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Öffentlicher Dienst - Abordnung und Kündigungsbedingungen

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  • Anoym_1
    hat ein Thema erstellt Öffentlicher Dienst - Abordnung und Kündigungsbedingungen.

    Öffentlicher Dienst - Abordnung und Kündigungsbedingungen

    Hallo,

    Die Situation:
    aktuell arbeite ich unbefristet im öffentlichen Dienst des Bundes. Meine aktuelle Kündigungsfrist beträgt 6 Wochen zum Quartalsende. Eventuell möchte ich mich Abordnen lassen mit dem Ziel der Versetzung, um notfalls weich zu fallen und um früher gehen zu können.

    Meine Frage:
    Von wo nach wo, kann man sich im öffentlichen Dienst abordnen lassen?

    1. Nur zwischen allen Behörden, die demselben Ministerium unterstellt sind?
    2. Auch in eine Behörde, die einem anderen Ministerium unterstellt ist?
    3. Und geht das auch vom Bund zur Stadt?
    -> Und, wird in all diesen Fällen bei einer Abordnung die Personalakte weitergereicht?

    Ich frage, da ich eine lange Krankheitszeit habe und woanders einen Neustart machen möchte um wieder gesund zu werden bzw. zu bleiben. Bei Weitergabe der Akte kann ich mir vorstellen keine Chance auf einen Wechsel zu haben. Dann wäre Kündigung, ohne Weitergabe der Akte die bessere Alternative. Da ich nach den anstehenden Vorstellungsgesprächen die Frist knapp verpassen werde, müsste ich dann ein ganzes Quartal warten, oder?


    Vielen Dank!

    Mit freundlichen Grüßen
    Anoym_1

  • LarsT
    antwortet
    Aufhebungsverträge sind wirklich der Normalfall im öffentlichen Dienst (nicht zuletzt wegen der langen Kündigungsfristen in TVöD und Tv-L). Ob der Aufwand für eine Abordnung immer Attraktiver ist muss man sehen (insbesondere für wen). Eine normale Einstellung bedeutet weniger Aufwand für die Personalreferate (insbesondere bei Wechsel des Arbeitsgebers). Im kern blockiert man während der Abordnung ggf. zwei Stellen etc.

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  • Anoym_1
    antwortet
    Hallo,

    vielen Dank für die Antworten! Das hat mir sehr weitergeholfen.

    Ja, bei Frage 1. + 2. ging es um Behörden im Bund. Und bei Frage 3 um einen Wechsel von einer Bundesbehörde zu einer Stadt.
    Ich habe demnächst Vorstellungsgespräche (andere Bundesbehörde und Stadt). Falls ich eine Zusage erhalten sollte, steht als nächstes die Frage an, wie und bis wann ich wechseln kann.

    Meine Kollegen haben sich alle abordnen lassen. Was mehr oder weniger lange gedauert hat.
    Wenn man bei einem Arbeitgeber zeitnah beginnen kann, ist das für den neuen Arbeitgeber ja attraktiver. Aufhebungsvertrag wäre eine Alternative, aber das würde doch den neuen Arbeitgeber misstrauisch machen, oder?

    Aktuell scheint mir eine reguläre Kündigung, dann halt zum nächsten Quartal der entspanntere Weg zu sein. Bei einem Wechsel mit Kündigung muss ich dann aber wieder zum Amtsarzt, oder? Das könnte dann die nächste Hürde sein, v.a. wenn es derselbe Amtsarzt ist, der mich schon kennt...

    Vielen Dank!

    Mit freundlichen Grüßen
    Anonym_1


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  • E.D.
    antwortet
    Gem. § 4 TVöD gibt es verschiedene Varianten (nicht nur Abordnung) und auch zu anderen Arbeitgebern, also auch vom Bund zu einem Land, einer Kommune oder einem Privatunternehmen. Aber man hat keinen Anspruch darauf, und der Arbeitgeber wird es vermutlich nur machen, wenn er ein Interesse daran hat. Auch seitens des anderen Arbeitgebers muss schon ein Eigeninteresse vorhanden sein, um diesen umständlichen Weg zu wählen.

    E.D.

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  • LarsT
    antwortet
    Zitat von matthias Beitrag anzeigen
    Ginge das auch innerhalb eines Bundeslandes, kann man vom z.b Landesbaubetrieb zu einer Hochschule abgeordnet werden?
    Ja, wenn der Landesbaubetrieb den TV-L anwendet. Siehe § 4 (1) TV-L.

