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Freistellung, Resturlaub bzw. Jahesurlaub abgegolten?

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  • Freistellung, Resturlaub bzw. Jahesurlaub abgegolten?

    Hallo,
    vielleicht kann mir jemand helfen, ich wäre sehr dankbar...
    Habe am Freitag zum 31.07. gekündigt und mich mit dem AG auf Freistellung geeinigt.
    Nun will mir dieser natürlich damit die ganzen Überstunden (ist verständlich) und den ganzen Jahresurlaub!!! damit abgelten. Dieser steht mir zu, ja, aber ich will ab 01.08. beim neuen Arbeitgeber ganz normal meinen „monatlichen“ Urlaub bekommen...
    Habe heute einen Termin zur Unterzeichnung der Freustellung, muss ich dies mit dem Jahresurlaub unterschreiben?? Ich bin ratlos...

  • #2
    Der neue Arbeitgeber darf den beim alten Arbeitgeber erhaltenen Urlaub anrechnen. Und der alte Arbeitgeber müsste ihn auszahlen, wenn er ihn nicht in natura gibt - aber das wird er vernünftiger Weise nicht machen, wenn ohnehin schon freigestellt. Es ginge höchstens mit einem Wechsel schon einen Monat früher, dann ist erst der halbe Anspruch entstanden (aber je nach Vertrag).

    E.D.

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    • #3
      Du kommst nicht drum herum dass dir der AG den Urlaub gewährt, weil das muss er rein rechtlich auch. Wenn ihr Euch jetzt nicht auf die Freistellung einigt, verlangt er halt, dass du einen Urlaubsantrag stellst. Machst du das nicht verfällt der Urlaub, wenn du ihn freiwillig nicht nimmst.

      Der neue AG kann dir ansonsten natürlich trotzdem Urlaub gewähren, das ist dann seine Entscheidung. Viele AG interessiert gar nicht was beim alten AG war.

      Kommentar


      • #4
        Zitat von rumbatakt Beitrag anzeigen
        ... Habe am Freitag zum 31.07. gekündigt und mich mit dem AG auf Freistellung geeinigt.
        Nun will mir dieser ... den ganzen Jahresurlaub!!! damit abgelten. Dieser steht mir zu, ja, aber ich will ab 01.08. beim neuen Arbeitgeber ganz normal meinen „monatlichen“ Urlaub bekommen...
        Hallo,

        das ist ein interessanter Gedanke deines Arbeitgebers. Bei einem Ausscheiden nach dem 30. Juni hast du einen Rechtsanspruch auf den gesamten (nicht nur den gezwölftelten) Jahresurlaub. Es gibt auch immer wieder Arbeitnehmer*innen, die bei einem entsprechenden Ausscheiden diesen Anspruch einfordern.

        Dein AG denkt sich nun wahrscheinlich "wenn ich "rumbatakt" sowieso freistellen soll, kann ich damit auch gleich den kompletten Urlaub abgelten.So tue ich dem nächsten AG wenigstens einen Gefallen, und mir tut es nicht zusätzlich weh."

        Falls du dich mit deinem Noch-AG also nicht gütlich einigst, wirst du diese Variante nicht vermeiden können. Wenn allerdings der Neu-AG nicht nachfragt, wie viel Urlaub du bereits bekommen hast, kann er den Anspruch dort wieder neu ab Eintrittsdatum berechnen. Aber das wäre dann ein Glücksfall und kein Rechtsanspruch.

        Gruß,
        werner

        Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
        Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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        • #5
          Zitat von werner h. Beitrag anzeigen
          Dein AG denkt sich nun wahrscheinlich "wenn ich "rumbatakt" sowieso freistellen soll, kann ich damit auch gleich den kompletten Urlaub abgelten.So tue ich dem nächsten AG wenigstens einen Gefallen, und mir tut es nicht zusätzlich weh."
          Wobei hier durchaus fraglich ist, ob überhaupt eine Auswahl gegeben ist. Mal angenommen es gelten nur die Regeln des BUrlG: da heiß es zwar in § 6 Abs. 1 "... soweit dem Arbeitnehmer für das laufende Kalenderjahr bereits von einem früheren Arbeitgeber Urlaub gewährt worden ist." Also nur der wirklich genommene. In Abs. 2 zur Urlaubsbescheinigung dann aber: "... über den im laufenden Kalenderjahr gewährten oder abgegoltenen Urlaub auszuhändigen." Das ergibt ja nur Sinn, wenn der abgegoltene auch zählt. Bekanntlich ist das BUrlG besonders schlampig formuliert.

          Ein anderes Gesetz nimmt darauf auch bezug und geht noch weiter:

          § 157 SGB III
          (2) 1Hat die oder der Arbeitslose wegen Beendigung des Arbeitsverhältnisses eine Urlaubsabgeltung erhalten oder zu beanspruchen, so ruht der Anspruch auf Arbeitslosengeld für die Zeit des abgegoltenen Urlaubs.
          Hier reicht also schon der Anspruch auf Abgeltung, auch wenn er gar nicht erfüllt wurde. Ein freiwilliger Verzicht des Arbeitnehmers ist also ohne Bedeutung. Und so kann der neue Arbeitgeber auch argumentieren: Du kannst ja die Abgeltung vom alten AG beanspruchen, wenn Du willst.

          Aber wie gesagt, das Urlaubsrecht zeichnet sich nicht gerade durch Logik aus, und wie Matthias sagte: vielen neuen Arbeitgebern ist das auch völlig egal. Aber wenn doch nicht, sollte man das neue Arbeitsverhältnis nicht gleich mit einer wirtschaftlich kaum begründbaren und rechtlich fragwürdigen Forderung beginnen.

          E.D.


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