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"Arbeitnehmerfreundliche" Bereitschaft trotz Betriebsferien?

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  • "Arbeitnehmerfreundliche" Bereitschaft trotz Betriebsferien?

    Schönen guten Tag!
    Unser Unternehmen hat von Weihnachten über Silvester bis Mitte Januar Betriebsferien. Trotzdem müssen wir unseren Kunden eine Rufbereitschaft bieten. Wir sind nun auf der Suche nach einer Lösung, die natürlich auch im Sinne unserer Arbeitnehmer ist. Die Betriebsferien gönnen wir Ihnen natürlich sehr gerne, nur leider lässt sich das eben schlecht miteinander vereinbaren. Wir möchten die Rufbereitschaft trotz Betriebsferien so angenehm wie möglich gestalten. Dass es hier rechtliche Probleme gibt ist uns bewusst, den Urlaub möchten wir unseren Mitarbeitern jedoch keines Falls nehmen.
    Nochmal zur Klarstellung, die Lösung sollte eher im Sinne der Mitarbeiter als im Sinne der Geschäftsleitung sein
    Mit freundlichen Grüßen,
    Tim!

  • #2
    Hallo Tim,
    geht es hier wirklich um Bereitschaftsdienst oder um Rufbereitschaft, das ist nämlich ein Unterschied!
    Gruß FS
    In einem guten Wort ist Wärme für drei Winter!

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    • #3
      Rufbereitschaft, sorry. Unsere Mitarbeiter sind zuhause oder eben in annehmbarer Reichweite zum Betrieb um im Notfall zur Verfügung stehen zu können. Gibt's etwas, wird derjenige angerufen und muss eben losfahren...

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      • #4
        aus meiner sicht wäre nur auf die elfstündige Ruhezeit zu achten.
        In einem guten Wort ist Wärme für drei Winter!

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        • #5
          Es geht ja grundsätzlich darum, diese Rufbereitschaft für die Mitarbeiter angenehmer zu machen in dem Sinne, dass sie damit eher zufrieden sind eben diesen Bereitschaftsdienst zu haben.

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          • #6
            gibt es einen Rufbereitschaftsplan, ansonsten mal darüber nachdenken. Gibt es einen Betriebsrat? Wie viele MA gibt es?
            In einem guten Wort ist Wärme für drei Winter!

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            • #7
              Den Plan gibt es. Es beschwert sich dann eben immer der, der zu diesem Zeitpunkt Bereitschaft hat. Einen Betriebsrat gibt es in unserer GmbH nicht. Wir sind gesamt 32 Mitarbeiter bei denen ca. 15 für die RB zuständig wären.

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              • #8
                aber doch im Wechsel mit den anderen 17 MA oder? Wenn dann alle und einigermaßen eine Gleichmäßige Verteilung, ich weiß, mann kann es nicht jedem recht machen, es wird immer welche geben die nicht zufrieden sein werden!!
                In einem guten Wort ist Wärme für drei Winter!

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                • #9
                  Die Bereitschaft wechselt bei uns jede Woche nach eben dieser festgelegten Reihenfolge. Durch mehr Geld werden sich mit Sicherheit auch mehr freiwillige finden...

                  Kommentar


                  • #10
                    1. Natürlich darf für die Rufbereitschafttage (auch bei Nichtaktivierung) kein Urlaub abgezogen werden.
                    2. Die Rufbereitschaft sollte 8 Stunden am Tag nicht überschreiten.
                    3. Für die "passiven" Rufbereitschaftszeiten sollte eine annehmbare Grundvergütung gezahlt werden, z.B.
                    30% der normalen Vergütung.
                    4. Ab Akivierung bis zur Rückkehr an den Wohnort, ist das normale Arbeitsentgelt & evtl. Zulagen zu bezahlen.
                    5. Die Rufbereitschaftszeiten ist auf alle Mitarbeiter gleichmäßig verteilen.
                    6. Es darf vom AG keine zu kurzen Zeiten bis zur Arbeitsaufnahme verlangt werden, der AN muss auch noch andere Dinge
                    erledigen können (z.B. Einkaufen etc.). Bei uns sind 2 Std. bis zur Arbeitsaufnahme "erwünscht". Bei zu kurzer Aktivierungszeit
                    liegt gem. BAG keine Rufbereitschaft, sondern ein normaler voll zu vergütener Bereitschaftsdienst vor.
                    7. Die Aktivierung muss auch über Handy möglich sein; siehe Punkt 6. Für MA ohne Handy ist ein Diensthandy zu stellen.
                    8. Und das Wichtigste: " Mitarbeiter mit genügend Zeitablauf über diese Regelungen informieren und "mit ins Boot holen"
                    9. Das ganze auch schriftlich festlegen (bei vorhandenem Betriebsrat mit einer Betriebsvereinbarung) und bei evtl. Tarifbindung
                    mit Absprache der zuständigen Gewerkschaft.
                    10. Und an den speziellen Tagen (24.12/31.12/01.01) wenn möglivh nur Freiwillige suchen, hilfsweise mit "Extra-Bonbon´s"

                    Die oben genannten Punkte konnte ich in unserem Betrieb als BR-Vors. erst am 4. Einigungsstellentag durchsetzen.
                    Der Einigungsstellenvorsitzen de (Richter am LAG) hat der Geschäftführung schnell klargemacht, das es sonst überhaupt keine
                    Rufbereitschaftdienste jeglicher Art gibt. Das ganze ist in einer eigenen BV festgelegt worden, die bei Kündigung eine unbegrenzte Nachwirkung entfaltet, bis eine neue BV abgeschlossen worden ist.

