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Keine Arbeit nach langer Krankenzeit

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  • Keine Arbeit nach langer Krankenzeit

    Guten Tag,
    meine Mutter hat vor einigen Wochen ihre Wiedereingliederung, nach einiger Zeit des Krankseins, begonnen. Meine Mutter ist schon sehr lange diesem Betrieb zugehörig (über 40 Jahre). Nun hat der Arzt festgestellt, dass sie ihre eigentliche Tätigkeit nicht mehr ausüben darf, aufgrund der Erkrankung. Die Wiedereingliederung hat nun teilweise auf der alten Stelle, wo sie nur Aufgaben erledigt hat, die sie kann und auf einer neuen Stelle, wo sie reine Bürotätigkeiten macht, stattgefunden. Diese Bürotätigkeit konnte sie allerdings nur machen, da dort ebenfalls eine Mitarbeiterin erkrankt ist. Nun ist diese Mitarbeiterin wieder da und meine Mutter hat keinen Schreibtisch mehr, um ihre Arbeit zu erledigen. Zusätzlich wurden ihr Rechte, die sie vorher hatte, wie Computerzugänge und der Zugriff auf das Stundenkonto, entzogen.
    Von den Vorgesetzten kümmert sich trotz mehrfacher Aufforderung keiner um sie, um die momentane Situation zu klären. Man sagt lediglich, sie solle Geduld haben.

    Meine Frage ist nun, welche Rechte hat man, wenn der Arbeitgeber einem keinen eigenen Arbeitsplatz (Schreibtisch) zur Verfügung stellt und sich auch sonst nicht darum gekümmert wird, dass sie vernünftig arbeite kann?

    Meiner Meinung nach ist das Mobbing am Arbeitsplatz oder mürbe machen, damit man keine Abfindung gezahlt werden muss.

    Über hilfreiche Kommentar wäre ich sehr dankbar.

  • #2
    Nun mal langsam mit den jungen Pferden, läuft was nicht wie man möchte wird gleich Mobbing draus. Hier ist überhaupt kein Mobbing zu sehen.

    Man sollte sich auch mal in die Sitution des Arbeitgebers versetzen, der eine Mitarbeiterin nun hat die ihre vertraglich vereinbarte Leistung nicht erbringen kann. Wenn du einen Handwerker beauftragst und der sagt: "Sorrry ich kann das nicht machen weil ich krank bin", oder dir die Autowerkstatt erklärt, dass sie dein Auto leider nicht machen konnten weil Mitarbeiter krank waren, die Rechnung wollen sie aber trotzdem bezahlt, dann wirst du den auch nicht bezahlen oder? Immer bitte auch mal die andere Seite sehen.

    AG und AN haben ein Vertragsverhöltnis und das ist von beiden Seiten einzuhalten. Ein Arbeitgeber ist auch kein Sozialverein, sondern muss sein Geld auch erstmal verdienen um seinen Mitarbeiter auch die Kollegen deiner Mutter jeden Monat zu bezahlen. Also mal bitte die Emotionen runter fahren.

    Zum Sachverhalt.

    Wie groß ist denn der Betrieb?
    Gibt es einen Betriebsrat?
    Hat deine Mutter evtl. jetzt einen Schwerbehindertenstatus oder könnte sie den beantragen mit etwas Erfolgsaussichten?


    Ansonsten haben wir doch die Situation, dass der AG sagt: "Erstmal abwarten." Also plant der AG wohl keine Kündigung und sucht nach einer Lösung. Das ist doch positiv und das sollte man sehen und nicht gleich nur böses sehen.

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    • #3
      Hallo Matthias,

      erstmal vielen Dank für deine Antwort.

      Gefühle runterfahren ist leider leichter gesagt als getan, für jemanden der immer vollen Einsatz gezeigt hat bei der Arbeit und jetzt nicht mehr kann. Aber versuchen tut sie es.

      Der Betrieb ist sehr groß, deutschlandweit mehrere Niederlassungen mit jeweils über 100 Mitarbeitern.
      Der Schwerbehindertenausweis ist beantragt und die Chancen stehen eigentlich auch ganz gut auf 50% zu kommen.
      Der Betriebsrat ist schon informiert, aber hat sich noch nicht offiziell eingeschaltet.

      Das Problem ist, dass der Arbeitgeber sagt, dass man abwarten soll, aber dennoch nichts passiert. Das Ganze läuft ja schließlich schon seit fast zwei Monaten.

      Was würdest du denn machen an ihrer Stelle?
      Denn im Moment muss sie durch das ganze Haus laufen, einen Schreibtisch suchen, um ein wenig arbeiten zu können. Ich habe leider auch keine anderen Ideen, außer sich ins Büro zu setzen und auf Feierabend zu warten.

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      • #4
        Die hier mitklingende Andpruchhaltung ist tatsächlich unbegründet. Die An kann (und das sogar ärztlich attestiert) ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen. Das ist in nicht wenigen Betrieben schon die Vorstufe einer personenbezogenen Kündigung.

        Es gibt keinen Anspruch, irgendwie woanders eine Ersatztätigkeit zu erhalten. Der AG muss prüfen ob die Möglichkeit besteht, die AN anderweitig für den Betrieb sinnvoll zu beschäftigen. Wenn es diese Möglichkeit nicht gibt, ist eine Kündigung berechtigt.

        Sofern also die Prüfung andauert sollte man froh sein dass hier tatsächlich nicht der einfache Weg der Kündigung gegangen wird.

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        • #5
          Hallo,

          was ist denn die eigentliche Tätigkeit deiner Mutter? Hat sie mit Bürotätigkeit eigentlich gar nichts zu tun? Besitzt deine Mutter die nötigen Kenntnisse, um eine fundierte Bürotätigkeit auszuüben? Angenommen, ein weiterer Schreibtisch wäre vorhanden: Würde es ausreichend viel Arbeit geben, damit sowohl deine Mutter als auch die anderen Kolleg*innen ausgelastet wären?

          Gruß,
          werner
          Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
          Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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          • #6
            Das Ganze steht und fällt mit dem Schwerbehindertenausweis. Wird der erteilt ist die Situation ganz anders, weil dann hat sie Anspruch auf einen leidensgerechten Arbeitsplatz.
            Ohne Ausweis, muss sie machen zu was sie vertraglich verpflichtet ist. Der AG muss dann wenig bis nichts anderes anbieten.

            Von daher muss sie und der Arbeitgeber warten was da raus kommt, vorher kann überhaupt keien Entscheidung fallen. So lange muss man auch ein bisschen Geduld haben.

            Viel Glück

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