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Arztbesuche/Krankenhaustermine nacharbeiten?

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  • Arztbesuche/Krankenhaustermine nacharbeiten?

    Hallo,

    vielleicht kennt sich hier jemand damit aus und kann mir helfen:

    Seit der Geburt meines Kindes arbeite ich Teilzeit immer 4 Stunden bis ca 13.00 Uhr. Aufgrund eines Gendefektes bin ich erkrankt und war im vergangenen Jahr 4x zur Untersuchungen in der Klinik und hatte einige weitere Arzttermine in diesem Zusammenhang. Einige dieser Termine, wie die Klinikaufenthalte sind innerhalb meiner üblichen Arbeitszeit gefallen, das liess sich nicht ändern.
    In meinen Arbeitsvertrag steht "freie Zeiteinteilung", aber ich habe bis auf sehr wenige Ausnahmen immer von morgens bis mittags gearbeitet, weil mein Kind nachmittags keine Betreuung hat.
    Nun verlangt mein Arbeitgeber von mir, diese Zeiten nachzuarbeiten. Oder, da wir eine Arbeitgeberversicherung haben, für diese Tage AUs einzureichen. Krankenhausaufenthaltsbes cheinigungen liegen dem AG vor. Er meint jedoch, das reicht nicht, um meinen Arbeitsausfall bezahlt zu bekommen. Die Versicherung braucht eine AU. Aber ich war ja nicht krank, sondern hatte nur Untersuchungen.
    Ich dachte, in medizinisch notwendigen Fällen, dürfen Termine auch in die bezahlte Arbeitszeit von TZ-Kräften fallen....?
    Das Steuerbüro bestätigt aber die Ansicht meines Chefs. Weiß da jemand mehr? Googlen hat mich leider nicht schlauer gemacht. .


    Aus den gleichen Gründen muss auch mein Kind in Kürze zu Untersuchungen ins Krankenhaus. Die Kinderklinik vergibt aber auch keine Nachmittags-Termine. Muss ich diese Zeiten auch nacharbeiten? Oder dafür Urlaub nehmen?

    Danke für die Hilfe!

    Gruß




  • #2
    Zitat von ottokar Beitrag anzeigen
    ...Seit der Geburt meines Kindes arbeite ich Teilzeit immer 4 Stunden bis ca 13.00 Uhr.
    Hallo,

    diese Zeit hast du dir also selbst ausgesucht - ohne Vorgabe von der Arbeitgeberseite?

    In meinen Arbeitsvertrag steht "freie Zeiteinteilung",
    Das bedeutet, dass du keinerlei Zeitvorgaben hast? Keine Kernarbeitszeit, keinen Gleitzeitrahmen? Keine Öffnungszeiten? Du könntest beispielsweise auch von 18 bis 22 Uhr deine Arbeit verrichten?

    Nun verlangt mein Arbeitgeber von mir, diese Zeiten nachzuarbeiten.
    Das ist die Kehrseite dieser freizügigen Arbeitszeitregelung. Wo keine Arbeit zu leisten ist, muss auch keine Freistellung gewährt werden.

    Oder, da wir eine Arbeitgeberversicherung haben, für diese Tage AUs einzureichen.
    Was ist das für eine "Versicherung"? Die Umlagekasse U 1 bei der der Krankenkasse für kleinere Betriebe bis zu einer gewissen Höchstgrenze von Mitarbeitenden?

    Krankenhausaufenthaltsbes cheinigungen liegen dem AG vor. Er meint jedoch, das reicht nicht, um meinen Arbeitsausfall bezahlt zu bekommen. Die Versicherung braucht eine AU.
    Wenn die Bescheinigung nur einen mehrstündigen Aufenthalt bescheinigt (vergleichbar einer Bescheinigung für einen Arztbesuch), reicht das in der Tat nicht aus. Es müsste dann schon eine Aufnahme- und Entlassbescheinigung sein. Aber die wirst du für solche Untersuchungstermine vermutlich nicht bekommen.

    Aber ich war ja nicht krank, sondern hatte nur Untersuchungen.
    Eben. Es sei denn, die Untersuchungen nehmen dich körperlich oder psychisch dermaßen mit, dass du infolge der Untersuchung anschließend jeweils arbeitsunfähig bist.

    Ich dachte, in medizinisch notwendigen Fällen, dürfen Termine auch in die bezahlte Arbeitszeit von TZ-Kräften fallen....?
    Das ist der springende Punkt. Die Arbeitszeit ist frei wählbar, du könntest also vor oder nach der Untersuchung zur Arbeit gehen, wenn die privaten Umstände nicht entgegenstehen würden. Für diese privaten Umstände ist dein AG jedoch nicht verantwortlich.

    Aus den gleichen Gründen muss auch mein Kind in Kürze zu Untersuchungen ins Krankenhaus. Die Kinderklinik vergibt aber auch keine Nachmittags-Termine. Muss ich diese Zeiten auch nacharbeiten? Oder dafür Urlaub nehmen?
    Das wird wohl so sein. Es sei denn, die Klinik stellt dir eine "Kind-krank-Bescheinigung" aus - obwohl das formal meiner Einschätzung nach nicht korrekt wäre.

    Gruß,
    werner
    Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
    Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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