgemonat ja wieder Schichten ausfallen und sich die Minusstunden ansammeln. Ich kann nicht auf einmal im Juli 80h arbeiten, weil im Mai und Juni jeweils 20 der 40 Stunden ausgefallen sind.

                - Jein, am entsprechenden Institut muss ich auch Prüfungen und gerne auch die Bachelor Arbeit schreiben. Allerdings besteht die Projektleitung selbst aus Studenten und der Professor hat bis den Kontakt zur Industrie nichts mit dem Projekt zu tun.

                - Der erste Vertrag war auf 3 Monate befristet, der aktuelle auf 6 Monate.

                - Personalrat gibt es nicht. Bundesland ist Niedersachsen. Ich möchte darauf hinweisen, falls es bisher untergegangen ist, ich bin nicht beim Land bzw bei der Uni direkt angestellt, sondern über einen Personaldienstleister, der eng mit der Uni zusammenarbeitet und zwischen Uni und Industrie vermittelt. Daher müssen Stundenzettel auch zweimal eingereicht werden. Einmal bei der Projektleitung an der Uni und dann, von dieser unterschrieben, bei dem Personaldienstleister.

                Gruß

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                • #9
                  Was willst du machen?

                  Würde man von dir verlangen die Stunden nachzuholen würde ich mich halt weigern und mich auf Annahmeverzug berufen und schauen was passiert.

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                  • #10
                    So habe ich das vor. Sprich die Schicht, die ich gearbeitet hätte genau so eintragen und mich im Fall der Fälle auf den Annahmeverzug berufen.
                    Ich gehe sowieso davon aus, dass die Stundenzettel mehr eine Formalität sind. Bei über 200 Fahrern und nur etwa 10 Personen in der Projektleitung ist einfach keine Zeit um jeden Stundenzettel exakt mit den Fahrten zu vergleichen.

                    Dazu noch etwas. Kann ich davon ausgehen, dass mein Stundenzettel anerkannt wurde, wenn er vom Projektleiter unterschrieben wurde? Das passiert nämlich meistens zwischen Tür und Angel ohne, dass überhaupt ein Blick drauf geworfen wird.

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                    • #11
                      Hallo,

                      das wirst du erst vor Gericht erfahren. Es kann auch sein, dass man dir dann Arbeitszeitbetrug vorwirft.

                      Gruß
                      Hubertus

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