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Aufhebungsvertrag abgelehnt, möchte aber unbedingt in eine andere Firma

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  • Aufhebungsvertrag abgelehnt, möchte aber unbedingt in eine andere Firma

    Guten Tag,

    ich habe die Möglichkeit ab dem 01.07.2019 bei einem neue Arbeitgeber anzufangen.
    Meinen jetzigen Arbeitgeber habe ich einen Aufhebungsvertrag angeboten. Dieser wird mir aber abgelehnt da ich wohl unentbehrlich bin.
    Daher gilt für mich die Kündigungsfrist, wie im Arbeitsvertrag hinterlegt, von 3 Monaten.

    Urlaub hab ich in diesem Jahr erst 6 Tage genommen.
    Arbeite im Schichtbetrieb mit einer 40h Woche.
    Habe aber ca. 25 Minusstunden auf dem Zeitkonto.

    Was kann ich nun tun ?
    Wie ist das geregelt mit den gesetzlichen Urlaubstagen ?
    Welche Optionen bleiben mir um am 01.07. bei dem neuen Arbeitgeber anzufangen bzw. den alten Arbeitgeber normal zu verlassen ?

  • #2
    Hallo Gartenfreund39

    die einzig mögliche Option eines Aufhebungsvertrages hast du ja schon versucht zu ziehen, den hat dein AG abgelehnt und insofern bist du an deinen AV gebunden der eine Kündigungsfrist von 3 Monaten enthält.
    Wenn dein AG schon deinen Wunsch nach einem Aufhebungsvertrag abgelehnt hat, weil du "unentbehrlich" bist, dann kann man vermutlich davon ausgehen, das er aus betrieblichen Gründen deinen Wunsch nach Urlaub ebenfalls ablehen wird und dir dann die noch zustehenden Urlaubstage ausbezahlen wird, die Möglichkeit besteht für Ihn bei Vertragsende. Selbst wenn er dir die noch zustehenden Urlaubstage genehmigt wird dir das nicht helfen, deinen Vertrag früher zu beenden um schon evtl. die neue Arbeitstelle anzutreten, denn die Urlaubstage sind ja bestandteil deines Arbeitsvertrages.
    Frag doch mal bei deinem neuen potientellen AG nach, ob du auch später dort anfangen kannst weil du deine Kündigungsfrist einhalten musst.

    Gruß
    Galaxy
    Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren. Bertold Brecht

    Kommentar


    • #3
      Zitat von Gartenfreund39 Beitrag anzeigen
      ... Daher gilt für mich die Kündigungsfrist, wie im Arbeitsvertrag hinterlegt, von 3 Monaten.
      ...
      Wie ist das geregelt mit den gesetzlichen Urlaubstagen ?
      Welche Optionen bleiben mir um am 01.07. bei dem neuen Arbeitgeber anzufangen bzw. den alten Arbeitgeber normal zu verlassen
      Hallo,

      ergänzend zu Galaxy: Du kannst deinen AG darauf aufmerksam machen, dass du bei einem Ausscheiden nach dem 30. Juni Anspruch auf den vollen Jahresurlaub hast. Zumindest auf den gesetzlichen Urlaub laut Bundesurlaubsgesetz (20 Tage bei 5-Tage-Woche), je nach arbeits- oder tarifvertraglicher Vereinbarung möglicherweise auch auf den darüber hinausgehenden Urlaubsanspruch. Die Urlaubstage werden also - im Gegensatz zu einem Austritt bis 30. Juni - nicht gezwölftelt.

      Dadurch muss sich dein AG mit der Frage auseinandersetzen, ob er tatsächlich einen wirtschaftlichen Vorteil hat, wenn er dich zwingt, einen Monat länger bei ihm zu bleiben.

      Gruß,
      werner

      Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
      Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

      Kommentar


      • #4
        Ok, danke für die Antworten
        Das hilft mir evtl. schonmal etwas

        Aber noch was anderes:

        Was passiert wenn ich einfach nicht mehr zur Arbeit gehe ?
        Dann kommt ja theoretisch die Kündigung

        Wie ist da die Rechtslage ?

        Kommentar


        • #5
          Schlimmer wäre evtl. Schadenersatz den der AG verlangen würde, allerdings muss er einen Schaden konkret nachweisen.

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          • #6
            Zitat von Gartenfreund39 Beitrag anzeigen
            Was passiert wenn ich einfach nicht mehr zur Arbeit gehe ?
            Dann kommt ja theoretisch die Kündigung

            Wie ist da die Rechtslage ?
            Die Rechtslage wäre ungefähr so, dass dein AG dich zur Aufnahme der Arbeit auffordern müsste und - bei Nichterscheinen - das Arbeitsverhältnis seinerseits fristlos kündigen könnte.

            Die Nicht-Rechtslage ist eventuell die, dass dein Arbeitszeugnis in diesem Fall etwas schlechter ausfällt, möglicherweise noch ausstehende Restzahlungen nicht ohne weiteres geleistet werden, dein Ex-AG und der Neu-AG sich bei einem Arbeitgeberforum treffen und ins Gespräch kommen, du irgendwann deine Wechselentscheidung bereust und gerne zurückkehren würdest, dein in der gleichen Firma beschäftigter Cousin 7. Grades plötzlich kritisch beobachtet wird ...

            Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
            Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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            • #7
              Zitat von werner h. Beitrag anzeigen
              Die Rechtslage wäre ungefähr so, dass dein AG dich zur Aufnahme der Arbeit auffordern müsste und - bei Nichterscheinen - das Arbeitsverhältnis seinerseits fristlos kündigen könnte.

              Die Nicht-Rechtslage ist eventuell die, dass dein Arbeitszeugnis in diesem Fall etwas schlechter ausfällt, möglicherweise noch ausstehende Restzahlungen nicht ohne weiteres geleistet werden, dein Ex-AG und der Neu-AG sich bei einem Arbeitgeberforum treffen und ins Gespräch kommen, du irgendwann deine Wechselentscheidung bereust und gerne zurückkehren würdest, dein in der gleichen Firma beschäftigter Cousin 7. Grades plötzlich kritisch beobachtet wird ...
              Kann der Arbeitgeber mir meinen Lohn für Juni, welcher am 28. des Monats gezahlt wird, verwehren oder muss er zahlen ?

              Kommentar


              • #8
                Am 28. Juni ahnt dein AG noch nicht, dass du am 1. Juli nicht mehr erscheinen willst. Also wird er das Gehalt pünktlich überweisen. Es sei denn, du hast zuvor bereits eigenmächtig Urlaub angetreten und deinen Arbeitsplatz leergeräumt.

                Die Frage ist da weniger nach dem „können“, sondern nach dem „dürfen“. Du darfst dein Arbeitsverhältnis nicht vorzeitig beenden, kannst es aber trotzdem. So darf dein AG dir dein Gehalt für geleistete Arbeit nicht vorenthalten, kann es aber trotzdem.
                Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
                Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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