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Arbeitsamt übernimmt meine Geldleistungen?

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  • Arbeitsamt übernimmt meine Geldleistungen?

    Hallo Leute.
    ich bin neu hier und weiß nicht ob meine Frage hier rein gehört aber ich versuche es mal.
    Ich befinde mich seit Juni 2017 im Krankenstand und wurde letzten Monat von der Kasse ausgesteuert. Daraufhin beantragte ich bei der Agentur das ALG1 über die sogenannte Nahtlosigkeitsregelung. Mein Arbeitsvertrag besteht noch!
    Nun erhielt ich ein Schreiben vom Amt das die sich auf den Paragraph 115 SGB berufen und Ihnen meine noch offenen Urlaubsgelder sowie mögliche Abfindungen gehören.

    Nun meine Fragen.
    1. Stimmt das so?
    2. Bleibt denen der Anspruch auch noch, wenn ich meinen Arbeitsvertrag kündige?

    Vielen Dank vorab
    VG

  • #2
    Zitat von Harris Beitrag anzeigen
    ... Nun erhielt ich ein Schreiben vom Amt das die sich auf den Paragraph 115 SGB berufen und Ihnen meine noch offenen Urlaubsgelder sowie mögliche Abfindungen gehören.

    Nun meine Fragen.
    1. Stimmt das so?
    2. Bleibt denen der Anspruch auch noch, wenn ich meinen Arbeitsvertrag kündige?
    Hallo,

    die Arbeitsagentur zahlt dir Leistungen, weil du ansonsten keinen Anspruch hast, um deinen Lebensunterhalt zu sichern. Wenn dir innerhalb des Bezugszeitraums Arbeitgeberleistungen für diesen Zeitraum zufließen, reduziert das deinen Anspruch gegenüber der Arbeitsagentur. Das ist korrekt.

    Falls das Arbeitsverhältnis gekündigt wird, stehen später gezahlte Geldleistungen des (Ex-)Arbeitgebers für diesen Zeitraum ebenfalls der Arbeitsagentur (bzw. weitergedacht: Der Masse der Beitragszahlenden) zu.

    Gruß,
    werner

    Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
    Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

    Kommentar


    • #3
      Zitat von werner h. Beitrag anzeigen

      Falls das Arbeitsverhältnis gekündigt wird, stehen später gezahlte Geldleistungen des (Ex-)Arbeitgebers für diesen Zeitraum ebenfalls der Arbeitsagentur (bzw. weitergedacht: Der Masse der Beitragszahlenden) zu.

      Gruß,
      werner
      Wobei natürlich nur max. in der Höhe wie das Amt auch gezahlt hat.

      Kommentar


      • #4
        Hallo und guten Morgen.
        Vielen Dank für die super Antworten
        Da möchte ich noch kurz etwas einhaken, denn so einfach kann das nicht sein, denke ich.
        Als Beispiel: Die Höhe einer evtl. Abfindung entstand doch in meiner 10jährigen Firmenzugehörigkeit, also lange vor der jetzigen Misere. Vereinfacht gesagt "Lohn für die langjährige Arbeit" (bitte nicht wörtlich verstehen). Warum darf sich das Amt daran vergreifen? Auch ein Teil des Urlaubsgeldes welches noch offen ist, entstand vor dem Antrag auf ALG I.
        Mir fehlen bei sowas wirklich die Worte, denn wir reden hier von ALG I, nicht vom II wo sich das Amt "alles" holt.

        Habt ihr dazu vielleicht noch Infos?

        Danke und VG

        Kommentar


        • #5
          Zitat von Harris Beitrag anzeigen
          Hallo und guten Morgen.
          Vielen Dank für die super Antworten
          Da möchte ich noch kurz etwas einhaken, denn so einfach kann das nicht sein, denke ich.
          Als Beispiel: Die Höhe einer evtl. Abfindung entstand doch in meiner 10jährigen Firmenzugehörigkeit, also lange vor der jetzigen Misere. Vereinfacht gesagt "Lohn für die langjährige Arbeit" (bitte nicht wörtlich verstehen). Warum darf sich das Amt daran vergreifen? Auch ein Teil des Urlaubsgeldes welches noch offen ist, entstand vor dem Antrag auf ALG I.
          Mir fehlen bei sowas wirklich die Worte, denn wir reden hier von ALG I, nicht vom II wo sich das Amt "alles" holt.

          Habt ihr dazu vielleicht noch Infos?

          Danke und VG
          Hey,
          Du erhälst ALG1 als Sonderform gemäß § 145 SGB III. Du bist nicht arbeitslos. Wenn du deinen Arbeitsvertrag kündigen würdest, wärst du verpflichtet dich arbeitslos zu melden mit allen möglichen Konsequenzen (eventuell Sperrfrist, oder kein ALG 1 wegen Arbeitslosigkeit, weil du dem Arbeitsmarkt wegen Krankheit nicht zur Verfügung stehst)
          VG
          Gast_SBV

          Kommentar


          • #6
            Zitat von Gast_SBV Beitrag anzeigen
            Wenn du deinen Arbeitsvertrag kündigen würdest, wärst du verpflichtet dich arbeitslos zu melden mit allen möglichen Konsequenzen (eventuell Sperrfrist, oder kein ALG 1 wegen Arbeitslosigkeit, weil du dem Arbeitsmarkt wegen Krankheit nicht zur Verfügung stehst)

            Wobei wenn man seine Tätigkeit nicht mehr durchführen kann und der AG keine andere Tätigkeit hat, wäre eine Kündigung oder ein Aufhebungsvertrag evtl. sinnvoll.
            Dann wenn du auch wieder gesund bist und arbeiten kannst, würdest du ganz normales ALG 1 bekommen.
            Man sollte das aber vorher mit der Agentur besprechen und sich am besten schriftlich geben lassen, dass man den Vertrag beenden darf, ohne dass eine Sperrzeit droht.

