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Pausenabzug bei Überstunden Ausgleich

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  • Pausenabzug bei Überstunden Ausgleich

    Hallo liebe Mitglieder,

    herzlichen Dank für die Aufnahme.

    Ich habe eine tägliche Arbeitszeit von 8,5 Stunden.
    An einem Vormittag habe ich vier Überstunden abgebaut.
    Habe also um 12 Uhr begonnen zu Arbeiten und um 16:30 Uhr beendet.
    In Summe also 8,5 Stunden.
    Mir wurde zusätzlich meine 30 Min. Mittagspause abgezogen obwohl ich ja höchstens 4,5 Stunden am Stück gearbeitet habe.
    Somit habe ich nun 0,5 Stunden weniger.

    Ist das rechtens?

    Vielen Dank für Eure Infos?

    Arnulf

  • #2
    Hallo Arnulf

    wenn du erst um 12:00 Uhr begonnen hast und um 16:30 Uhr deine Arbeit beendet hast bestand gemäß ArbztG keine Pflicht zur Pause, da diese erst nach 6 Std. gemacht werden MUSS. Wenn Ihr ein Zeiterfassungssystem zur Arbeitszeit verwendet kann es ja sein, dass dieses so eingestellt ist, dass es in einer Rahmenzeit von z.B. 12:00 - 14:30 Uhr automatisch eine Pause erfasst, egal ob eine ausgestempelt wurde oder nicht. Sollte es so sein, dann würde ich einen Korrekturantrag stellen damit dieses geändert werden kann. Wenn du von den 4,5 Stunden 30min Pause absolviert hast, wovon ich anhand deines Postes nicht ausgehe, dann ist der Abzug auch korrekt, ansonsten würde ich, wie geschrieben, einen Korrekturantrag stellen. Habt ihr kein Zeiterfassungssystem würde ich auch bei meinem Vorgesetzten einen Antrag auf Gutschrift der 30min stellen sofern du 4,5 Std gearbeitest hast.

    Gruß
    Galaxy
    Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren. Bertold Brecht

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    • #3
      @Galaxy

      herzlichen Dank für die schnelle Antwort. Es ist in der Tat so, dass wir mit Zeiterfassung arbeiten. Das ist alles schön und gut - aber hier sieht man, dass alles kontrolliert werden muss.
      Es ist vermutlich so wie du sagst - eine automatisch eingestellte Pausenzeit.
      Mir war nur wichtig, dass dies ja verm. rechtlich nicht sein kann, dass hier auch noch Pausen abgezogen werden.

      Vielen Dank
      Arnulf

      Kommentar


      • #4
        Ist das eigentlich erlaubt, dass die Pause einfach so automatisch abgezogen wird? Ich hör immer wieder aus dem Bekanntenkreis, dass die Pause abgezogen wird, obwohl sie es manchmal überhaupt nicht schaffen, die Pause zu nehmen. Ich find das nicht ok.

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        • #5
          Zitat von Marta Beitrag anzeigen
          Ist das eigentlich erlaubt, dass die Pause einfach so automatisch abgezogen wird? ..., obwohl sie es manchmal überhaupt nicht schaffen, die Pause zu nehmen. ...
          Hallo,

          die Firmen, die eine elektronische Zeiterfassung nutzen, haben meist auch eine interne verbindliche Arbeitszeitregelung - oft mit Gleitzeit verbunden. In der Regel ist dabei vorgegeben, dass und wann eine Pause zu nehmen ist. Das elektronische System bildet dann die gesetzlichen und betriebsinternen Vorgaben ab.

          Die praktische Erfahrung zeigt, dass nicht alle Mitarbeitenden ihre Pausenzeiten immer und überall ausstempeln. Wer beispielsweise einen attraktiven Büroarbeitsplatz hat, bleibt zur Mittagspause durchaus mal am Schreibtisch und verbringt seine/ihre Mittagspause dort. Oder beim Gang in die Kantine vergisst man im Gespräch mit Kolleg*innen aus Versehen das Stempeln. Der elektronische Zwangsabzug sorgt dafür, dass die Zeiten dennoch zur Anrechnung kommen.

          Darüber hinaus führt der Zwangsabzug zu einer Selbstregulierung pflichtbewusster Mitarbeiter*innen. Der Arbeitgeber kann nicht täglich all seine Beschäftigten kontrollieren, ob diese eine Pause gemacht haben und warum gegebenenfalls nicht. Außerdem dürfen AG einen Pausenverstoß auch gar nicht wiederkehrend akzeptieren, weil sie sich anderenfalle einer Ordnungswidrigkeit oder gar Straftat im Sinne des Arbeitszeitgesetzes schuldig machen. Das kann den Mitarbeitenden, die eine Pause gutgeschrieben haben wollen, erläutert werden - so dass sie es künftig doch lieber einrichten, die Pause vorschriftsgemäß zu nehmen.

          Gruß,
          werner
          Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
          Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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          • #6
            HI,

            danke für die schnelle Antwort. Aus den Erzählungen einer Bekannten, sie arbeitet glaube ich, irgendwas im Krankenhaus, hab ich rausgehört, dass sie ja gern die Pause nehmen würde, aber oft genug einfach keine Gelegenheit dazu bekommt, weil zu viel los ist.

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            • #7
              Zitat von Marta Beitrag anzeigen
              ... im Krankenhaus, ..., dass sie ja gern die Pause nehmen würde, aber oft genug einfach keine Gelegenheit dazu bekommt, weil zu viel los ist.
              In einem Krankenhaus im laufenden Betrieb ist das immer etwas schwierig. Deshalb ist die Einhaltung des Arbeitszeitgesetzes im Krankenhaus schon seit vielen Jahren ein Dauerbrenner. Zahlreiche Krankenhäuser hatten bereits Besuche der Gewerbeaufsichtsämter, die Kontrollen hinisichtlich der Gesetzeseinhaltung durchführen. Aber zur Tätigkeit der Pflegeleitung gehören längst Fragen der Arbeitszeitgestaltung und des Pflegemanagements.

              Da sind also einerseits die Führungskräfte in der Pflicht, eine entsprechende Organisation sicherzustellen, als auch die Beschäftigten, die ihre Pausen auch tatsächlich einfordern und wahrnehmen müssen. In fast jedem Krankenhaus gibt es einen Betriebs- oder Personalrat bzw. eine Mitarbeitervertretung. Diese Gremien sollten ebenfalls auf die Einhaltung der rechtlichen Vorgaben achten.

              Idealerweise verlässt die Pflegekraft während der Pausenzeit ihre Station. Wenn alle gemeinsam im Pausenraum auf Station sitzen und mehrere Patient*innen klingeln oder Besucher*innen kommen mit Fragen, klappt das mit der Pause natürlich nicht.
              Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
              Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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              • #8
                ah ok na gut, danke für die antwort nochmal

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