Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Mündliche Eingruppierung weicht vom Arbeitsvertrag ab - was tun ?

Einklappen
X
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Mündliche Eingruppierung weicht vom Arbeitsvertrag ab - was tun ?

    Guten Morgen liebes Forum,

    wie würdet ihr vorgehen, wenn die im Bewerbungsgespräch mündlich genannte Entgeltgruppe (E7) von der im Arbeitsvertrag genannten Entgeltgruppe (E6) abweicht?

    Das vorherige Arbeitsverhältnis war bereits gekündigt, da das Ende und der Neubeginn zeitlich nah beieinander lag. Um den Beginn des neuen Arbeitsverhältnis nicht zu gefährden, wurde der neue Arbeitsvertrag dann unterschrieben und das neue Arbeitsverhältnis angetreten.
    Die Sachbearbeiterin aus der Personalabteilung wurde bei Unterschrift auf den Fehler hingewiesen. Man bekam die Auskunft, dass nur die E6 beantragt wurde und so vom Personalrat auch zugestimmt ist. Auch sei es für den Tätigkeitsbereich unüblich, dass in die E7 eingruppiert wird.

    Das neue Arbeitsverhältnis ist noch sehr frisch (05/2019), es ist unbefristet! Tarifvertrag ist TV-L. Der Vorgesetzte ist nach erster Einschätzung zugänglich und war beim Bewerbungsgespräch anwesend. Ebenso die Teamleitung.Dennoch fällt es nicht leicht gleich zu Beginn das doch sensible Thema anzusprechen, da noch Probezeit besteht und der Start im Team gut war. Entsprechend ist eine konfliktfreie Lösung angedacht.

    Viele Grüße
    Zuletzt geändert von FroTi; 11.05.2019, 11:07.

  • #2
    Zitat von FroTi Beitrag anzeigen
    Guten Morgen liebes Forum,

    wie würdet ihr vorgehen, wenn die im Bewerbungsgespräch mündlich genannte Entgeltgruppe (E7) von der im Arbeitsvertrag genannten Entgeltgruppe (E6) abweicht?

    Das vorherige Arbeitsverhältnis war bereits gekündigt, da das Ende und der Neubeginn zeitlich nah beieinander lag. Um den Beginn des neuen Arbeitsverhältnis nicht zu gefährden, wurde der neue Arbeitsvertrag dann unterschrieben und das neue Arbeitsverhältnis angetreten.
    Die Sachbearbeiterin aus der Personalabteilung wurde bei Unterschrift auf den Fehler hingewiesen. Man bekam die Auskunft, dass nur die E6 beantragt wurde und so vom Personalrat auch zugestimmt ist. Auch sei es für den Tätigkeitsbereich unüblich, dass in die E7 eingruppiert wird.

    Das neue Arbeitsverhältnis ist noch sehr frisch (05/2019), es ist unbefristet! Tarifvertrag ist TV-L. Der Vorgesetzte ist nach erster Einschätzung zugänglich und war beim Bewerbungsgespräch anwesend. Ebenso die Teamleitung.Dennoch fällt es nicht leicht gleich zu Beginn das doch sensible Thema anzusprechen, da noch Probezeit besteht und der Start im Team gut war. Entsprechend ist eine konfliktfreie Lösung angedacht.

    Viele Grüße
    Hey,
    wer hat denn im Vorstellungsgespräch die E7 zugesagt? Auch bei der Stellenausschreibung wird doch die vorgesehene Entgeltgruppe veröffentlicht. Was war denn da angegeben?
    VG
    Gast_SBV

    Kommentar


    • #3
      Stellenausschreibung stand nur Entgelt nach TV-L, ohne Angabe der Gruppe.

      Bei der Vorstellung waren drei Gesprächspartner, dritte war die Sachgebietleiterin die letztlich alles über die Arbeitsbedingungen ( Entgeltgruppe, Urlaub, Arbeitszeit etc.) genannt hat.
      Zuletzt geändert von FroTi; 11.05.2019, 13:00.

      Kommentar


      • #4
        Im TV-L ergibt sich die Entgeltgruppe aus der Entgeltordnung, die Teil des Tarifvertrages ist. Abweichende Vereinbarungen sind, von wenigen Ausnahmen abgesehen (z.B. beidseitig bewusst gewollte übertarifliche Bezahlung), unwirksam. "Üblich" spielt keine Rolle. Also in der Entgeltordnung nachsehen.

        E.D.

        Kommentar


        • #5
          Nach der Entgeltordnung wäre die Tätigkeit und Protokollerklärung der E7 zutreffend.

          Kommentar


          • #6
            Nur in wenigen Bereich der Entgeltordnung wird man ohne vertiefte Kenntnisse Eine E6 von einer E7 unterscheiden können. Insbesondere sind die in der ENtgeltordnung verwendeten unbestimmten Rechtsbegriffe durch eine komplexe Rechtssprechung ausgefüllt. Dabei entsprehen die Brgriffe nicht unbedingt dem persönlichen verständnis der Begriffe.

            Wenn es tatsächlich eindeutig E7 ist wäre die sache einfach. Man wartet das Ende der Probezeit ab. Fordert dann schriftlich die Bezahlung nach E7 und erhebt ggf. Eingruppierungsklage wenn der Arbeitgeber dem nicht folgt.

            Aus der mündlichen Ankündigung der E7 würde selbst wenn man es Beweisen kann kein Anspruch auf E7 erwachsen.

            Es sprichts m.E. auch nicht wirklich etwas dagegen es anzusprechen. Dann kann man auch erfahren ob der Arbeitgeber anfänglich formal Teile der Aufgabe nicht übertragen hat und es deshalb E6 ist. In einigen wenigen Bereichen können auch Anforderungen an die Person eine Rolle spielen (vorliegen bestimmter Abschlüsse etc,)

            Kommentar


            • #7
              Zitat von FroTi Beitrag anzeigen

              Das vorherige Arbeitsverhältnis war bereits gekündigt, da das Ende und der Neubeginn zeitlich nah beieinander lag. Um den Beginn des neuen Arbeitsverhältnis nicht zu gefährden, wurde der neue Arbeitsvertrag dann unterschrieben und das neue Arbeitsverhältnis angetreten.
              Ohne dir zu nahe zu treten, hier passierte halt der formale Fehler.
              Man kündigt nie, bevor man den neuen Vertrag nicht unterschrieben hat.
              Und man lässt sich nie zeitlich so unter Druck setzen, dass man seine Handlungsfähigkeit verliert oder man geht die entsprechenden Risiken ein.

              Alles vorher waren rechtlich nur Vorverhandlungen, keine verbindlichen Vertragszusagen und das letztlich verbindliche schriftliche Angebot hast du dann halt mit EG 6 angenommen.

              Bleibt was LarsT sagt, nach der Probezeit Eingruppierung prüfen lassen.

              Kommentar


              • #8
                Schon was gefunden?

                Kommentar

                Unconfigured Ad Widget

                Einklappen

                Google

                Einklappen
                Lädt...
                X