            Die Frage ist halt wie lange wirst du evtl. noch krank sein? Das musst du für dich beantworten. Bzw. wenn du n< vorraussichtlich och länger arbeitsunfähig wärst, dann müsste man über andere Massnahmen nachdenke wie Erwerbsunfähigkeitsrente. Dann würde auch wieder nichts angerechnet.

            Das Problem ist, dass du nach Ende des Krankengeldes in eine Versorgungslücke rutscht. Das hat mit Abziehen oder Holen nichts zu tun.
            Man muss aber wie oben gesagt schauen, was danach kommt, nach Ende Krankengeld.

            Es geht halt gerade nicht um ALG1, das bekommt man nur, wenn man dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht, das bedeutet aber auch, das man entsprechende andere Jobs annimmt/annehmen kann, ALG1 ist nicht für Kranke da, leider,

            Die oben genannte Regelung ist ja ein Vorteile, für Menschen die aus dem Krankengeld rausrutschen, die würden nämlich ansonsten gar nichts bekommen, max ALG 2. Von daher ist auch so gesehen der Vorwurf von Holen oder Abziehen falsch. Man bekommt mehr als ALG2 oder evtl. auch mehr als Erwerbsunfähigkeitsrente. Dafür muss man wenn der AG noch Zahlung leistet sich die halt auch anrechnen lassen. Ein Geben und Nehmen.

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            • #7
              Zitat von matthias Beitrag anzeigen


              Man sollte das aber vorher mit der Agentur besprechen und sich am besten schriftlich geben lassen, dass man den Vertrag beenden darf, ohne dass eine Sperrzeit droht.

              Die Frage ist halt wie lange wirst du evtl. noch krank sein? Das musst du für dich beantworten. Bzw. wenn du n< vorraussichtlich och länger arbeitsunfähig wärst, dann müsste man über andere Massnahmen nachdenke wie Erwerbsunfähigkeitsrente. Dann würde auch wieder nichts angerechnet.

              Das Problem ist, dass du nach Ende des Krankengeldes in eine Versorgungslücke rutscht. Das hat mit Abziehen oder Holen nichts zu tun.
              Man muss aber wie oben gesagt schauen, was danach kommt, nach Ende Krankengeld.

              Es geht halt gerade nicht um ALG1, das bekommt man nur, wenn man dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht, das bedeutet aber auch, das man entsprechende andere Jobs annimmt/annehmen kann, ALG1 ist nicht für Kranke da, leider,

              Die oben genannte Regelung ist ja ein Vorteile, für Menschen die aus dem Krankengeld rausrutschen, die würden nämlich ansonsten gar nichts bekommen, max ALG 2. Von daher ist auch so gesehen der Vorwurf von Holen oder Abziehen falsch. Man bekommt mehr als ALG2 oder evtl. auch mehr als Erwerbsunfähigkeitsrente. Dafür muss man wenn der AG noch Zahlung leistet sich die halt auch anrechnen lassen. Ein Geben und Nehmen.
              Ok, danke dir, verstanden.
              Sperrfrist muss ich nicht fürchten, habe Atteste und Gutachten, dass ich da raus muss / musste und das Amt hat dies auch anerkannt.
              Ich möchte auch keinesfalls als Sozialschmarotzer gelten und ich verfolge auch keineswegs das Ziel "für lau" Geld zu kassieren.
              Mir ging es eben nur um die zeitlichen Abfolgen von Urlaubsgeld zu ALG.
              EW Rente wurde mir von allen Stellen "ans Herz gelegt" aber das möchte ich nicht. Ich möchte wieder arbeiten und aus der Abwärtsspirale aus Krankheit und Amtsstreitigkeiten raus.

              Danke euch und VG


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              • #8
                Noch eine Anmerkung ein ganz normaler Arbeitnehmer dem gekündigt wurde und dem dann weil er noch zu viel Urlaub hatte, dieser Urlaub ausgezahlt wird, auch dem wird dieses Urlaubsentgelt auf das ALG 1 "angerechnet". Er bekommt dann z.b. wenn er noch 10 Tage URlaub hat, erstmal 2 Wochen kein ALG 1, allerdings wenn er lange arbeitslos ist, bekommt er natürlich 2 Wochen länger ALG1, der Anspruch geht nicht verloren.

                Wg. EW Rente musst du halt ehrlich zu dir sein und mal schauen was geht. Vielleicht wäre eine befristete EW Rente sinnvoll um wieder auf den Damm zu kommen.

                Wichtig in meinen Augen als erstes, kann man den alten Job jemals wieder machen: Ja / Nein.

                Kann man einen anderen Job machen: Ja / Nein.
                Falls ja evtl. mit Umschulung, welche?

                Versuche rational auf deine Situation zu schauen.

                Viel Glück.

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