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  • matthias
    antwortet
    Zitat von LarsT Beitrag anzeigen
    matthias
    2. bezog sich m.E. eindeutig auf den Bereich Bund. erst 3. geht dann darüber hinaus.
    Ok wenn man es nochmal liest kann das sein.

    Zitat von LarsT Beitrag anzeigen
    Eine Abordnung zu einer Kommune ist möglich (bei Zustimmung Beschäftigten). Etwas umstritten ist die Frage ob auch zu einem Arbeitgeber mit TV-L eine Abordnung möglich ist. Hat meine Bundesbehörde aber schon gemacht. Wenn alle wollen geht es.
    Ginge das auch innerhalb eines Bundeslandes, kann man vom z.b Landesbaubetrieb zu einer Hochschule abgeordnet werden?

    Sowas gabs hier noch nie aber zugegebenermaßen mag das nichts heißen :-).

    Wobei das Problem ist hier in meinen Augen der Neustart. Das wiederspricht der Abordnung.

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  • LarsT
    antwortet
    matthias
    2. bezog sich m.E. eindeutig auf den Bereich Bund. erst 3. geht dann darüber hinaus.

    Eine Abordnung zu einer Kommune ist möglich (bei Zustimmung Beschäftigten). Etwas umstritten ist die Frage ob auch zu einem Arbeitgeber mit TV-L eine Abordnung möglich ist. Hat meine Bundesbehörde aber schon gemacht. Wenn alle wollen geht es.

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  • matthias
    antwortet
    Zitat von LarsT Beitrag anzeigen
    1. Nein, eine Abordnung ist auch zu einem anderen Arbeitgeber (z.B. Kommune) möglich.
    2. Arbeitgeber ist ja sowieso jeweils die Bundesrepublik.
    3. siehe 1.
    Sorry mein AG ist nicht die Bundesregierung, ich bin Landesbediensteter.

    Du meinst innerhalb des Bereichs Bund verschiedene Behörden.
    Klar es gibt viele Bundesbehörden über ganz Deutschland verteilt, zu denen kann er abgeordnet werden, aber nicht zu Ländern und Gemeinden und ich denke das war die Frage.

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  • LarsT
    antwortet
    1. Nein, eine Abordnung ist auch zu einem anderen Arbeitgeber (z.B. Kommune) möglich.
    2. Arbeitgeber ist ja sowieso jeweils die Bundesrepublik.
    3. siehe 1.

    Da der Arbeitgeber nicht verpflichtet ist der Abordnung zuzustimmen sichert es nicht unbedingt eine Beschleunigung des Verfahrens. Die Kündigungsfrist greift eher selten, weil die meisten Behörden bereit sind auf Wunsch des beschäftigten Auflösungsverträge schließen. (Das erst recht bei vielen Fehlzeiten...)

    Die Frage ob der potentielle Arbeitgeber nicht sowieso die Personalakte einsehen möchte hängt vom potentiellen Arbeitgeber und deinem Einverständnis ab. Wenn die Personalstellen über Abordnung oder Versetzung verhandeln ist es möglich, dass informell Informationen ausgetauscht werden. (Ist nicht unbedingt Datenschutzrechtlich zulässig, aber vermutlich nicht auszuschließen.)

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  • matthias
    antwortet
    Du bist an den Bund gebunden, ich nehme auch an du bist kein Beamter, sondern Angestellter.

    Dein AG ist der Bund. Der kann dich weder an Landesbehörden noch an Städte abordnen. Du müsstest wenn du dahin wechseln willst den Arbeitgeber wechseln. Z.b. zur Stadt XY oder dem Land AB.

    Das ist dann ein kompletter AG Wechsel wie in der freien Wirtschaft auch, Personalakten werden nicht weiter gegeben. Du musst aber auch kündigen oder deinen Arbeitvertrag jetzt auflösen und bekommst einen neuen Arbeitsvertrag. Dazu wechselst du evtl, den Tarifvertrag z.b. zu TV-L (Länder).


    Da ich nach den anstehenden Vorstellungsgesprächen die Frist knapp verpassen werde
    Hast du dich denn nun schon irgendwo anders beworben? Von welcher Behörde zu welcher würdest du denn wechseln?

    Beachten sollte man noch, dass man beim neuen AG neue Probezeit hat und 6 Monate keinen Kündigungsschutz.

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