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Rechnung meines AG an meinen Projektgeber gesehen

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  • Rechnung meines AG an meinen Projektgeber gesehen

    Hallo,

    irgendwie passt mein Anliegen nicht wirklich in dieses Forum, aber trotzdem würde ich es hier gerne teilen.

    Und zwar bin ich seit kurzem über einen Personaldienstleister beschäftigt. Mein Wunschgehalt bekomme ich zwar, muss dafür aber 5 Wochenstunden mehr arbeiten als gewünscht.

    Heute habe ich rein zufällig beim Bearbeiten der Post (bei meinem Projektgeber) gesehen, was mein AG dem Projektgeber für mich in Rechnung stellt und da habe ich nicht schlecht gestaunt.

    Und zwar verlangt der Personaldienstleister 5690 (6772 brutto).

    ich wiederrum bekomme 1812 (2784 brutto).

    Also irgendwie ist das eine ziemlich große Differenz. Meine Frage ist nun, könnte ich für mich bessere Konditionen aushandeln? Allerdings war es ein Versehen, dass ich die Rechnung gesehen habe.

    Oder könnte ich dieses Wissen für spätere Gehaltsverhandlungen verwenden? Zum Beispiel wenn ich von dem Projektgeber übernommen werde? Das wäre frühestens in einem Jahr.

    Irgendwie habe ich mal gehört, dass der Personaldienstleister nicht mehr als 15% für meine Arbeitskraft verlangen darf. Aber ich kenne mich überhaupt nicht aus.
    Würde mich über Rückmeldungen freuen.

    VG,

  • #2
    Weder dein Netto-Lohn noch die dem Auftraggeber in Rechnung gestellte Umsatzsteuer sind relevant. Zu vergleichen sind also 5690 zu 2784 Euro.

    Zu deinem Lohn kommen für den AG hinzu:
    ca 20 % Sozialabgaben, ggf, Weihnachts- und Urlaubsgeld, Urlaubsentgelt,Lohnfortza hlung bei Krankheit, ggf. Betriebsrente und weitere Aufwendungen, Akquisekosten, ggf. Lohnfortzahlung bei Nichtvermittlung. Diese sollten insgesamt ca. 2500 Euro ausmachen, er hat durch deine Vermittlung also Gesamtkosten in Höhe von ca. 5200 Euro, erhalt vom Entleiher ca. 5700 Euro. Erstaunlich wenig..

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    • #3
      Also ist die Rechnungssumme gar nicht so erstaunlich.. Würden diese Kosten also ungefähr auch für einen normalen AG anfallen? Ja, Weihnachts- und Urlaubsgeld bekomme ich auch. Also Urlaubsgeld nicht, weil ich erst vor ein paar Wochen angefangen habe. Dann möchte ich mich nicht beklagen..

      Kommentar


      • #4
        Das ist der sogenannte "Mehrwert". Nich im Sinne der Umsatzsteuer, sondern in der Bedeutung, die Karl Marx schon vor ca. 170 Jahren beschrieben hat. Die Arbeit eines Arbeitnehmers muss mehr wert sein als das was er als Gehalt dafür bekommt. sonst würde der Arbeitgeber ja keinen Gewinn machen.

        Arbeitsrechtlich ist das völlig ok. Wenn man als Arbeitnehmer der Meinung ist, der Mehrwert wäre so groß, dass er auch kleiner sein könnte,darf man natürlich entsprechend mehr Gehalt verlangen. Das ist dann Verhandlungssache. Je nach Marktlage sagt der Chef dann:
        • Klar, Du bekommst mehr, kein Problem
        • Nein
        • Ja da hast Du ja Recht, aber wenn Du mehr willst, finde ich schon jemand anders der es macht
        • Richtig, aber dann guck mal ob Du mit Hartz IV besser dran bist


        2784 brutto ist nicht wirklich sehr viel und klingt eher so als ob es da um eine Tätigkeit ginge, bei der Fachkräftemangel nicht zutrifft.

        Außerdem kann man natürlich dem Kunden des AG anbieten: Du zahlst für meine Arbeit 6772 Euro an meinen Chef? Stell mich besser direkt an, ich mache es für 5.000 Euro brutto im Monat, mit SV-Anteil sind das etwa 6.000 Euro, da hast Du jeden Monat fast 800 Euro gespart.

        E.D.


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        • #5
          Zitat von E.D. Beitrag anzeigen
          fft.

          Außerdem kann man natürlich dem Kunden des AG anbieten: Du zahlst für meine Arbeit 6772 Euro an meinen Chef? Stell mich besser direkt an, ich mache es für 5.000 Euro brutto im Monat, mit SV-Anteil sind das etwa 6.000 Euro, da hast Du jeden Monat fast 800 Euro gespart.

          E.D.

          Hallo,

          das funktioniert wahrscheinlich nicht. Der Kunde bezahlt das auch mit dem (Hinter)Gedanken, dass er z. B. keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall leisten muss, sondern nur für die erbrachte Leistung.

          Gruß
          Hubertus

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          • #6
            Zitat von Hubertus Beitrag anzeigen

            Hallo,

            das funktioniert wahrscheinlich nicht. Der Kunde bezahlt das auch mit dem (Hinter)Gedanken, dass er z. B. keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall leisten muss, sondern nur für die erbrachte Leistung.

            Gruß
            Hubertus
            Eben, in dem Moment wo der AN 4 Wochen krank ist, zahlt der Kunde nämlich nicht mehr 6700 €, sondern gar nichts mehr, bzw. verlangt vom Verleihbetrieb, dass die jemand anderen schicken.

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            • #7
              Der Kunde zahl ja zu keinem Moment 6700. Das ist nur der Betrag den er überweist.
              Belastet wird er mit 5700.
              Mehrwertsteuer und Sozialabgaben können trotz Verwendung von Brutto und Netto niemals in einen Topf geworfen werden.

              Insgesamt wurde ich aber sagen dein Personaldienstleister kalkuliert bei einem sauberen Faktor 2 nicht wahnsinnig hoch.
              Jeder Gas-Wasser-xxx Betrieb kalkuliert seine monteure mit einem deutlich höheren Aufschlag.

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