                    Die Mitarbeiter/innen haben diese Bedingungen und die Rufbereitschafts-BV so gut aufgenommen, das es inzwischen mehr Freiwillige
                    als Nachfrage gibt.

                    Kommentar


                    • #11
                      Dankeschön für diese ausführliche Antwort! Mehr muss ich dazu glaube ich nicht sagen

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                      • #12
                        Zitat von Eulenspiegel Beitrag anzeigen
                        1. Natürlich darf für die Rufbereitschafttage (auch bei Nichtaktivierung) kein Urlaub abgezogen werden.
                        3. Für die "passiven" Rufbereitschaftszeiten sollte eine annehmbare Grundvergütung gezahlt werden, z.B.
                        30% der normalen Vergütung.
                        Hallo,

                        zwischen 1. und 3. sehe ich einen Konflikt.

                        Es ist klar: Wer Rufbereitschaft hat, kann sich nicht gleichzeitig in Urlaub befinden. Der AG wird nicht das volle Entgelt für die Arbeitstage zahlen wollen (die es in diesem Zeitraum - neben den arbeitsfreien Tagen - durchaus gibt) zuzüglich 30 %, damit die Rufdiensthabenden von zuhause aus auf den Ruf warten. Anders herum werden die Rufdiensthabenden wohl kaum auf 70 % ihres Gehaltes für die Arbeitstage verzichten wollen, um ohne Urlaubsanrechnung (aber mit Gehaltskürzung) von zuhause aus auf den Ruf zu warten.

                        Lösungsvorschlag:

                        Während der regulären Arbeitszeit gehen die Rufdiensthabenden entweder in die Firma oder leisten echte Arbeit vom Homeoffice aus (irgend etwas gibt es immer zu tun). Daran schließt der Rufdienst an (wie sind die Anforderungen? 24/7 oder nur bis zu einer bestimmten Uhrzeit, ohne Wochenenden, ohne Feiertage?). Dieser Rufdienst wird dann entsprechend Eulenspiegels Vorschlag abgehandelt.

                        Gruß,
                        werner
                        Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
                        Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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                        • #13
                          Zitat von werner h. Beitrag anzeigen

                          ".......Anders herum werden die Rufdiensthabenden wohl kaum auf 70 % ihres Gehaltes für die Arbeitstage verzichten wollen,........"

                          Lösungsvorschlag:

                          Während der regulären Arbeitszeit gehen die Rufdiensthabenden entweder in die Firma oder leisten echte Arbeit vom Homeoffice aus (irgend etwas gibt es immer zu tun). Daran schließt der Rufdienst an (wie sind die Anforderungen? 24/7 oder nur bis zu einer bestimmten Uhrzeit, ohne Wochenenden, ohne Feiertage?). Dieser Rufdienst wird dann entsprechend Eulenspiegels Vorschlag abgehandelt.

                          Gruß,
                          werner
                          Dies Rufbereitschaften, um die es hier geht fallen offenbar nur an freien Tagen an.
                          Unsere MA lieben die Rufbereitschaften, gehen Einkaufen, faulenzen oder treffen Verabredungen.....und bekommen dafür noch 30% ihres Tagesgehaltes. Und wenn jemand länger als 2 Stunden zum Einsatzort braucht, fällt auch kein böses Wort. Und wenn jemand zum Einsatz gerufen wird, gibt´s grundsätzlich einen Ersatz freien Tag in dieser Woche (...wenn gewollt )

                          Dieser Betrieb hat, wie ich verstanden habe, nur in den Betriebsferien ein "Motivationsproblem" bezüglich der Rufbereitschaften......

                          Ansonsten wäre es natürlich einfacher eben keine Betriebsferien zu machen......nicht jeder MA möchte hier 3 Wochen Urlaub verschwenden

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                          • #14
                            Danke erstmal für die zahlreichen Antworten! Um das alles offener zu gestalten. Unsere Mitarbeiter sind Monteure, da wir ein Handwerksbetrieb sind. Unter dem Jahr ist das mit der Bereitschaft gar kein Problem, nur eben die paar Tage in den Betriebsferien zwischen den Jahren. Wenn nachts das Klinikum anruft, dass die Maschinen ausgefallen sind und wir kommen müssen, dann MUSS eben jemand kommen. Das gleiche gilt für den großen Serverraum bei Industriekunden. Um das klarer zu machen. deswegen gibt es auch keine sinnvolle Beschäftigung in dieser zeit. Haben unsere Techniker Urlaub, werden keine Termine gemacht und unsere Monteure können nicht arbeiten etc. Das haben wir bis ins kleinste Detail schon überlegt und hinterfragt.

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