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Urlaub / Abgeltung bei Eigenkündigung während/nach Langzeit AU

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  • Urlaub / Abgeltung bei Eigenkündigung während/nach Langzeit AU

    Hallo Foren-Gemeinde,
    ich bin aktuell seit Januar 2018 durchgehend AU. Im Laufe der AU hat sich gezeigt, dass ich meinen aktuellen Beruf aus diversen gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben darf. Nach einer "Belastungserprobung" im Rahmen einer Maßnahme zur "Teilhabe am Arbeitsleben" durch die Rentenversicherung habe ich zum 01.04 eine Umschulung bewilligt bekommen.
    Da mein Arbeitsverhältnis aktuell noch besteht muss ich dieses zum 31.03.2019 kündigen, allerdings bestehen noch Urlaubsansprüche.

    30 Tage Tarifurlaub aus 2018
    5 Tage Sonderurlaub (GdB 50)
    7,5 Tage Tarifurlaub aus 2019

    Wie kann bzw sollte ich mich verhalten ??
    AU bis zum 31.03.2019, muss der AG den Urlaub dann finanziell abgelten, oder vorher "gesund schreiben lassen" und den entsprechenden Urlaub bei normaler Lohnzahlung nehmen ??

    Vielen Dank im Voraus,
    Gruß, Ulf

  • #2
    Zitat von Fluffi4 Beitrag anzeigen
    ich bin aktuell seit Januar 2018 durchgehend AU. ...
    Da mein Arbeitsverhältnis aktuell noch besteht muss ich dieses zum 31.03.2019 kündigen, allerdings bestehen noch Urlaubsansprüche.

    30 Tage Tarifurlaub aus 2018
    5 Tage Sonderurlaub (GdB 50)
    7,5 Tage Tarifurlaub aus 2019

    AU bis zum 31.03.2019, muss der AG den Urlaub dann finanziell abgelten, ...??
    Hallo,

    im Falle einer Langzeiterkrankung bleiben die Urlaubsansprüche laut geltender Rechtsprechung bis zu 15 Monate nach Ablauf des Urlaubs-/Kalenderjahres erhalten. Das gilt sowohl für den gesetztlichen Mindesturlaub (20 Tage) als auch für den Schwerbehinderten-Sonderurlaub. Beim tariflichen Zusatzurlaub (also die über 20 Tage hinausgehenden 30 Tage) kommt es darauf an, ob der Tarifvertrag eine Kürzungsregelung enthält. Wenn nicht, wird auch dieser tarifliche Anspruch übertragen.

    Der nicht genommene übertragene Urlaub ist bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses finanziell abzugelten.

    Im Idealfall (ohne tarifliche Kürzung) hast du also Anspruch auf die Auszahlung von 42,5 Tagen Urlaub. Im schlechteren Fall sind es zehn Tage weniger.

    Gruß,
    werner

    Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
    Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

    Kommentar


    • #3
      Zitat von werner h. Beitrag anzeigen

      Hallo,

      im Falle einer Langzeiterkrankung bleiben die Urlaubsansprüche laut geltender Rechtsprechung bis zu 15 Monate nach Ablauf des Urlaubs-/Kalenderjahres erhalten. Das gilt sowohl für den gesetztlichen Mindesturlaub (20 Tage) als auch für den Schwerbehinderten-Sonderurlaub. Beim tariflichen Zusatzurlaub (also die über 20 Tage hinausgehenden 30 Tage) kommt es darauf an, ob der Tarifvertrag eine Kürzungsregelung enthält. Wenn nicht, wird auch dieser tarifliche Anspruch übertragen.

      Der nicht genommene übertragene Urlaub ist bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses finanziell abzugelten.

      Im Idealfall (ohne tarifliche Kürzung) hast du also Anspruch auf die Auszahlung von 42,5 Tagen Urlaub. Im schlechteren Fall sind es zehn Tage weniger.

      Gruß,
      werner
      Vielen Dank für die schnelle Antwort :-)

      Gruß, Ulf

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