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Mündliche Kündigung bzw. Aufhebung

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  • Mündliche Kündigung bzw. Aufhebung

    Hallo.
    Ich habe eine reguläre Kündigungsfrist von 3 Monaten.
    Ich habe mich Anfang Mai dazu entscheiden, auszuwandern, da ich ab Juli einen Job im Ausland habe.
    Anfang Mai habe ich meiner Chefin und auch der Personalchefin offenbart, dass ich gerne zum 30.06. aus dem Arbeitsverhältnis austreten möchte und um Aufhebung gebeten. Auch einige Kollegen wissen davon.
    Der Aufhebungsvertrag ist mir zugegangen (vom AG unterschrieben), doch ich bin vor 2 Wochen dann plötzlich erkrankt und die Ärzte konnten noch nicht herausfinden, was es ist.
    Der Vertrag liegt also noch ununterschrieben bei mir, ich bin derzeit krankgeschrieben.
    Jetzt ist natürlich unklar, wann ich überhaupt oder ob ich jemals auswandern kann. Die Untersuchungen laufen weiter. In dem Fall, dass mein Traum platzt, wäre es schlecht, meinen Job zu verlieren. Erst recht, sollte es etwas sehr Ernsthaftes sein.
    Wie sieht die Lage nun aus, nachdem ich meinen Wunsch der Aufhebung ja deutlich an mehreren Stellen platziert habe. Kommt es aufgrund der Krankschreibung zu einer Art "ruhen"?
    Kann man mich auf die Aufhebung fest nageln, auch wenn ich nicht unterschrieben habe (eine Frist bis wann ich unterschrieben haben muss, steht im Anschreiben nicht drin). Oder auch anders herum, kann der AG sagen, er stimmt jetzt nicht mehr zu, weil ich so spät reagiert habe?
    Ich würde es natürlich gerne so lange hier liegen lassen bis fest steht, wie es mir meiner Gesundheit aussieht, aber das kann auch noch dauern. Kann ich dann trotzdem auch Mitte Juni zu Beispiel noch unterschreiben und es ist gültig?
    Vielen Dank.



  • #2
    Es gibt keine allgemeine Frist wann ein Vertragsangebot erlischt. Nachh 2-3 Wochen beginnt das Risiko, dass das Angebot als erloschen angesehen werden könnte. Daneben kann der Arbeitgeber das Angebot auch ausdrücklich zurückziehen.

    Wegen der Schriftformerfordernis des Aufhebungsvertrags führt der mündliche Wunsch nicht zum Ende des Arbeitsvertrags. (Unter gewissen Umständen könnte aber ein Schadensersatz in betracht kommen. Aber das Risiko dürfte recht gering sein.)

    Zu einen "ruhen" kommt es nicht. Aber du könntest auf den Aufhebungsvertrag verzichten.

    Kommentar


    • #3
      Zitat von LarsT Beitrag anzeigen
      Es gibt keine allgemeine Frist wann ein Vertragsangebot erlischt.
      Hallo,

      es gibt die Annahmefrist nach § 147 Abs. 2 BGB (https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__147.html). Die sehe ich hier als gegeben.

      Nachh 2-3 Wochen beginnt das Risiko, dass das Angebot als erloschen angesehen werden könnte.
      Ich gehe deshalb eher von einer guten Woche ab Postausgang beim Arbeitgeber aus.

      Daneben kann der Arbeitgeber das Angebot auch ausdrücklich zurückziehen.
      Das würde ich aus AG-Sicht unbedingt zusätzlich tun, um Rechtssicherheit herzustellen.

      Wegen der Schriftformerfordernis des Aufhebungsvertrags führt der mündliche Wunsch nicht zum Ende des Arbeitsvertrags.
      Genau.

      Kann ich dann trotzdem auch Mitte Juni zu Beispiel noch unterschreiben und es ist gültig?
      Es würde mich wundern, wenn dein AG nach Übersendung eines Aufhebungsvertrags - und bei Vorliegen von Krankmeldungen - tatsächlich vier Wochen oder mehr auf eine Antwort wartet. Es sei denn, es ist ihm ziemlich egal, ob du weiterarbeitest oder nicht und ob die Stelle neu besetzt werden muss oder nicht.

      Hältst du selbst denn im Moment - sofern sich gesundheitlich innerhalb der nächsten zwei Wochen eine positive Entwicklung ergibt - unbedingt am Auswanderungstermin Juli fest? Ist dafür schon alles eingetütet? Oder hast du die Möglichkeit, mit deinem künftigen AG, deiner künftigen Wohnung und was sonst alles dazu gehört, eine flexible Variante zu vereinbaren?

      Ich denke, du solltest zumindest mit deinem aktuellen AG über die Situation reden und Lösungsmöglichkeiten suchen.

      Gruß,
      werner
      Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
      Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

      Kommentar


      • #4
        Ich denke, es muss kein Problem sein. Wenn du noch keine schriftliche Kündigung gemacht hast und alle wissen, dass du krank bist. Dann machst du es, wenn du wieder gesund wirst. Gute Besserung!!!
        LG
        Peter

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