Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

AG vergisst RV Abzuführen

Einklappen
X
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • AG vergisst RV Abzuführen

    Hallo Zusammen,
    ich habe am 3.1.2018 bei einen neuen Arbeitgeber angefangen nun ist mir vor 10 Tagen Aufgefallen das auf meinen Lohnzetteln und auf meiner Jahreslohnsteuerbescheini gung nur ein "Strich" bei der RV ist.

    Ich bin Privatversichert und führe somit meine KV und PV selber ab.

    Jetzt sagt mir unser Lohnbüro sie wollen das alles zusammen rechnen und ich muss das jetzt noch die komplette RV von 1/2018 bis jetzt nach zahlen.

    Geht das so einfach?

    Was habe ich für Möglichkeiten?

    MFG Flo800

  • #2
    Zitat von Flo800 Beitrag anzeigen
    Hallo Zusammen,
    ich habe am 3.1.2018 bei einen neuen Arbeitgeber angefangen nun ist mir vor 10 Tagen Aufgefallen das auf meinen Lohnzetteln und auf meiner Jahreslohnsteuerbescheini gung nur ein "Strich" bei der RV ist.

    Ich bin Privatversichert und führe somit meine KV und PV selber ab.

    Jetzt sagt mir unser Lohnbüro sie wollen das alles zusammen rechnen und ich muss das jetzt noch die komplette RV von 1/2018 bis jetzt nach zahlen.

    Geht das so einfach?

    Was habe ich für Möglichkeiten?

    MFG Flo800
    Hey,
    die Rentenversicherungspflich t ist doch unabhängig von der Krankenversicherungspflic ht. Wie kann man ein Jahr übersehen, das keine RV abgezogen wird? Wie groß ist denn die Firma, die sich ein Lohnbüro leistet, das solche Böcke schiesst?
    VG
    Gast_SBV

    Kommentar


    • #3
      Hallo,

      abhängig von den genaueren Umständen kann es sein, dass dein Arbeitgeber Pech hat (und du Glück). Wenn das Verschulden auf AG-Seite liegt, wird allenfalls eine rückwirkende Belastung für drei Monate möglich sein. Den Rest muss dein AG tragen.

      https://www.haufe.de/sozialwesen/ver...40_160602.html

      Gruß,
      werner
      Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
      Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

      Kommentar


      • #4
        Ein Nicht-Verschulden des Arbeitgebers ist hier praktisch nicht vorstellbar, da die Beschäftigung ganz offensichtlich nicht geringfügig ist. Es betrifft neben der .RV vermutlich auch die AlV, also darf der Arbeitgeber hier grob gerechnet 5,8 Monatsgehälter nachzahlen, kann aber nur ca. 0,8 bei der Mai-Abrechnung abziehen. Ist dann zwar wenig Netto-Auszahlung im Mai, aber ein schönes kostenloses Renten-Plus.

        E.D.

        Kommentar


        • #5
          Danke für die Schnellen Antworten.

          Wir sind circa 250 Mann.

          Wie meinst du das mit den 5,8 Monatsgehältern?

          Mein Problem ist, das es bestimmt Diskussionen mit meinen Lohnbüro gibt.
          Ich möchte ungern für 16 Monate RV nach zahlen.

          Wie würdet ihr vorgehen? das ich nicht alles nach Zahlen muss.

          MFG Flo800

          Kommentar


          • #6
            Da muss man weder diskutieren noch vorgehen, es ist bereits gesetzlich geregelt.

            E.D.

            Kommentar


            • #7
              Hallo,
              wie gesagt mein Lohnbüro ist der Meinung ich muss RV + AV zurückzahlen.

              Wo das mit den 3 Monaten geregelt?

              MFG Flo800

              Kommentar


              • #8
                Hallo,

                du musst das auch lesen, was man dir zum Lesen gibt.

                https://www.haufe.de/sozialwesen/ver...40_160602.html

                hatte werner dir schon angehängt.

                Gruß
                Hubertus

                Kommentar


                • #9
                  Hier noch die ausdrückliche Rechtsgrundlage:
                  https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_4/__28g.html
                  Halte uns auf dem Laufenden ...
                  Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
                  Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

                  Kommentar


                  • #10
                    genau das habe ich gesucht.

                    Vielen Dank.

                    Kommentar


                    • #11
                      Hallo Zusammen,
                      und wie ich mir schon gedacht habe gibt es Diskussionen mit unseren Lohnbüro

                      https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_4/__28g.html

                      Sie "hängen" sich an dem Satz auf im Gesetz

                      "Ein unterbliebener Abzug darf nur bei den drei nächsten Lohn- oder Gehaltszahlungen nachgeholt werden"


                      Wie viel darf der Arbeitgeber denn jetzt rückwirkend abziehen?

                      Ich habe das so verstanden das der Arbeitgeber 3 x RV+AV zurück fordern darf also das was ich im Monat an RV+AV hätte darf er 3x zurück fordern. richtig?



                      MFG Flo800

                      Kommentar


                      • #12
                        Zitat von Flo800 Beitrag anzeigen
                        und wie ich mir schon gedacht habe gibt es Diskussionen mit unseren Lohnbüro
                        Wo haben die ihren Beruf gelernt? Wenn das Gehaltsabrechner*innen sind, die ihr Handwerk verstehen, dürfte das eigentlich keine Diskussionen geben.

                        Ich habe das so verstanden das der Arbeitgeber 3 x RV+AV zurück fordern darf also das was ich im Monat an RV+AV hätte darf er 3x zurück fordern. richtig?
                        Die Rückforderung ist für den laufenden Monat und die drei davor liegenden Monate zulässig. Bei schwankenden Bezügen somit jeweils genau der Betrag, der auf den einzelnen Monat entfällt. Bei einem unveränderten Festgehalt also dreimal (bzw. einschließlich laufendem Monat - egal, ob der bereits abgerechnet wurde oder nicht - viermal) RV + AV.
                        Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
                        Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

                        Kommentar


                        • #13
                          Zitat von Flo800 Beitrag anzeigen
                          "Ein unterbliebener Abzug darf nur bei den drei nächsten Lohn- oder Gehaltszahlungen nachgeholt werden"


                          Wie viel darf der Arbeitgeber denn jetzt rückwirkend abziehen?
                          Falls die Gehaltszahlung monatlich erfolgt: für den Abzug im Februar wären die drei nächsten . März - April - . Mai. Das ginge also noch. Alles vorher nicht mehr.



                          Kommentar


                          • #14
                            okay - da steht ja aber für die "....den drei nächsten Lohn- oder Gehaltszahlungen nachgeholt werden..." an dem Satz hält sich unser Lohnbüro fest ... jetzt sagen Sie noch

                            https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_4/__28g.html

                            das laut dem Gesetz sie keine Rückrechnung machen können und ich solle mich selbst mit der Rentenversicherung auseinander setzten ...

                            Kommentar


                            • #15
                              Falls es deinen AG interessiert, kommt hier ein dazu passendes Urteil:

                              https://openjur.de/u/323150.html

                              Ansonsten könntest du versuchen, das mit einem Anruf bei deiner Krankenkasse (als Beitragseinzugsstelle für alle SV-Beiträge) zu klären. Anderenfalls wäre dann der Gang zur Rechtsberatung (Fachanwält*in für Arbeitsrecht, Gewerkschaft) zu empfehlen.
                              Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
                              Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

                              Kommentar

                              Unconfigured Ad Widget

                              Einklappen

                              Google

                              Einklappen
                              Lädt...
                              X